easyCredit BBL | 30.09.2016, 21:09 Uhr

Phoenix Hagen verliert in Bremerhaven die Kontrolle

Auch im zweiten Spiel der easyCredit Basketball Bundesliga ging Phoenix Hagen leer aus. Vor 2.410 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven unterlagen die Feuervögel den Eisbären Bremerhaven mit 81:91 (44:46). Die Gäste verloren dabei im letzten Viertel die Kontrolle über die Partie.

Trent Plaisted steuerte 21 Punkte bei

Trent Plaisted steuerte 21 Punkte bei

David Bell verteilte sieben Assists

David Bell verteilte sieben Assists

Richard Williams sammelte 16 Zähler

Richard Williams sammelte 16 Zähler

Das Personal:

Phoenix Hagen musste in Bremerhaven auf seine Doppellizenzspieler verzichten. Dafür stand Jeremy Dunbar erstmals im Aufgebot. Bei Bremerhaven gab Karvel Anderson sein Debüt, David Brembly fehlte verletzt. Die Gastgeber starteten mit Jordan Hulls, Quincy Diggs, Fabian Bleck, Ivan Elliott und Harper Kamp. Für Hagen begannen Richard Williams, David Bell, Yannick Anzuluni, Owen Klassen und Trent Plaisted.

Der Spielverlauf:

In einem offensiv geführten Spiel konnte sich zu Beginn keine Mannschaft absetzen. Phoenix Hagen war darum bemüht, konsequenter als zuletzt gegen Göttingen über die Center zu spielen. Körperlich waren die Feuervögel an den Brettern überlegen. Die Eisbären trafen sehr gut aus der Distanz und versenkten gleich fünf Dreier im ersten Viertel. Nach zehn Minuten führte Bremerhaven mit 25:23.

Den zweiten Abschnitt eröffneten die Gastgeber mit einem 7:0-Lauf (12.). Doch Phoenix Hagen präsentierte sich spielerisch verbessert. Konsequent setzten die Feuervögel Owen Klassen und Trent Plaisted in Szene und drehten so das Spiel (36:38, 17.). Dank eines starken Harper Kamp, der vor der Pause 13 Punkte erzielte, rettete Bremerhaven einen 46:44-Vorsprung in die Kabine. Plaisted und Klassen kamen auf je elf Zähler. Jeremy Dunbar konnte ab der 14. Minute aufgrund erneuter Rückenprobleme nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

Die Mannschaft von Ingo Freyer bekam die Partie jetzt gut in den Griff und diktierte das Tempo. Aus einer konzentrierten Defensive liefen David Bell und Co. Schnellangriffe oder setzten weiterhin ihre Center ein. Bremerhaven wirkte nun fast ratlos. Phoenix Hagen versäumte es durch leichte Fehler, einen höheren Vorsprung als das 68:60 nach 30 Minuten herauszuspielen.

Bremerhaven gelang es mit Beginn des Schlussabschnitts, mehr Aggressivität ins Spiel zu bringen. Über eine verbesserte Defense, die vom aufgedrehten Adrian Breitlauch angeführt wurde, kauften die Eisbären den Hagenern den Schneid ab. Sie erkämpften sich die freien Bälle und kamen auch offensiv wieder in die Partie. Es dauerte bis zur 35. Minute, bis Owen Klassen die ersten Hagener Punkte im letzten Viertel erzielte. Da hatte die Führung aber schon gewechselt, Bremerhaven lag mit 72:68 vorne.

Nach einer Auszeit besannen sich die Feuervögel kurz auf ihre Stärken. Klassen und Plaisted kamen zu leichten Punkten und Richard Williams brachte Phoenix noch einmal die Führung zurück (74:76, 37.). Ohne Owen Klassen, der mit fünf Fouls vom Feld musste, konnten die Gäste dieses Momentum aber nicht ausnutzen. Wie zu Beginn fielen jetzt die Dreier der Norddeutschen, die die Partie letztlich souverän mit 91:81 gewinnen konnten, weil sie das letzte Viertel mit 31:13 für sich entschieden.

Das Fazit:

Phoenix Hagen zeigte sich lange Zeit spielerisch verbessert und verpasste einen höheren Vorsprung. Gegen Ende des dritten Abschnitts wurde das Hagener Spiel aber zunehmend kopfloser. Weder die Schützen konnte sich freimachen noch bekamen die überlegenen Center genug Bälle. Durch die Ballverluste und durch eine schlechte Schussauswahl lief das Hagener Spiel aus dem Ruder, auch Foulprobleme entstanden durch den fehlenden Rhythmus. In den letzten Minuten waren die Eisbären dann mental obenauf und kämpften die Feuervögel nieder.

Die Trainerstimmen:

Sebastian Machowski: „Ich habe der Mannschaft zu einem sehr wichtigen und am Ende auch verdienten Sieg gratuliert, den wir laut Statistik gar nicht hätten holen dürfen. Die 54 Hagener Punkte in der Zone sprechen Bände. Wir wollten uns im Vergleich zum Tübingen Spiel in der Verteidigung steigern, das ist uns leider nicht gelungen und muss beim Auswärtsspiel Frankfurt definitiv besser werden. So ein Schlussviertel, wie wir es gespielt haben, verlangt sehr viel Energie. Wir haben lange gebraucht, um die fünf Spieler zu finden, die dem Spiel die Wende geben können. Evan Smotrycz hat offensiv Akzente gesetzt und Jordan Hulls und Karvel Anderson haben in der Schlussphase wichtige Punkte getroffen. Spieler des Spiels war für mich jedoch Adrian Breitlauch, der die anderen mit seinem Einsatz und Kampfgeist förmlich mitgerissen hat.“

Ingo Freyer: „Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, zumindest bis zum 68:60 nach dem 3. Viertel. Auch im 4. Viertel ist zunächst nicht viel passiert, danach haben wir es aber nicht mehr geschafft, unsere Systeme durchzuspielen. Die vielen individuellen Schwächen in dieser Phase waren sehr frustrierend. Gerade für die großen Spieler. Wir haben den Ball im Schlussviertel einfach nicht mehr unter den Korb gebracht.“

Die Statistik:

Eisbären Bremerhaven: Kamp (21/1), Anderson (16/5), Hulls (13/3, 7 Ass.), Smotrycz (11/1), Bleck (8), Elliott (8/1), Austin (6), Diggs (5), Breitlauch (3), Wendt.

Phoenix Hagen: Plaisted (21, 11 Reb.), Williams (16/2), Klassen (13, 7 Reb.), Bell (13/1, 7 Ass.), Grof (6), Hess (5/1), Hass (3/1), Anzuluni (2), Keßen (2), Dunbar.

Stationen: 15:14 (10.), 25:23 (10.), 36:32 (15.), 46:44 (20.), 50:55 (25.), 60:68 (30.), 72:70 (35.), 91:81 (40.).

Zuschauer: 2.410

 


 
 
 
 

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