ProA | 02.10.2016, 18:41 Uhr

Hypothek aus dem zweiten Viertel ist für Phoenix zu hoch

Das war zu wenig: Mit 70:83 (24:43) hat Phoenix Hagen am 3. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga gegen Science City Jena verloren. Den hohen Rückstand aus dem zweiten Viertel federten die Feuervögel im Laufe des Spiels etwas ab, konnten die Niederlage aber nicht verhindern. Vor 2.445 Zuschauern in der Arena am Ischeland wurde Hagens Kapitän David Bell mit 20 Punkten Topscorer der Partie.

David Bell wurde mit 20 Punkten Topscorer

David Bell wurde mit 20 Punkten Topscorer

Duell der Kolosse: Frease gegen Plaisted

Duell der Kolosse: Frease gegen Plaisted

Marcel Keßen spornt Chris Hass an

Marcel Keßen spornt Chris Hass an

Das Personal:

Phoenix begann mit Richard Williams, David Bell, Jonas Grof, Owen Klassen und Trent Plaisted. Jeremy Dunbar musste nach seinem easyCredit BBL-Debüt in Bremerhaven mit Rückenproblemen passen. Für Jena starteten Marcos Knight, Julius Jenkins, Wayne Bernard, Immanuel McElroy und Kenneth Frease.

Der Spielverlauf:

Den ersten Treffer der Partie erzielte Klassen für Phoenix. Sein Team verteidigte konzentriert und ließ fast drei Minuten keinen Punkt der Gäste zu. Dann jedoch fand Jena die Lücken, Frease, Knight und Jenkins trafen zum 2:6 (4.). Hagens Center Plaisted glich mit zwei verwandelten Freiwürfen aus (6.). Die Feuervögel gingen kurz in Führung, die sie dann aber wieder verloren. Ein Dreier von Klassen brachte ein 15:17 nach dem ersten Viertel.

Die Partie wurde nun fahrig. Zunächst blieb Phoenix nach Korbleger von Marcel Keßen zum 17:19 dran (12.). Danach gab es für die Hausherren kaum noch einen Weg zum gegnerischen Korb. Jena setzte sich so mit einem 8:0-Lauf zweistellig ab (15.). Lebenszeichen sendeten die Feuervögel etwa mit einem Dreier von Williams 22:29 (27.). Letztlich dominierten aber die Gäste, die bis zur Pause auf 24:43 enteilten.

Blitzschnell meldete Hagen sich zurück: Ein hart erkämpfter Korbleger von Adam Hess und ein Dreier von Chris Hass zum 29:43 euphorisierten die Halle (21.). Letzter drehte jetzt auf, verkürzte mit acht Punkten in unter zwei Minuten auf 34:45 (23.). Das hohe Hagener Tempo führte aber auch zu einigen Unkonzentriertheiten, die Jena eiskalt nutzte. Die Thüringer entkamen bis Viertelende auf 45:64.

Die Feuervögel kämpften wacker und reduzierten den Rückstand leicht. Gerade Bell punktete noch ordentlich. Jenas Center Frease musste nach disqualifizierendem Foul an Klassen vorzeitig vom Feld (34.). Am Ergebnis endete das nichts mehr. Dass Hagen das letzte Viertel mit 25:19 und damit auch die zweite Halbzeit insgesamt gewann, war nur eine Randnotiz.

Das Fazit:

Phoenix begann mit geordnetem Spielaufbau und gestaltete das erste Viertel ausgeglichen. Dann kam der Einbruch: Das 9:26 im zweiten Viertel blieb bis zum Ende eine zu hohe Hypothek. Die schwache Zweier-Wurfquote (36 Prozent Hagen, 56 Prozent Jena) offenbarte, dass auch in der zweiten Halbzeit die Treffer der Feuervögel einfach nicht fallen wollten. Auch unter den Körben (40 zu 46 Rebounds) zeigte sich Jena überlegen. Owen Klassens Double-double (13 Punkte, 11 Rebounds) war schließlich nur für Statistiker relevant.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Jena. Wir sind das Spiel konzentriert angegangen und haben zunächst so gespielt, wie wir es vorhatten. Leider haben wir dann einige einfache Würfe am Brett liegengelassen. Wie in Bremerhaven im vierten Viertel haben wir jetzt im zweiten Viertel mit minus 17 Punkten die Kontrolle verloren. Aus der Halbzeit sind wir sehr aggressiv herausgekommen, haben alles gegeben und auch die zweite Halbzeit gewonnen. Wenn du aber das Rebound-Duell verlierst, zu viele Turnover hast und schlechte Wurfquoten, kannst du kein Spiel gewinnen.“

Björn Harmsen (Science City Jena): „Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Jungs. Nach der anfänglich schwierigen Phase im Spiel haben sie alles rausgeholt und den Fokus hochgehoben. Wir haben clever gespielt. Es ist ja unsere Stärke, dass einige Jungs schon lange dabei sind. Unser wichtigstes Ziel war, keine Stimmung entstehen zu lassen. Von Anfang an wollten wir mit einer aggressiven Verteidigung Hagen das Leben schwer machen. Das ist uns gelungen. Mit der Führung zur Halbzeit hatten wir ein gutes Polster, das auch veranwortlich dafür war, dass wir das Spiel nach Hause gebracht haben.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Science City Jena 70:83 (24:43)

Phoenix Hagen: Bell (20/2), Hass (14/2), Klassen (13/1, 11 Reb.), Williams (9/1), Hess (6, 4 St.), Keßen (4), Plaisted (2, 9 Reb., 4 Ass.), Grof (2), Jasinski.

Science City Jena: Knight (17, 8 Reb., 5 Ass.), McElroy (11/1, 10 Reb.), Clay (11), Jenkins (10/1), Haukohl (8), Frease (8), Mackeldanz (8), Schmidt (6/1), Reyes-Napoles (4), Bernard.

Stationen: 4:6 (5.), 15:17 (10.), 17:27 (15.), 24:43 (20.), 36:51 (25.), 45:64 (30.), 55:73 (35.), 70:83 (40.).

Zuschauer: 2.445

Galerie: Phoenix Hagen vs. Science City Jena

 


 
 
 
 

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