easyCredit BBL | 22.12.2015, 13:57 Uhr

Kosta Filippou: „Spieler mit BBL-Niveau formen“

Kosta Filippou ist Headcoach des Regionalligisten BG Hagen. Im Interview spricht er über die Kooperation mit Phoenix Hagen und die Entwicklung junger Spieler wie Pascal Zahner-Gothen.

Kosta Filippou beim Phoenix-Ostercamp

Kosta Filippou beim Phoenix-Ostercamp

Der Headcoach von BG Hagen im Porträt

Der Headcoach von BG Hagen im Porträt

Kosta, erzähle uns bitte etwas über die Kooperation mit Phoenix Hagen!
Die Kooperation besteht bereits seit der Gründung von Phoenix Hagen im Jahre 2004. Sinn der Kooperation war und ist es in erster Linie talentierten Jugendlichen zeitgleich die Möglichkeit zu geben, sich an das Bundesligalevel heranzutasten und trotzdem auf einem Level zu spielen indem sie viel Spielzeit bekommen. Die gesunde Kombination dieser beiden Aspekte soll im Optimalfall aus Ihnen Spieler mit BBL Niveau schaffen. Dieses Modell wird in der gesamten BBL praktiziert und ich halte es für sehr sinnvoll.

Welche Vorteile birgt es für Akteure wie Pascal Zahner-Gothen, wenn sie mit Doppellizenz sowohl für BG Hagen als auch für Phoenix Hagen auflaufen?
Speziell im Fall Pascal ist es für ihn aktuell in erster Linie eine tolle Erfahrung mit den Profis trainieren zu dürfen und das wird ihm sicherlich in seiner Entwicklung weiterhelfen. Pascal ist aber noch in der Phase, wo er sich zunächst auf dem 1. Regionalliga-Level beweisen muss. Da sind die anderen Kooperationsspieler wie Moritz Krume, Marcel Keßen und vor allem Jonas Grof schon ein ganzes Stück weiter, haben aber alle auch diese Phase durchlaufen müssen. Bei dem einen geht das schneller, bei dem anderen etwas langsamer, deswegen bedarf es auch an Geduld und Ausdauer, bis der Weg zum BBL-Spieler abgeschlossen ist.

Wie siehst du eure Rolle in der Jugendarbeit für Hagen?
Fernab von der Förderung von jungen Spielern im Seniorenbereich, die wir kontinuierlich durchführen, haben wir in den letzten Jahren de facto mit BG große Fortschritte im Jugendbereich gemacht. Ein wichtiger Schritt war dabei die Installation von Vid Zarkovic als hauptamtlichen Jugendtrainer der meines Erachtens sensationelle Arbeit leistet. Aber auch hier ist die Entwicklung noch nicht abgeschlossen und es gibt trotz aktuell hervorragender Resultate noch einiges was es zu verbessern gilt.  

Euer Spiel gegen den SG Sechtem konntet ihr trotz einiger Ausfälle mit 77:65 gewinnen. Was konntet ihr aus diesem Spiel mitnehmen, hat das Erfolgserlebnis deinen Spielern Auftrieb gegeben?
Die Situation ist bei uns seit 4-5 Wochen personell extrem schwierig. Deswegen sind wir einfach glücklich diese beiden Punkte mitgenommen zu haben, mehr aber auch nicht. Olaf Rostek und Simos Ioakeimidis sind für uns in etwa,  das was Klassen und Bell für Phoenix sind. Beide fehlen nun seit einigen Wochen und werden wohl auch bis ins neue Jahr hinein ausfallen. Wenn dann auch 1-2 weitere Leistungsträger angeschlagen sind, ist das kaum kompensierbar. Aber die Jungs, die gesund sind, haben darauf sehr gut reagiert.

Ein paar Worte zu Jasper Günther, Pers Bruder. Im Spiel gegen den BSV Wulfen konnte er sich nicht nur gegen seinen älteren Bruder Philip durchsetzen, sondern auch eine tragende Rolle im Spiel einnehmen, die letztendlich zum 90:75 Sieg geführt hat. Wie beurteilst du sein Potenzial für die Zukunft?
Zuerst muss man festhalten, dass Jasper gerade mal 16 Jahre alt ist. Er hat in den letzten 6-8 Monaten einen großen Sprung gemacht und hat noch enorm viel Potenzial nach oben. Was ihn meiner Meinung nach am wertvollsten macht, ist seine Pfiffigkeit und sein Mut Verantwortung zu übernehmen und daher bin ich davon überzeugt, dass Jasper nie ein Rollenspieler werden wird sondern immer ein Teamleader sein wird. Im Spiel gegen Wulfen hat er gezeigt, dass er es dies auch in der 1.Regionalliga kann. Bis er aber die Rolle des Leaders in der 1.Regionalliga konstant abrufen wird, wird nicht viel aber doch noch etwas Zeit vergehen.

Was ist euer erklärtes Ziel für diese Saison?
Nach Platz 5 im letzten Jahr, haben wir vor der Saison einen Platz unter den Top 4 als Ziel herausgegeben. Aktuell stehen wir auf Platz 3.  

Du bist als Jugendkoordinator ebenso an Schulen unterwegs, in Basketball Camps vertreten und auch für die kinder+Sport Basketball Academy im Einsatz. Wie wichtig ist bereits eine so frühe Förderung um später erfolgreich sein zu können und wo liegt der Fokus?
Es geht in erster Linie darum, die Kids so früh wie möglich mit und für Basketball zu begeistern, denn die Konkurrenz wie Fußball, Handball etc. ist groß. Für welche Sportart sich ein Kind entscheidet hängt von mehreren Faktoren ab, Familie, Freunde aber auch eben ganz besonders, ob der erste Kontakt mit einer Sportart Spaß macht. Also gehen wir zu ihnen, wo sie ohnehin mittlerweile fast den ganzen Tag verbringen, in die Schulen. Der spätere Erfolg spielt dabei zunächst keine Rolle, denn wir suchen erstmal keine Talente, das passiert später, erstmal suchen wir Kids die Basketball spielen wollen.

Wo wir gerade von Basketball-Camps sprechen, im Januar findet das BG Hagen Neujahrscamp statt. Was erwartet die Teilnehmer und gibt es noch eine Anmeldungsmöglichkeit für Kurzentschlossene?
Das Neujahrscamp bietet sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen diesmal zweieinhalb Tage jede Menge Training und Spaß mit den Coaches und den Spielern der BG Hagen. Anmelden kann man sich über die Homepage der BG www.bg-hagen.de bis Ende Dezember.

 


 
 
 
 

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