ProA | 01.05.2016, 19:29 Uhr

Feuervögel jubeln mit Covington über Heimsieg im Saisonfinale

Ein versöhnliches Ende einer in vielerlei Hinsicht unglaublichen Spielzeit 2015/2016: Phoenix Hagen feierte einen 94:83 (44:40)-Sieg über die Crailsheim Merlins im Saisonfinale der Beko Basketball Bundesliga. Eine Gala-Vorstellung der Feuervögel in der zweiten Hälfte besiegelte den Erfolg vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ischeland – und einem ganz besonderen Gast.

David Bell wurde mit 26 Punkten Topscorer

David Bell wurde mit 26 Punkten Topscorer

Phoenix-Headcoach Ingo Freyer

Phoenix-Headcoach Ingo Freyer

D.J. Covington in der Arena am Ischeland

D.J. Covington in der Arena am Ischeland

Die Fans feierten die Mannschaft: „Erstklassig!“

Die Fans feierten die Mannschaft: „Erstklassig!“

Das Personal:

Am meisten umjubelt wurde eine Personalie schon vor dem Sprungball: D.J. Covington kehrte zum ersten Mal nach seiner dramatischen Verletzung in der Partie gegen Bamberg zurück in die Arena am Ischeland. Zum Ende der Spielervorstellung wurde er im Rollstuhl auf den Court geschoben, verfolgte das Spiel von der Seitenlinie aus – und konnte in der Halbzeit sogar einen eigenen Treffer bejubeln. Auch der ebenfalls verletzte J.J. Mann wurde gefeiert. In der Starting Five standen Niklas Geske, Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott und Owen Klassen. Die Crailsheim Merlins begannen mit Jordan Callahan, Antonio Graves, Shyron Ely, Konrad Wysocki und Adam Chubb.

Der Spielverlauf:

Traumstart für Phoenix Hagen: Die Feuervögel kamen gut in die Partie und konnten sich früh auf 11:3 nach drei Freiwürfen von Jefferson absetzen (3.). Die für Hagen so wichtigen Dreier wollten jedoch zunächst nicht fallen. Ivan Elliott ließ den Knoten mit einem Distanztreffer zum 16:7 platzen (5.). Doch auch Crailsheim traf jetzt durch Graves und Callahan vom Parkplatz. Bis zur Viertelpause hatten sich die Merlins auf 25:24 herangekämpft.

Adam Hess holte sich mit zwei Defensiv-Rebounds innerhalb von 30 Sekunden seinen 1.000. Abpraller in der Beko BBL. Zwischendurch setzte er noch einen Dreier zum 30:24 ab (12.). Die Feuervögel blieben auch in der Defense konzentriert, obwohl sie früh ihr fünftes Teamfoul erhielten. Dennoch konnten sie ihre Führung weiter halten. Kurz vor der Pause kam Crailsheim bis auf 40:38 zurück (19.). 44:40 lautete der Halbzeitstand.

Phoenix bekam seine Gäste immer mehr in den Griff. Fast drei Minuten brauchte Crailsheim bis zum ersten Treffer in der zweiten Hälfte durch Shyron Ely zum 50:43. Die Feuervögel enteilten zweistellig. Elliotts Dreier zum 56:43 brachte ein bequemes Polster (24.). Schöne Kombinationen und sehenswerte Einzelaktionen wie Bells Steal mit anschließendem Korbleger zum 61:46 prägten das Spiel (28.). Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung 18 Zähler.

Im Schlussviertel wurde es noch einmal eng. Die Crailsheimer erhöhten die Aggressivität und zogen ihr Offensivspiel konsequenter durch. Graves brachte sein Team erst auf 73:67, dann auf 75:69 heran (35.). Die Crunchtime dominierte dann wieder Phoenix. Tip-in von Klassen, schwungvoller Korbleger von Geske – 81:70 (36.). Das war die Vorentscheidung. Spieler und Fans feierten den 94:83-Sieg, während D.J. Covington die Humba anstimmte.

Das Fazit:

Eine irre Saison ist für Phoenix Hagen zu Ende gegangen. Die Partie gegen Crailsheim bot am 34. Spieltag nach vielen Höhen und Tiefen noch einmal Anlass zu Partystimmung. Der Sieg fiel am Ende zweistellig aus. Dabei punkteten die Merlins aus dem Feld deutlich mehr (58:69). Doch die Feuervögel bekamen 41 Freiwürfe zugesprochen, von denen sie 36 im Netz unterbrachten. Phoenix Hagen beendete die Saison mit 14 Siegen auf Rang 13 der Tabelle. Am Ende zählten vor allem der Sieg, der gelungene Saisonabschluss – und die Rückkehr von D.J. Covington.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Das war ein sehr, sehr emotionaler Abend. Unser Team war beim Einlaufen komplett, inklusive J.J. Mann und D.J. Covington. Es ist immer eine besondere Situation, hier in der Arena am Ischeland zu spielen. Es war eine ungewöhnliche Saison. Mit 14 Siegen sind wir sehr, sehr zufrieden. Es ist ein gutes Gefühl, mit einem Sieg in die Sommerpause zu gehen. Jetzt geht es darum, ein neues Team zu bilden und in der Zukunft noch besser zu spielen.“

Tuomas Iisalo (Crailsheim Merlins): „Hagen hat trotz der vielen Verletzungen bis zum Ende gekämpft. Die Mannschaft spielt sehr attraktiv. Unser Start ins erste und dritte Viertel war katastrophal. Das ist schwer zu erklären. Wir haben Hagen 41 Freiwürfe zugestanden, das ist bei Werfern wie Bell und Jefferson ein großes Problem. Insgesamt bin ich enttäuscht von den zehn Spielen, in denen ich die Mannschaft betreut habe. Unsere Team-Defensive und die Transition Defense waren die Hauptprobleme. Wenn du den Ball immer aus dem Netz holen musst, wird es auch in der Offensive schwierig.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Crailsheim Merlins 94:83 (44:40)

Phoenix Hagen: Bell (26, 8 Ass.), Jefferson (20/1), Elliott (18/2), Geske (13/1), Klassen (7, 8 Ass.), Hess (6/2), Grof (4), Jasinski, Krume, Zahner-Gothen.

Crailsheim Merlins: Graves (22/4), Stainbrook (16), Jost (12/1), Ely (11/2), Chubb (8), Callahan (6/2, 10 Ass.), Cizaukas (6, 7 Ass.), Schwartz (2), Wysocki.

Stationen: 16:7 (5.), 25:24 (10.), 33:27 (15.), 44:40 (20.), 56:43 (25.), 67:56 (30.), 77:70 (35.), 94:83 (40.).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Galerie: Phoenix Hagen vs. Crailsheim Merlins

 


 
 
 
 

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