ProA | 12.11.2016, 20:59 Uhr

Gegen Tübinger Tigers bleibt Phoenix Hagen zu zahm

Eine 76:98 (33:44)-Heimniederlage muss Phoenix Hagen am 9. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga hinnehmen. Gegen die WALTER Tigers Tübingen taten sich die Feuervögel von Beginn an schwer. Vor 2.584 Zuschauern in der Arena am Ischeland konnte die Mannschaft von Headcoach Ingo Freyer am Ende auch nicht verhindern, dass die Gäste das Ergebnis in die Höhe schraubten.

Kapitän David Bell war Hagens Topscorer ...

Kapitän David Bell war Hagens Topscorer ...

... wie Trent Plaisted, der auch 16 Punkte holte

... wie Trent Plaisted, der auch 16 Punkte holte

Richie Williams kehrte nach Verletzung zurück

Richie Williams kehrte nach Verletzung zurück

Das Personal:

Die Feuervögel begannen mit David Bell, Chris Hass, David Godbold, Adam Hess und Trent Plaisted. Richie Williams, nach zwei Minuten eingewechselt, bestritt sein erstes Spiel nach seinem Muskelfaserris. Auch Jeremy Dunbar (Sprunggelenk) kehrte zurück. Verletzt fehlte dagegen Owen Klassen (Rückenprobleme). Julian Jasinski war zeitgleich für Phoenix-Kooperationspartner EN Baskets Schwelm im Einsatz. In der Starting Five der Gäste standen Jared Jordan, Garlon Green, Barry Stewart, Julian Washburn und Gary McGhee. Sein Debüt gab Davion Berry, der erst am Mittwoch aus Griechenland zu den Tigers gestoßen war.

Der Spielverlauf:

Phoenix kam durch zwei Korbleger von Kapitän Bell zu einer 4:2-Führung (4.), musste diese aber zunächst wieder hergeben. Die Tigers setzten vor allem auf ihre Dreier-Stärke. In Stewart (5.), Jordan (6.) und Isaiah Philmore (9.) waren gleich drei Schützen aus der Distanz erfolgreich. Den ersten Hagener Dreipunktewurf zum 14:21 erzielte ausgerechnet Center Marcel Keßen (9.).

Zu Beginn des zweiten Viertels legte Rückkehrer Dunbar aus der Distanz zum 21:26 nach. In der Folge konnten sich die gerade in der Offense konsequenteren Tübinger bis auf 21:34 absetzen (14.). Der nächste Hagener Treffer aus dem Feld ließ etwas auf sich warten, war dafür aber besonders schön: Nach Assist von Williams stopfte Plaisted zum 26:36 ein (16.).

Die Feuervögel konzentrierten sich jetzt stärker auf das Spiel unter dem Korb und besserten damit ihr Punktekonto auf. Als Plaisted in Foul-Trouble geriet, schwenkte Phoenix auf eine kleinere Formation um. Nicht zuletzt dadurch konnte Tübingen den Vorsprung beim 53:73 erstmals auf 20 Punkte ausbauen (29.). Dunbar und Bell verkürzten auf 58:73.

Die Niederlage konnten die Feuervögel zwar nicht mehr abwenden, sie setzten aber noch einige sehenswerte Akzente. So etwa, als David Bell für drei zum 61:75 traf (32.). Ihm tat es etwas später der junge Pascal Zahner-Gothen, der den Spielaufbau übernahm, zum 72:88 gleich (38.). Bejubelt wurde das Debüt des 21-jährigen Hageners Alexander Kortenbreer in der easyCredit Basketball Bundesliga. Am Ende siegte Tübingen mit 98:76.

Das Fazit:

Gegen starke Tübinger war Phoenix Hagen an diesem Tag einfach nicht gut genug. Richard Williams und Jeremy Dunbar zeigten sich bei ihren Comebacks sehr aktiv. Das Fehlen von Owen Klassen sorgte aber für physische Defizite, die Phoenix Hagen zu keinem Zeitpunkt kompensieren konnte. 18 Ballverluste und eine Dreierquote von nur 30 % (8/27) machten es den Tigers am Ende leicht, die Punkte sicher mit nach Tübingen zu nehmen.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Bei Tübingen waren heute alle Spieler stark, sie haben sehr gut gespielt. Wir hatten einzelne Spieler, die dagegengehalten haben. Wir hatten aber auch Ausfälle. Das können wir uns nicht leisten, wenn wir ein Spiel gewinnen wollen. Da nehme ich insbesondere meine Amerikaner in die Pflicht. Die Dreier müssen fallen. Und wir müssen den Ball besser kontrollieren. Dann wären wir heute näher dran gewesen. Aber gegen diese Qualität von Tübingen hatten wir keine Chance.“

Tyron McCoy (WALTER Tigers Tübingen): „Herzlichen Glückwunsch an mein Team, ich bin sehr zufrieden. Gerade unsere gestandenen Spieler wie Gary McGhee oder Jared Jordan haben einen guten Job gemacht. Wir waren stark beim Rebound und auch unsere Transition-Defense hat mir gefallen. Natürlich hat uns auch geholfen, dass Owen Klassen gefehlt hat. Wir nehmen diesen Sieg gerne mit.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – WALTER Tigers Tübingen 76:98 (33:44)

Phoenix Hagen: Bell (16/1, 6 Ass.), Plaisted (16, 9 Reb.), Williams (12/2, 7 Ass.), Keßen (9/1), Dunbar (8/2), Hass (6/1), Hess (6), Zahner-Gothen (3/1), Grof, Kortenbreer.

WALTER Tigers Tübingen: Stewart (19/2), Philmore (18/2, 10 Reb.), Jordan (17/3, 9 Ass.), McGhee (12, 9 Reb.), Washburn (11/1), Berry (9), Green (7), Munoz (5/1), Marin, Kolo.

Stationen: 7:9 (5.), 18:26 (10.), 22:34 (15.), 33:44 (20.), 45:58 (25.), 58:73 (30.), 63:83 (35.), 76:98 (40.).

Zuschauer: 2.584

Galerie: Phoenix Hagen vs. WALTER Tigers Tübingen

 


 
 
 
 

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