High Five für Phoenix … und noch viel mehr

Wenn Chris Harris spätestens 15 Minuten vor Tipoff an den Kampfrichtertisch schreitet, um auf dem Anschreibebogen mit fünf Kreuzen seine Startformation zu markieren, so nimmt er dies mit der Intention vor, dass die so berufenen Spieler auch von Beginn an abliefern. Das gelingt, je nach Verlauf der Partie, mal mehr oder weniger erfolgreich. Dabei macht es die Fünf am Tisch doch jeden Spieltag vor. Immer präzise, komplett fokussiert, alles überblickend. Es werden Punkte notiert, Fouls den entsprechenden Akteuren zugeschrieben, die Punktetafel bedient, sowohl Spielzeit als auch für einen Angriff zur Verfügung stehende 24 Sekunden im Blick behalten. Dass beim Kampfgericht alles reibungslos läuft, liegt unter anderem daran, dass Teile der dort sitzenden Crew schon seit Jahrzehnten für Phoenix sowie den Basketball in Hagen im Einsatz sind. Sie bilden eine Einheit aus routinierten Einzelteilen, bei denen jeder Handgriff sitzt.

Den Blickwinkel aufgezogen ist die Hagener Basketball-Familie genau das: Eine verschworene Gemeinschaft, die auf und abseits des Parketts zusammenhält. Die sowohl vor als auch hinter den Kulissen füreinander da ist, gemeinsam am großen Ganzen werkelt. Die sich in schweren Zeiten den Rücken stärkt, die Erfolge mit einem anerkennenden Schulterklopfen honoriert.

Bei Phoenix geht seit mittlerweile über zwei Jahrzehnten vieles nur aufgrund einer riesigen Schar an Helfern und Unterstützern, die an allen Ecken und Enden mit anpacken. Die mit lecker Kaffee und Kuchen im Kassenhaus sitzen. Die Statistiken erfassen. Die teils spät das Parkett und den VIP-Bereich wahlweise auf- oder abbauen. Die am Einlass der Ischelandhalle jeden eintreffenden Zuschauer mit einem freundlichen Spruch auf den Lippen in Empfang nehmen. Die Schiedsrichter und Technische Kommissare betreuen. Auf die immer Verlass ist, zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Mit nur noch drei Hauptrunden-Partien im Spielplan ist es mehr als an der Zeit, dem Engagement des besten Helfer-Teams der Welt die wohlverdiente Aufmerksamkeit zu schenken.

„Stark sind die Menschen, die anderen helfen, ohne etwas zurückzuverlangen.“

…oder: Danke, dass es EUCH gibt!