ProA | 24.09.2016, 20:53 Uhr

Zum Auftakt unterliegt Phoenix Hagen der BG Göttingen

Sieg zum Saisonstart verpasst: Phoenix Hagen hat zum Auftakt der easyCredit Basketball Bundesliga-Saison 2016/2017 mit 75:84 (39:43) gegen die BG Göttingen verloren. Vor 2.821 Zuschauern in der Arena am Ischeland verhinderten die Feuervögel am Ende aber mit hohem Einsatz eine noch deutlichere Niederlage.

Richard Williams lenkte das Hagener Spiel

Richard Williams lenkte das Hagener Spiel

Owen Klassen holte 9 Punkte und 13 Rebounds

Owen Klassen holte 9 Punkte und 13 Rebounds

Chris Hass in der Verteidigung gegen Veikalas

Chris Hass in der Verteidigung gegen Veikalas

Das Personal:

Fast alle Feuervögel waren fit zum Saisonstart. Jeremy Dunbar blieb mit Rückenproblemen draußen. Die erste Starting Five der neuen Spielzeit bildeten Richard Williams, David Bell, Adam Hess, Owen Klassen und Trent Plaisted. Bei der BG Göttingen begannen Jesse Sanders, Benas Veikalas, Mathis Mönninghoff, Adam Waleskowski und Scott Eatherton. Die Ex-Feuervögel Dominik Spohr und Malte Schwarz kamen von der Bank. Es fehlte Neuzugang Andrej Mangold, der sich in der Vorbereitung einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

Der Spielverlauf:


Dass Göttingen unter dem Korb deutlich kleiner aufgestellt war als Phoenix, schien Adam Waleskowski zunächst nicht zu interessieren. Der 2,03 Meter große Center brachte sein Team mit zwei Einzelaktionen in Führung. Die ersten Phoenix-Punkte der Saison steuerte Flügelspieler Hass bei, der erst einen Schuss von Veikalas blockte und dann auf der Gegenseite auf 2:4 verkürzte (3.). Die Führung durch Hass zum 9:7 (6.) brachte Schwung in das Hagener Spiel. Nach Plaisteds Korbleger lag Phoenix mit 13:8 vorn (7.). Kurz vor Viertelende sorgte Bells Dreier für ein 19:16.

Der nach einer Knöchelverletzung genesene Darius Carter brachte sein Team mit 20:19 in Führung (11.). Nicht nur beim Spielstand von 22:22, hergestellt durch Yannick Anzuluni (13.) blieb es für längere Zeit, auch das Spiel selbst gestaltete sich in dieser Phase äußerst ausgeglichen. Die Feuervögel zeigten sich in der Wahl ihrer Schützen sehr variabel: Williams, Klassen, Grof und Hess trafen. Bis zur Halbzeitpause ging aber Göttingen leicht in Front. Mit der Sirene erzielte Veikalas das 39:43 aus Hagener Sicht.

Kapitän Bell glich auf 43:43 aus (22.). Dann jedoch drehten die Veilchen auf und setzten sich zwischenzeitlich nach Dreier von Mönninghoff auf 53:45 ab (25.). Das Spiel entwickelte sich zu einem echten Kampf. Bell verkürzte per Dreier auf 51:55 (26.), die Veilchen erhöhten blitzschnell auf 51:60 (27.). Während die Partie zunehmend hitziger wurde, hielt Göttingen die Führung. Vor den entscheidenden letzten zehn Minuten hatte Phoenix einen Rückstand von 59:66 aufzuholen.

Daraus wurde aber erst einmal nichts, denn die Gäste setzten sich weiter ab. Zwischenzeitlich führten die Veilchen beim Stand von 61:80 sogar mit 19 Punkten (36.). Dadurch erschien ein Sieg der Feuervögel zunehmend unwahrscheinlicher. Dennoch gaben die Hausherren nicht auf und reduzierten den Rückstand noch deutlich. Dabei nahmen sie die Offense der BG für knapp dreieinhalb Minuten komplett aus dem Spiel. Den Schlusspunkt zum 75:84 setzte Trent Plaisted.

Das Fazit:

Ein Erfolg zum Saisonstart blieb den Feuervögeln verwehrt. Bis zum Ende des dritten Viertels blieb die Führung der Gäste aber knapp, erst danach brach Phoenix ein. Die Differenz der Wurfquoten war eher gering (38 zu 42 Prozent), unter den Körben lag Hagen mit 43 zu 42 Rebounds leicht vorn. Entscheidend waren eher die kleinen Fehler, die Phoenix oft um den erfolgreichen Abschluss brachten. Gelegenheit, diese abzustellen, haben die Feuervögel am kommenden Wochenende schon doppelt: am Freitag, 30. September, ab 18 Uhr bei den Eisbären Bremerhaven und am Sonntag, 2. Oktober, zu Hause gegen Science City Jena.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch, Göttingen hat zu Recht gewonnen. Wir haben unseren Rhythmus nicht gefunden. In der Offense konnten wir unsere Stärken nicht ausspielen. Wir hatten oft Gelegenheit, den Ball unter den Korb zu bringen, haben es aber nicht geschafft. Auch unsere freien Schützen haben wir nicht gefunden. Unsere Schwächen konnten wir nicht abstellen, 19 Turnover haben ihr Übriges getan. Wir müssen das genau analysieren, dann wird das nächste Spiel besser.“

Johan Roijakkers (BG Göttingen): „Ich bin sehr zufrieden mit dem ersten Sieg im ersten Spiel. Es war kein schönes Spiel zum Anschauen, beide Mannschaften müssen noch ihren Rhythmus finden. Aber Glückwunsch an meine Spieler, sie haben gut gekämpft. Die Nachverpflichtungen von Adam Waleskowski und Benas Veikalas waren wichtig für uns. Jesse Sanders braucht noch Zeit, aber in der ersten Halbzeit hat Leon Williams gut übernommen.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – BG Göttingen 75:84 (39:43)

Phoenix Hagen: Bell (17/3, 6 Ass.), Hess (14/3, 6 Reb.), Williams (10, 3 St.), Klassen (9, 13 Reb.), Plaisted (8, 5 Reb.), Hass (7/1), Grof (5, 5 Reb.), Anzuluni (5), Keßen.

BG Göttingen: Waleskowski (17/1, 8 Reb., 3 St.), Eatherton (13, 10 Reb.), Mönninghoff (12/2, 5 Reb.), Carter (12, 6 Reb.), Veikalas (10/2, 5 Reb.), Sanders (7/1, 9 Ass.), Williams (7), Spohr (6), Schwarz.

Stationen: 6:7 (5.), 19:16 (10.), 27:27 (15.), 39:43 (20.), 47:53 (25.), 59:66 (30.), 61:78 (35.), 75:84 (40.).

Zuschauer: 2.821

Galerie: Phoenix Hagen vs. BG Göttingen

 


 
 
 
 

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