ProA | 14.04.2016, 21:52 Uhr

Dreierfestival zu Beginn reicht nicht zum Sieg in Frankfurt

Trotz starken Beginns mit fünf getroffenen Dreiern in Serie hat Phoenix Hagen mit 70:86 (38:48) bei den FRAPORT SKYLINERS verloren. Vor 2.260 Zuschauern in der Fraport Arena machten die Gastgeber im dritten Viertel den Sack zu. Die Partie des 33. Spieltags der Beko Basketball Bundesliga war vom 29. April vorverlegt worden, da für die Frankfurter an diesem Tag das Final Four des FIBA Europe Cup beginnt.

Niklas Geske im Spielaufbau

Niklas Geske im Spielaufbau

Brandon Jefferson gegen John Little

Brandon Jefferson gegen John Little

Ingo Freyer und sein Team in der Auszeit

Ingo Freyer und sein Team in der Auszeit

Das Personal:

Für die SKYLINERS starteten Jordan Theodore, Quantez Robertson, Aaron Doornekamp, Danilo Barthel und Johannes Voigtmann. Phoenix-Headcoach Ingo Freyer schickte in Brandon Jefferson, David Bell, Jonas Grof, Ivan Elliott und Owen Klassen die gleiche Starting Five aufs Parkett wie beim furiosen 102:81-Sieg gegen den Mitteldeutschen BC am vergangenen Samstag.

Der Spielverlauf:

Die Feuervögel begannen gegen Frankfurt so, wie sie gegen die Wölfe aufgehört hatten: mit munterem Dreipunkteschießen. Elliott, Grof und zweimal Jefferson trafen aus der Distanz und besorgten so eine 12:5-Führung für die Gäste (4.). Frankfurts Coach Gordon Herbert nahm das zum Anlass, nach einer Auszeit auf einen Schlag die komplette Starting Five auszuwechseln. Konstantin Klein, Philip Scrubb, John Little, Johannes Richter und Mike Morrison drehten den Rückstand binnen vier Minuten in eine 15:12-Führung. Adam Hess traf den fünften Hagener Dreier in Serie zum Ausgleich (8.). Mit einem And-One zum 19:18 (9.) holte Niklas Geske die ersten Hagener Punkte des ersten Viertels, die nicht von jenseits der Dreierlinie erzielt wurden.

Frankfurt setzte sich auf 25:18 ab (11.). Die Feuervögel fanden zurück ins Spiel, indem sie ihre Dreierversuche einschränkten und unter den Körben präsenter wurden. Per Korbleger holte Elliott den 27:27-Ausgleich (14.). Nach kurzer Hagener Führung übernahmen wieder die Gastgeber. In der Defense ließen sie kaum etwas zu, vorne kamen sie zu leichten Punkten. Theodores Treffer zum 46:36 ließ den Frankfurter Vorsprung erstmals zweistellig werden (20.). Bei der Differenz von zehn Punkten blieb es auch zur Pause mit dem Stand von 48:38.

Die Frankfurter kamen frischer aus der Kabine und dominierten jetzt das Spiel. Vor allem der nachverpflichtete Scrubb drehte auf und traf gleich drei wichtige Dreier. Auch Max Merz war aus der Distanz zum 74:54 erfolgreich (30.). Damit war die Partie im Prinzip entschieden. Das Schlussviertel entschied Phoenix mit 16:12 für sich, was eine Niederlage aber nicht mehr verhindern konnte. Für den Endstand von 86:70 sorgte Moritz Krume nach Assist von Jonas Grof.

Das Fazit:

Spektakulär waren die fünf getroffenen Hagener Dreier zu Beginn. Im weiteren Spielverlauf folgten jedoch nur noch vier weitere. Auch für zwei war Phoenix nicht wesentlich treffsicherer. Die Quoten von 61,0 Prozent für Frankfurt und 42,1 Prozent für Hagen sprechen Bände. Bitter für Phoenix neben der Niederlage, dass J.J. Mann im Schlussviertel schlimm mit dem Fuß umknickte. Optimistisch stimmte dagegen die engagierte Leistung der Nachwuchskräfte. Mit einer rein deutschen Formation aus Geske, Zahner-Gothen, Grof, Jasinski und Krume beendete Phoenix die Partie. Schon am Samstag um 20.30 Uhr folgt für Hagen bei den WALTER Tigers Tübingen der zweite Teil der Auswärtstour.

Die Trainerstimmen:

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): „Von der mentalen Einstellung unserer Starter bin ich heute sehr enttäuscht. Sie waren nicht bereit zu spielen. Zu Beginn des Spiels gab es nur eine Mannschaft auf dem Feld, die mit Intensität agiert hat, und das war Hagen. Glücklicherweise hatten wir heute unsere Bank und Hagen früh Foulprobleme. Sie spielen durch die Verletzung von D.J. Covington nur mit einem richtigen Center, das macht es für sie nicht leicht. Unsere Bank hat mit guter Intensität gespielt. Manchmal gibt es eben solche Spiele. Das Wichtigste ist, dass wir morgen zurück ins Training kommen und aus diesem Spiel unsere Lehren ziehen.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Frankfurt und Glückwunsch zu diesem Team. Die kleinen Spieler von Frankfurt sind nicht unbedingt sehr viel größer als unsere, aber ihre taffe Art in jeder Sekunde der Partie ist wirklich bemerkenswert. Das hat einen Riesenunterschied ausgemacht, davon können wir uns viel abschauen. Gerade diese mentale Stärke macht unheimlich viel aus. Wir wollten in der zweiten Halbzeit ihrer Toughness unsere eigene entgegensetzen, sind dann aber ganz schnell in Foulprobleme geraten. Dies hat dann zu der Phase geführt, in der Frankfurt das Spiel endgültig entschieden hat.“

Die Statistik:

FRAPORT SKYLINERS – Phoenix Hagen 86:70 (48:38)

FRAPORT SKYLINERS: Scrubb (26/3), Theodore (12, 9 Ass.), Morrison (12), Doornekamp (11, 9 Reb.), Richter (8), Merz (7/1), Little (5/1), Voigtmann (3), Robertson (2), Barthel, Klein.

Phoenix Hagen: Jefferson (13/3), Elliott (11/1), Mann (10/2), Klassen (10), Hess (8/1), Grof (7/1), Geske (6/1), Krume (5), Bell, Jasinski, Zahner-Gothen.

Stationen: 7:12 (5.), 23:18 (10.), 29:29 (15.), 48:38 (20.), 64:48 (25.), 74:54 (30.), 81:58 (35.), 86:70 (40.).

Zuschauer: 2.260

Fotos: Julian Reckmann

 


 
 
 
 

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