ProA | 15.04.2018, 11:12 Uhr

Würdiges Saisonende trotz Niederlage

Das dritte Spiel der Best-of-Five-Serie gegen RASTA Vechta holten sich die Niedersachen nach langer Hagener Führung 93:75 (35:43). Ohne Kapitän Spohr und mit einem arg geschwächten Alex Herrera und angeschlagenen Derreck Brooks konnte Phoenix in Vechta lange gut mithalten, letztlich reichten die Kräfte aber nicht über die vollen 40 Minuten.

Das Personal:

Ohne Spohr und Hollersbacher und mit geschwächtem Brooks und Herrera bestand die erste Fünf der Hagener auf Godbold, Aminu, Grof, Brooks und Herrera. Vechta begann mit Dunbar, Gonzalves, Mädrich, Hinrichs und Carter.

 

Der Spielverlauf:

Jeremy Dunbar startete die Korbjagd mit der Führung für Vechta. Bis zum 8:6 sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, dann setzten sich die Gastgeber zunächst auf 15:7 ab. Der für Aminu eingewechselte Lodders und der für Herrera eingewechselte Baumann sorgten dann im Alleingang für die 17 :20-Führung der Feuervögel nach dem ersten Viertel. Innerhalb von 4:36 Minuten ärgerten die zwei besten Hagener des ersten Viertels die favorisierten Vechtaer mit einem 2:13-Lauf.

 

Die beiden sorgten dann auch zu Beginn des zweiten Viertels für die ersten Punkte und Phoenix konnte die Führung konservieren und im weiteren Verlauf des Viertels sogar ausbauen. Lodders, der sein wohl bisher bestes Spiel im Trikot der Feuervögel ablieferte und Baumann wurden in ihren Bemühungen tatkräftig von Aminu unterstützt. Die höchste Führung betrug, nach einem Defensivrebound von Jannik Lodders, seinem nachfolgenden Coast-to-Coast-Run und erfolgreichem Lay-up mit Foul und verwandeltem Freiwurf 10 Punkte (21:31). Die letzten beiden Körbe in Viertel 2 erzielte Jonas Grof zum Halbzeitstand von 35:43.

 

Vechta-Coach Doug Spradley schien die richtigen Worte in der Kabine gefunden zu haben. Hinrichs und Mädrich verkürzten den Rückstand direkt nach Beginn des dritten Viertels auf nur noch vier Punkte. Herrera mit Korbleger und Aminu mit zwei erfolgreichen Dreiern konnten die Hagener Führung nochmal verteidigen. Vechta agierte jetzt intensiver in der Defensive, da wurde das Phoenix-Spiel unsicherer. Nach einfachen Ballverlusten bat Magdowski beim Stand von 51:51 zur Auszeit. Im Anschluss daran handelte sich Herrera sehr schnell sein drittes und viertes Foul ein. Bis zur Viertelpause konnten dann Lodders und Grof Phoenix noch auf Tuchfühlung halten. Mit 62:59 ging es ins letzte Viertel.

 

Vechta konnte jetzt zunächst die Führung verteidigen, während die Feuervögel sich weiterhin mit allem, was noch an Kräften verfügbar war, gegen die Niederlage zu stemmen. Baumann, Grof und Aminu hielten mit ihren Punkten die Feuervögel im Spiel. Es waren noch 7:06 Minuten zu spielen, da kassierte Herrera sein fünftes Foul. In den nächsten vier Minuten hieß es dann Baumann und Aminu gegen Mädrich und Young. In schöner Regelmäßigkeit versenkte der ein oder andere abwechselnd den Ball in der Reuse des Gegners. Erst beim 76:75 verwarf Baumann einen Freiwurf und verpasste so den Ausgleich. Jetzt war der Kräfteverschleiß bei den Feuervögeln sichtbar und Vechta konnte in den letzten dreieinhalb Minuten mit einem 13 :0-Lauf die Partie zum Endstand von 93:75 entscheiden und verdient ins Halbfinale einziehen. Dort warten die Lions aus Karlsruhe mit dem Ex-Hagener Richie Williams.

 

Phoenix-Headcoach Kevin Magdowski: „Erst einmal Gratulation an Vechta zum Einzug ins Halbfinale. Die Vorzeichen des heutigen Spiels waren nicht so positiv. Wir mussten das ganze Spiel ohne Dominik Spohr auskommen. Dass wir das dann so bravourös lösen konnten, war schon sensationell toll. Was wir heute in der 1. Halbzeit kämpferisch und taktisch geboten haben war à la bonne heure. Im letzten Spiel des Jahres in Vechta mit plus acht zur Halbzeit zu führen ist einfach toll. Trotzdem sieht man natürlich die Spitzenklasse von Vechta. Denn selbst bei acht Punkten Vorsprung wissen wir, dass da noch ein Run kommen wird. Wir haben es geschafft, diesen Lauf so lange wie möglich hinauszuzögern. Aber bei Vecht ist es halt so, wenn nichts läuft, hat man immer noch Dirk Mädrich. Uns hat da natürlich Alex Herrera aufgrund seiner Erkrankung etwas gefehlt. Er konnte nur gut 16 Minuten spielen. Als Fazit bleibt für uns, dass wir in den letzten zwei Spielen eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Und auch in Spiel 1 konnten wir streckenweise gut mithalten. Aber über 40 Minuten reicht es für und gegen eine Spitzenmannschaft wie Vechta eben noch nicht.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen: Aminu (22), Lodders (19), Baumann (15), Grof (9), Herrera (9), Brooks (1), Godbold, Günther.

RASTA Vechta: Mädrich (24), Gonzalves (17), Carter (13), Young (11), Hinrichs (11), Dunbar (8), Christen (6), Herkenhoff (3), Razis, van Slooten, Smith.

 


 
 
 
 

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