ProA | 24.04.2016, 17:41 Uhr

Phoenix hält Göttingen in der Crunchtime nicht mehr stand

Bis zur Mitte des Schlussviertels war die Partie ausgeglichen, dennoch unterlag Phoenix Hagen der BG Göttingen mit 83:96 (43:52). Die Feuervögel kämpften sich nach Rückstand auf 71:70 in der 33. Minute des Beko Basketball Bundesliga-Spiels zurück. Vor 3.090 Zuschauern in der Arena am Ischeland hatten die Veilchen am Ende aber das bessere Wurfhändchen.

David Bell wurde mit 24 Punkten Topscorer

David Bell wurde mit 24 Punkten Topscorer

Julian Jasinski überzeugte mit 7 Zählern

Julian Jasinski überzeugte mit 7 Zählern

Der genesene Geske kam zu einem Kurzeinsatz

Der genesene Geske kam zu einem Kurzeinsatz

Owen Klassen musste mit fünf Fouls raus

Owen Klassen musste mit fünf Fouls raus

Das Personal:

Niklas Geske kehrte nach überstandener Magen-Darm-Grippe zurück. Für die Feuervögel starteten wie zuletzt gegen Ludwigsburg Brandon Jefferson, David Bell, Julian Jasinski, Ivan Elliott und Owen Klassen. Göttingens Headcoach Johan Roijakkers musste auf Khalid El-Amin (Bandscheibenvorfall) verzichten, für den die Saison beendet ist. Die BG begann mit Terrell Everett, David Godbold, Geburtstagskind und Ex-Feuervogel Dominik Spohr, Harper Kamp und Ian Hummer.

Der Spielverlauf:

Die Partie begann sehr ausgeglichen, wobei Hagen häufiger vorne lag. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste konzentrierten sich eher auf das Spiel unter dem Korb. Bells Dreier zum 8:5 (4.) blieb der einzige Distanztreffer beider Teams im ersten Viertel. Dabei traf es besonders die BG mit neun erfolglosen Versuchen hart. Aus der Nahdistanz fanden aber sechs von sieben Würfen ihren Weg in die Reuse. Phoenix hielt eine knappe 19:18-Führung.

Es blieb extrem eng mit vielen Führungswechseln. Göttingens Spiel konzentrierte sich auf die wuchtigen Power Forwards Kamp und Hummer, die beide früh zweistellig scorten. Phoenix setzte auf Bells Zug zum Korb wie beim 21:21 (12.). Klassen nutzte einfache Korbleger, Jasinski tippte zum 27:27 ein (14.). Ab Mitte des Viertels setzte sich Göttingen leicht ab. In die Pause ging es mit einem Hagener Rückstand von neun Punkten beim 43:52.

Phoenix kam mit viel Energie aus der Kabine. Das zeigte sich spätestens bei Bells Dreier zum 52:56 (24.). Auch in der Defense standen die Feuervögel jetzt sicherer. Nach Hummers Korbleger zum 54:62 (26.) blieben die Gäste über drei Minuten ohne Treffer. Jasinskis Dreier und Bells And-One reduzierten den Rückstand auf zwei Punkte (28.). 62:66 hieß es, als die letzten zehn Minuten anbrachen.

Grof und Hess zogen Fouls bei ihren Korblegern und verkürzten von der Linie nervenstark auf 68:70 (32.). Es folgte munteres Dreierschießen: Jefferson, Mönninghoff, Bell, Godbold – 74:77 nach dessen Bonus-Freiwurf (34.). Phoenix verpasste danach die wichtigen Würfe und schon war Göttingen auf 74:84 enteilt (36.). Es blieb spannend, da Phoenix zumindest bis auf sechs Punkte zurückkam. Doch die entscheidenden Dreier fielen nicht. Göttingen siegte 96:83.

Das Fazit:

Kleinigkeiten entschieden das Spiel, in das Phoenix sich zurückgekämpft hatte. Insgesamt war Göttingen sicherer im Wurf (54 zu 36 Prozent aus dem Feld) und stärker im Zusammenspiel (34 zu 19 Assists). Der Rebound war annähernd ausgeglichen, obwohl Klassen und Jasinski mit fünf Fouls ausschieden. Hagens Topscorer wurde David Bell mit 24 Punkten. Bei Göttingen ragten Everett (24), Hummer (23) und Kamp (22) heraus. Für den rechnerischen Klassenerhalt am 32. Spieltag waren die Feuervögel auf eine Niederlage des Mitteldeutschen BC gegen Bonn am Abend angewiesen.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Bei uns muss alles zusammenkommen, um zu gewinnen. Die Dreier müssen fallen, wir müssen den Rebound ausgeglichen gestalten, dürfen nicht zu viele Fouls kassieren und alle müssen Normalform haben. Nur dann ist ein Sieg möglich. Unsere deutschen Spieler waren okay. Ivan Elliott stand heute neben sich, das war ein Problem für uns. Dann haben wir nur sechs von 29 Dreiern getroffen. Brandon Jefferson trifft nur einen von neun Distanzwürfen und nicht neun von 14 wie in Tübingen. Dann verlierst du so ein Spiel. Wir haben alles gegeben, ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

Johan Roijakkers (BG Göttingen): „Respekt vor Hagen, die Situation des Klubs ist sehr schwierig. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir haben heute allerdings nicht gut von außen geworfen und hatten viele Ballverluste. Es war ein Wochenende mit 80 Spielminuten, für die ich insbesondere meine Amerikaner zusätzlich motivieren wollte. Das hat funktioniert.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – BG Göttingen 83:96 (43:52)

Phoenix Hagen: Bell (24/3, 8 Ass.), Klassen (18, 7 Reb.), Jefferson (10/1), Hess (8/1), Jasinski (7/1), Grof (6), Krume (6), Elliott (4), Geske.

BG Göttingen: Everett (24, 7 Ass.), Hummer (23), Kamp (22, 11 Reb.), Mönninghoff (9/2), Godbold (6/1), Boykin (6/2), Schwarz (4/1), Kulawick (2), Spohr.

Stationen: 12:12 (5.), 19:18 (10.), 29:33 (15.), 43:52 (20.), 54:60 (25.), 62:66 (30.), 74:82 (35.), 83:96 (40.).

Zuschauer: 3.090

Galerie: Phoenix Hagen vs. BG Göttingen

 


 
 
 
 

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