ProA | 30.09.2017, 10:39 Uhr

Dietmar Günther und Kai Schulze im Interview

Pünktlich zum Saisonstart ist Dietmar Günther bei Phoenix Hagen eingesprungen. Als Interimscoach betreut er die Feuervögel gemeinsam mit Co-Trainer Kai Schulze, bis der erkrankte Headcoach Matthias Grothe zurück ist. Vor dem ersten Heimspiel gegen die PS Karlsruhe LIONS sprechen die beiden Coaches über die veränderte Situation, das neue Team und die Saisonziele.

Kai Schulze (l.) und Dietmar Günther

Kai Schulze (l.) und Dietmar Günther

Wie kam es so kurzfristig zur Neuordnung im Trainerteam?
Kai Schulze: Es war mein ausdrücklicher Wunsch, eine Lösung zu finden. Ich bin nach Hagen gekommen, um als Co-Trainer in der ProA zu lernen und in Zukunft den NBBL-Spielern den Übergang in den Profibereich zu erleichtern. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Dietmar und bin dankbar für diese Konstellation.
Dietmar Günther: Ich habe meine Hilfe angeboten, um dem Hagener Basketball etwas zurückzugeben. Jetzt holen wir hoffentlich einige Punkte, damit Matthias entspannt zurückkehren kann.

Wie ist das Team zusammengestellt?
Schulze: Mit Jonas Grof haben wir natürlich einen super Spieler auf der eins, zusätzlich dient Jasper Günther als Back-up. Die Position zwei teilen sich James Reid als hervorragender Shooter und Joel Aminu, der ein sehr guter Verteidiger ist. Derreck Brooks und Jannik Lodders sind auf Position drei grundsätzlich gleich auf. Derreck können wir aber auch auf der zwei einsetzen. Auf den großen Positionen sind die Hierarchien klar geregelt: Auf der vier steht Dominik Spohr vor Marco Hollersbacher, auf der fünf Alex Herrera vor Javon Baumann.

Was sind die sportlichen Ziele in dieser Saison?
Schulze: Zunächst möchten wir uns als Mannschaft in der Liga etablieren. Wir möchten so lange wie möglich um die Playoffs mitspielen, dafür muss aber wirklich alles stimmen. Vor allem müssen die Jungs möglichst verletzungsfrei bleiben.

Wie ist die Preseason zu bewerten? Sie, Herr Günther, sind ja erst nach dem letzten Testspiel eingestiegen.
Günther: Genau. Einige Partien hatte ich aber live verfolgt, von den restlichen habe ich mir die Videos angesehen.
Schulze: Besonders erfreulich hat sich die Team-Chemie entwickelt. Die Jungs verstehen sich untereinander wirklich gut und harmonieren als Gemeinschaft. Das sollte uns auch während der Saison ausmachen. Sportlich gesehen lief die Vorbereitung durchwachsen, nicht zuletzt wegen einiger Verletzungen und weil wir erst ab September auch Jonas Grof ins Team integrieren konnten. Im Spiel gegen die Musel Pikes in Luxemburg gefiel mir das Zusammenspiel zum ersten Mal richtig gut.

Gibt es echte Überraschungen im Phoenix-Kader?
Schulze: Wir sind an alle Jungs positiv herangegangen und wurden nicht enttäuscht. Wenn ich jemanden hervorheben müsste, wäre das aber Alex Herrera, der als Big Man und Center wirklich eine überraschend gute Fußarbeit hat.

Wie ist der erste Heimgegner aus Karlsruhe einzuschätzen?

Schulze: Als Aufsteiger haben die Karlsruher wirklich gute Spieler verpflichtet. Ich könnte mir vorstellen, dass das Team eine echte Überraschung in der Liga darstellen wird. Mit Maurice Pluskota konnten die Verantwortlichen einen wirklich starken deutschen Center für sich gewinnen. Insgesamt ist die Mannschaft groß aufgestellt und sehr athletisch.

Herr Günther, nach Philip und Per trainieren Sie jetzt auch Jasper. Das haben Sie bislang nur in der Jugend kurzzeitig als Krankheitsvertretung gemacht. Wie ist es für Sie, in der ProA Coach Ihres jüngsten Sohnes zu sein?
Günther: Es freut mich, dass das jetzt noch klappt. Aber das ist nur eine Randnotiz, für ihn und für mich auch. Im Moment sind andere Themen wichtiger.

Wie nehmen Sie die Stimmung unter den Phoenix-Anhängern wahr?
Schulze: Sehr positiv. Ich freue mich wahnsinnig, gemeinsam mit Dietmar vor so einem traditionsreichen und sagenumwobenen Publikum coachen zu dürfen. Die Atmosphäre in der „Ische“ ist ja über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Team und Trainer werden alles geben, um die Stimmung die ganze Saison über hoch zu halten und die Fans zu begeistern.
Günther: Natürlich sind die Emotionen überlagert von Matthias’ Krankheit. Aber ich bin mir sicher, dass wir für alle das Bestmögliche aus der Situation machen. Das Team ist hochmotiviert und brennt auf das erste Heimspiel.

 


 
 
 
 

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