ProA | 10.10.2012, 21:16 Uhr

Ungefährdeter Heimsieg gegen die Phantoms

„Es war heute fast schon ein entspannter Sieg!“ Trainer Ingo Freyer konnte nach dem 89:78 (46:32)-Erfolg von Phoenix Hagen gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig diesen in der ENERVIE Arena eher selten ausgesprochenen Satz gelassen sagen. In der Tat: Der Spielverlauf war vor 3.036 Zuschauern eindeutiger, als es das Ergebnis verrät.

Larry Gordon probt die Humba

Larry Gordon probt die Humba

"Kruel, Kruel, Kruel..."

"Kruel, Kruel, Kruel..."

Beide Teams fanden zunächst schwer in die Partie. Ein toller Dunking von Dino Gregory nach einem Zuspiel hinter dem Rücken von Bernd Kruel war das erste große Highlight und brachte Phoenix die 17:13-Führung. Bis zur Mitte des zweiten Viertels blieb die Partie sehr umkämpft. Das Spiel war geprägt von sehenswerten Duellen, die sich die beiden U20-Nationalspieler Ole Wendt und Dennis Schröder auf der Aufbauposition lieferten. Jederzeit gut anzuschauen war auch die hingebungsvolle Verteidigung, mit der Davin White gegen Braunschweigs Top-Scorer Casey Mitchell glänzte.

Überhaupt, die Hagener Verteidigung: Die war insbesondere in der Endphase der ersten Hälfte prächtig. Phoenix ließ in den letzten fünf Minuten nur zwei Gegenpunkte zu, gewann Bälle, holte Rebounds und kam so zu Fastbreaks. Bis auf 46:32 setzte sich Hagen zur Pause ab. Die Wurfauswahl war viel besser als noch gegen Gießen. Besonders Davin White fand wieder die Balance zwischen seinen Würfen und dem Ziehen zum Korb, wobei er die Blöcke seiner Kollegen immer wieder gut ausnutzen konnte.

Die Braunschweiger blieben anschließend lange in der Kabine, ein Gegenmittel für die zweite Halbzeit sollten sie dort aber nicht mehr finden. Phoenix war oft den einen Schritt schneller, verteidigte weiter gut und trat sehr ausgeglichen auf. Ein Mann bot den Fans jetzt eine besonders nette Show: Dino Gregory verwandelte einen Alley-oop auf Pass von Davin White. Defensiv gefielt er mit viel Einsatz und vier geblockten Schüssen. Phoenix zog auf 69:47 davon (28.) und blieb bis wenige Minuten vor dem Ende konzentriert (80:61, 35.). Danach konnten die Phantoms noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Sein Debüt in der Beko BBL gab in den letzten beiden Minuten Fabian Bleck. Die Fans freute es, denn sie hatten längst gedroht: „Ohne Fabi gehen wir nicht nach Hause!“

Phoenix Hagen kann mit den beiden Siegen beim Mitteldeutschen BC und gegen Braunschweig im Gepäck nun mit einer Portion Gelassenheit in die o2 World reisen, wo am Sonntag mit ALBA BERLIN eine echte Herkules-Aufgabe wartet.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Wir haben heute lange konzentriert gespielt und an die Partie beim MBC angeknüpft. Über 35 Minuten haben wir durchgehalten, was wir uns vorgenommen hatten. Hin und wieder hatten wir auch das nötige Glück beim Abschluss. Entscheidend war aber unsere Verteidigungsleistung.  Davin White hat mit Casey Mitchell den besten Braunschweiger Scorer kontrolliert. Das war sehr, sehr wichtig. Zudem haben wir den Phantoms die Dreier weggenommen, von denen sie auch leben.“

Kostas Flevarakis: „Das war ein schlechtes Spiel von uns, das wir nur 15 Minuten unter Kontrolle hatten. Von den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte haben wir uns nicht mehr erholt. Hagen war besser, hat mehr Energie gehabt. Wir haben nicht das gespielt, worauf wir hingearbeitet haben. Wir hatten zwei knappe Partien zuletzt, vielleicht war auch das ein Grund für die fehlende Energie heute.“

Phoenix Hagen: White (17/1), Gordon (17/4), Kruel (15), Hess (10/1), Gregory (10, 4 BS), Bell (8/1, 7 Ass.), Lodwick (8/2), Wendt (2), Schoo (2), Bleck.

NYP Braunschweig: Davis (18), Boateng (13), Schröder (9/1), Nana (8), McFadden (8/2), Mitchell (8), Land (6), Kulawick (6/2), Mittmann (2), McElroy, Schneiders.

Zuschauer: 3.036

Stationen: 7:8 (5.), 19:15 (10.), 33:30 (15.), 46:32 (20.), 58:42 (25.), 70:52 (30.), 80:61 (35.), 89:78 (40.)

 


 
 
 
 

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