easyCredit BBL | 14.04.2016, 11:16 Uhr

Fanbeauftragter: „Jeder kann sich engagieren“

Dominik Niegel ist Vorsitzender des Fanklubs Tornados Hagen und ab sofort ehrenamtlicher Fanbeauftragter von Phoenix Hagen. Der 23-Jährige spricht im Interview über seine neue Aufgabe, mögliche Ziele und darüber, wieso sich eigentlich nicht viel verändert hat.

Dominik Niegel schwenkt eine Phoenix-Fahne

Dominik Niegel schwenkt eine Phoenix-Fahne

Der Fanbeauftragte (r.) mit Pascal Teske

Der Fanbeauftragte (r.) mit Pascal Teske

Dominik, aufmerksame Leser kennen dich bereits. In der vergangenen Saison hast du uns schon einen Einblick über dein Tun bei den Tornados gegeben. Was hat sich seitdem verändert?
Auch wenn es möglicherweise etwas langweilig klingen mag, aber es hat sich relativ wenig verändert. Ich stehe weiterhin jedes Heimspiel an unserem Fanstand, biete Auswärtsfahrten mit dem Bus an, helfe bei der Anfertigung von Choreographien, schreibe die ein oder andere Zeile für die Fanzeitschrift „TH-Aktuell“ und versuche das Team möglichst bei jedem Spiel mit Hilfe meiner Stimme zu unterstützen. Vielmehr würde ich behaupten, dass wir in vielen Dingen mehr Erfahrung gewonnen haben und wir dadurch mehr Routine in vielen Abläufen gewonnen haben.

Mit all den strukturellen Veränderungen im Background der Feuervögel hat sich auch für dich eine neue Stellung ergeben, du bist offizieller Fanbeauftragter. Erst mal herzlichen Glückwunsch. Wie ist es denn dazu gekommen?
Danke. Ich muss zugeben, dass ich auch etwas überrascht war, als man mir die Position des Fanbeauftragten anbot, was ich selbstverständlich gerne nach Rücksprache mit dem Fanklub angenommen habe. Ich will gerne noch erklären, wieso es mich so überrascht hat: Wenn ich mich in der Liga umsehe, finde ich zum einen recht wenige Fanbeauftragte und zum anderen sind die meisten professionell engagierte Personen, die als Mitarbeiter des Vereins angestellt worden sind und anschließend Faninteressen und Vereinsinteressen gleichermaßen vertreten sollen. Zu welchem Ungleichgewicht es dabei häufiger kommen könnte, muss ich wohl niemandem erklären. Daher hat es mich positiv überrascht, dass Phoenix bereit ist, an dieser Stelle einen anderen Weg einzuschlagen.

Was sind deine Aufgaben als Fanbeauftragter?
Meine Aufgabe besteht darin, im gewissen Maß ein Bindeglied zwischen Fans auf der einen Seite und Verein auf der anderen Seite zu sein. Letztendlich würde ich gerne einen Teil dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Verein und Fans zu verbessern.

Gibt es etwas, das du in der Interaktion mit den Fans grundsätzlich ändern würdest?
Ändern will ich gar nichts, ich würde wenn dann gerne Dinge verbessern. Die ein oder andere nicht vollends konkretisierte Idee habe ich schon länger. Ich bin schon immer der Meinung gewesen, dass es bei Phoenix viele Menschen gibt, die viele gute Ideen haben. Nur wussten diese oft nicht, wen sie dafür ansprechen sollen. An dieser Stelle könnte man am meisten bewegen. Hagen ist schon immer ein besonderer, ein etwas anderer Basketballstandort gewesen. Die Stärke lag darin, dass die Menschen sich mit dem Verein identifizieren konnten. Wir sollten daher jedem die Möglichkeit geben, sich auch zukünftig für den Verein und den Standort Hagen zu engagieren.

Siehst du vielleicht auch Nachteile? Du bist immerhin „nebenbei“ noch Student, wie sieht es da zeitlich aus?
Da sind wir an einem Punkt, wo ich um etwas Nachsicht bitten muss. Ich bin nicht hauptberuflicher Fanbeauftragter, sondern übe diese Tätigkeit lediglich ehrenamtlich aus. Ich werde also womöglich nicht dazu in der Lage sein, jede Mail innerhalb von wenigen Stunden zu beantworten oder jedes Problem innerhalb eines Tages zu lösen. Allerdings springe ich nicht ohne jegliche Erfahrung blind in die Aufgabe herein. Ich habe mich schon in der Vergangenheit sehr stark bei Phoenix engagiert und festgestellt, dass beide Dinge für mich miteinander vereinbar sind.

Gibt es Sorgen, dass deine neue Tätigkeit mit der bereits bestehenden kollidiert?
Natürlich gibt es einen Interessenskonflikt, allerdings ist es meine Aufgabe, eben diesen zu managen. Genau dort entsteht auch das Problem bei dem externen Fanbeauftragten, da er im Zweifel den Interessenskonflikt einseitig löst. Auf der anderen Seite besteht ohne Fanbeauftragten häufiger Unverständnis für Entscheidungen. Sorgen, dass es einen Interessenskonflikt gibt, mache ich mir daher keine. Vielmehr sehe ich darin eine Herausforderung.

Für Fragen und Anregungen ist der Fanbeauftragte Dominik Niegel erreichbar unter fans@phoenix-hagen.de

 


 
 
 
 

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