easyCredit BBL | 15.10.2016, 21:14 Uhr

Mit kurzer Rotation kommt Phoenix gegen Gießen nicht durch

Eine 76:95 (35:49)-Niederlage gegen die GIESSEN 46ers musste Phoenix Hagen am 5. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga verkraften. Mit einer sehr kurzen Rotation, aus der gleich vier Spieler foulbedingt vorzeitig ausschieden, waren die Feuervögel vor 2.412 Zuschauern in der Arena am Ischeland ohne Chance.

David Godbold kam zu seinem Heim-Debüt

David Godbold kam zu seinem Heim-Debüt

Jonas Grof zeigte eine starke Leistung

Jonas Grof zeigte eine starke Leistung

Kapitän David Bell spielte über 35 Minuten

Kapitän David Bell spielte über 35 Minuten

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen feierte Neuzugang David Godbold sein Heim-Debüt und stand auch gleich in der Starting Five. Neben ihm begannen David Bell, Chris Hass, Adam Hess und Trent Plaisted. Auf Richard Williams (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Jeremy Dunbar (Entzündung im Rückenbereich) musste Headcoach Ingo Freyer verzichten. Gießen startete mit Cameron Wells, Skyler Bowlin, Thomas Scrubb, Dwayne Evans und Maurice Pluskota.

Der Spielverlauf:

Die ersten Punkte der Partie sicherte sich Trent Plaisted, danach ging Gießen mit 6:2 in Führung (4.). Hagens Big Man war auch für die nächsten drei Treffer seines Teams verantwortlich: Zweimal traf er selbst nach Assist von Owen Klassen, einmal legte er für diesen auf. Klassen war es auch, der Phoenix per Dreier die Führung zum 12:11 zurückholte (7.). Zum Viertelende hieß es 16:21.

Ein starker Jonas Grof brachte Phoenix auf 22:24 heran (14.). Gießen verteidigte jedoch konsequenter und hielt die Hagener Punkteausbeute damit gering. Per And One zum 28:38 holte Wells die erste zweistellige Führung für die 46ers (17.). Phoenix antwortete mit einem Dreier durch Godbold. Ein Buzzerbeater-Dreier von Gießens Bowlin brachte in letzter Sekunde einen Halbzeitstand von 35:49.

Phoenix fand jetzt in der Offense nur noch bedingt Lösungen. Immerhin kamen die Feuervögel durch Dreier von Bell zum 38:52 (22.) und Godbold zum 41:55 (23.) zu Punkten. Doch Gießen setzte sich weiter ab, dazu musste Owen Klassen mit fünf Fouls schon früh vom Feld (26.). Vor allem dessen Vertreter unterm Korb Trent Plaisted punktete jetzt und wurde am Ende mit 20 Zählern Phoenix-Topscorer.

Nach Klassen war auch für die ausgefoulten Chris Hass (33.), Jonas Grof (35.) und David Bell (40.) vorzeitig Schluss. Die Feuervögel bemühten sich wacker und reduzierten den Rückstand auf zwischenzeitlich 13 Punkte. Am Resultat änderte das nichts mehr. Phoenix verlor mit 76:95.

Das Fazit:

Gleich vier Akteure von Phoenix Hagen konnten die Partie mit fünf Fouls nicht bis zum Ende bestreiten. Aus der kurzen Rotation mit acht Spielern mit zweistelligen Einsatzminuten schied damit die Hälfte vorzeitig aus. Dazu fehlten zwei Spieler verletzt. Bei den GIESSEN 46ers dagegen spielten elf Profis mindestens zehn Minuten, die auch noch alle trafen. Ebenfalls entscheidend: Unter den Körben hatte Phoenix das Nachsehen, verlor den Rebound deutlich mit 29 zu 49. Ihre eigentlichen Stärken – eben das Rebounden und den Distanzwurf – konnten die Feuervögel nicht ausspielen.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Denis und sein Team. Wir wollten sehr aggressiv spielen, was uns auch gelungen ist. Aber wir haben das Rebound-Verhältnis klar verloren, obwohl genau das bisher unsere Stärke war als bestes Rebound-Team der Liga. Ich kann meinen Spielern jedoch keinen Vorwurf machen. Wenn ich ihnen in die Augen geguckt habe, war der Wille auf jeden Fall da, sie sind jedem Ball nachgejagt. Durch unsere Ausfälle hatten wir eine sehr kurze Rotation. Wenn der etatmäßige Aufbauspieler fehlt, ist es natürlich nicht einfach. Kompliment an Marcel und Jonas, die haben ihre Einsatzzeit gut genutzt.“

Denis Wucherer (GIESSEN 46ers): „Wir sind sehr froh über unseren ersten Auswärtssieg. Wichtig war, dass wir aggressiv waren und den Weg zum Korb gefunden haben. Dadurch konnten wir viele Punkte innerhalb der Zone machen. Unsere Quoten bei den Dreiern und den Freiwürfen wären sonst nicht ausreichend gewesen. In der ersten Halbzeit haben wir elf Freiwürfe liegen lassen. Aber gegen das Hagener Tempo hilft unsere tiefe Rotation. Wir haben jetzt mit Bayreuth und Ulm wichtige Aufgaben vor uns, da müssen wir noch eine Schippe drauflegen.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – GIESSEN 46ers 76:95 (35:49)

Phoenix Hagen: Plaisted (20), Grof (15/1), Bell (11/2, 6 Reb., 6 Ass.), Godbold (10/2), Klassen (7/1), Keßen (6, 5 Reb.), Hess (6/1), Jasinski (1), Hass, Zahner-Gothen.

GIESSEN 46ers: Wells (21/2, 6 Reb., 6 Ass.), Bowlin (14/3), Scrubb (12/1, 10 Reb.), Sears (12, 7 Reb.), Obst (12/1), Völler (8), Saibou (6), Pluskota (4), Manigat (3), Evans (2, 5 Reb.), Lischka (1, 6 Reb.).

Stationen: 6:9 (5.), 16:21 (10.), 24:31 (15.), 35:49 (20.), 41:59 (25.), 51:69 (30.), 62:79 (35.), 76:95 (40.).

Zuschauer: 2.412

Fotos: Stefan Rauscher

 


 
 
 
 

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