easyCredit BBL | 23.10.2016, 20:52 Uhr

Feuervögel setzen kämpferisches Zeichen in Bonn

Am 6. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga unterlag Phoenix Hagen bei den Telekom Baskets Bonn mit 85:95 (53:51). Vor 4.890 Zuschauern im Telekom Dome zeigten die ersatzgeschwächten Feuervögel dabei eine starke Leistung. Erst als in der Schlussphase die Hagener Fehlerquote zu hoch wurde, konnte sich Bonn entscheidend absetzen.

David Bell erzielte 18 Punkte

David Bell erzielte 18 Punkte

Das Personal:

Phoenix Hagen musste auf die verletzten Richard Williams (Oberschenkel), Jonas Grof (Sprunggelenk) und Julian Jasinski verzichten. Dafür kehrte Jeremy Dunbar nach Rückenproblemen zurück in den Kader. Bei Bonn fehlte Yorman Polas Bartolo (Fingerverletzung). Die Gastgeber starteten mit Josh Mayo, Ryan Thompson, Florian Koch, Ojars Silnis und Julian Gamble. Hagen begann mit David Bell, David Godbold, Chris Hass, Owen Klassen und Trent Plaisted.

Der Spielverlauf:


Phoenix Hagen präsentierte sich von Beginn an als verschworene Einheit, die den unter der Woche bekannt gewordenen wirtschaftlichen Problemen des Klubs den Kampf ansagte. David Bell und Pascal Zahner-Gothen teilten sich in Abwesenheit der verletzten Richie Williams und Jonas Grof die Aufbauposition. Die Gäste präsentierten sich kampfstark, drückten aufs Tempo und profitierten von ordentlichen Wurfquoten. Marcel Keßen beendete das erste Viertel mit einem Halbdistanzwurf zum 28:27 für Phoenix.

Die Partie blieb weiter eng. Zwei Dreier von Konstantin Klein brachten Bonn einen 47:43-Vorsprung (18.), doch der starke David Bell wusste eine Antwort. Die Mannschaft von Ingo Freyer ging mit einer 53:51-Führung in die Pause. Bell kam dabei auf 14 Punkte, Owen Klassen steuerte elf Zähler bei. Bester Bonner Werfer war Ryan Thompson (13). Wichtige Werte zu diesem Zeitpunkt: Hagen verlor in der ersten Hälfte nur sechs Bälle und traf 42 % seiner Distanzwürfe.

Bonn konnte jetzt defensiv zulegen. Hagens Turnover-Rate stieg an und auch die verbliebenen freien Würfe fanden ihr Ziel nicht mehr. Der auffällige Filip Barovic traf zum 63:59 für Bonn (25.), doch Marcel Keßen gelang nach einer Auszeit der 63:63-Ausgleich. Wieder war es Konstantin Klein, der seinem Team mit zwei Dreiern etwas Luft verschaffen konnte (69:63, 27.). Diese Führung verteidigte Bonn bis in die letzte Viertelpause (74:68).

Offensiv bekamen beide Teams nun Probleme. Die Partie verlor zunehmend ihren Rhythmus. Phoenix Hagen litt zudem unter den vierten Fouls von Owen Klassen und Trent Plaisted (31.). Als die Hagener Fehlerquote immer höher wurde, fand Bonn offensiv wieder in die Spur. Julian Gamble und Konstatin Klein stellten das Ergebnis auf 81:71 (34.). Näher als bis auf sechs Punkte kamen die Hagener nun nicht mehr heran. Die Telekom Baskets Bonn siegten letztlich mit 95:85.

Das Fazit:

Phoenix Hagen zeigte eine beherzte Leistung und setzte ein klares Zeichen nach den schweren letzten Tagen. Lange Zeit zeigten die Feuervögel ihre beste Saisonleistung, bevor sich das Fehlen beider Aufbauspieler gegen Ende des Spiels doch deutlich bemerkbar machte. Die hohe Foulbelastung, die Ballverluste in der zweiten Hälfte und eine deutlich sinkende Trefferquote waren letztlich die Hauptgründe für die Niederlage. Konstantin Klein setzte Phoenix mit seinen Distanzwürfen zudem schwer zu. Neben dem herausragenden Teamgeist wussten vor allem die Youngster Pascal Zahner-Gothen und Marcel Keßen mit ihren auffälligen Vorstellungen zu gefallen.

Die Trainerstimmen:

Predrag Krunic: „Meine Mannschaft hat vor allem in der zweiten Halbzeit gut gekämpft. Wir haben gerade in der ersten Halbzeit wenig Intensität gezeigt und besonders in der Teamverteidigung zu viele Fehler gemacht. Hagen hat, auch in ihrer aktuell schwierigen Situation, einen guten Basketball gespielt.“

Ingo Freyer: „Durch unsere kurze Rotation hat uns am Ende die nötige Kraft gefehlt. Besonders im dritten Viertel haben wir uns zu viele Turnovers geleistet. Wenn wir das hätten abstellen können, hätten wir eine Chance auf den Sieg gehabt. Kompliment an die Leistung meines Teams. Keßen und Zahner-Gothen haben letzte Saison noch in der NBBL gespielt und waren heute beide sehr gut. Ein besonderer Dank geht an unsere Fans, die uns in dieser schweren Situation super unterstützt haben.“

Die Statistik:

Telekom Baskets Bonn: Barovic (24, 7 Reb.), Klein (16/4, 7 Reb.), Thompson (15/2), Koch (9/1), Mayo (9/1), Silins (8/1), Gamble (8), Richter (5/1), DiLeo (1).

Phoenix Hagen: Bell (18/1), Klassen (17/2, 8 Reb.), Plaisted (16, 8 Reb.), Hass (12/2), Keßen (8), Hess (5), Dunbar (5/1), Godbold (2), Zahner-Gothen (2).

Stationen: 12:17 (5.), 27:28 (10.), 37:38 (15.), 51:53 (20.), 63:61 (25.), 74:68 (30.), 83:75 (35.), 95:85 (40.).

Zuschauer: 4.890

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets