ProA | 09.04.2016, 21:09 Uhr

Phoenix triumphiert beim wichtigen Heimsieg gegen den MBC

Die Situation schien dramatisch für Phoenix Hagen nach dem Punkteabzug durch den Lizenzligaausschuss der Beko Basketball Bundesliga. Vor dem Spiel stimmten der Aufsichtsratsvorsitzende Sven Eklöh und Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz die 3.059 Zuschauer in der Arena am Ischeland auf den Kampf um den Klassenerhalt ein. Bei lautstarker Unterstützung der Fans entschieden die Feuervögel eines der wichtigsten Spiele der Saison am 29. Spieltag mit 102:81 (50:48) gegen den Mitteldeutschen BC für sich.

Jefferson wurde mit 20 Punkten Topscorer

Jefferson wurde mit 20 Punkten Topscorer

J.J. Mann zeigte große Entschlossenheit

J.J. Mann zeigte große Entschlossenheit

Ingo Freyer stellte sein Team stark ein

Ingo Freyer stellte sein Team stark ein

Hagens OB Erik O. Schulz zu Gast bei Phoenix

Hagens OB Erik O. Schulz zu Gast bei Phoenix

Das Personal:

Für die Feuervögel standen Brandon Jefferson, David Bell, Jonas Grof, Ivan Elliott und Owen Klassen in der Starting Five. Bei den Wölfen begannen Marcus Hatten, Frantz Massenat, Dominique Johnson, TaShawn Thomas und Chris Otule.

Der Spielverlauf:


Die Feuervögel setzten früh auf ihre Dreierstärke: Jefferson und Elliott trafen die ersten beiden Körbe jeweils aus der Distanz. Die Wölfe dagegen kamen eher durch Korbleger zu Punkten. Einen 8:13-Rückstand (4.) wandelte Phoenix in weniger als einer Minute in eine 14:13-Führung um. Das Hagener Patentrezept waren weiterhin Treffer vom Parkplatz. Adam Hess war der glückliche Schütze, der gleich viermal erfolgreich war und den Vorsprung zum 28:19 in die Höhe schraubte (9.).

In Person von Hatten und Massenat entdeckten nun auch die Wölfe das Dreierwerfen für sich. Der nachverpflichtete James Southerland verkürzte ebenfalls für drei auf 36:34 (13.). Durch Treffer von Louis Darby und Thomas übernahm der MBC wieder die Führung. Die wechselte in dieser extrem engen Phase jedoch mehrfach. Mit dem ersten Hagener Dreier im zweiten Viertel holte Jefferson eine 48:45-Führung (19.). In die Pause ging es mit 50:48.

Phänomenal begann die zweite Hälfte. Die Feuervögel spielten sich in einen wahren Offensiv-Rausch. Den 10:0-Lauf von Klassen, Elliott und Jefferson konnte erst Otule zum 60:50 stoppen (22.). Die Hagener Führung blieb zweistellig, da Elliott, Mann und Jefferson weitere Dreipunktewürfe hinterherschoben. Mann erreichte mit dem 79:61 den bis dahin höchsten Vorsprung von 18 Punkten (29.). Bei dieser Differenz blieb es auch, als mit einem 81:63 das Schlussviertel anbrach.

Zwei Minuten brauchte es bis zum nächsten Treffer der Partie, einem Dreier von Elliott. Gegen diese 21 Punkte Rückstand kämpften die Wölfe in den letzten Minuten an. Bis auf zwölf Punkte schmolz der Hagener Vorsprung zwischenzeitlich tatsächlich noch. Doch zwei Dreier von Mann und Bell zum 94:76 waren schon so etwas wie die Vorentscheidung (36.). Die magische 100-Punkte-Marke knackte Mann. Jefferson sorgte für den Endstand von 102:81.

Das Fazit:

Die Halbzeitführung nur knapp, der direkte Konkurrent lauert auf Fehler – und was machen die Feuervögel? Legen ein sensationelles drittes Viertel mit 31:15 hin. Den Sieg ließ sich Phoenix danach nicht mehr nehmen. 16 von 33 Dreiern (48 Prozent) waren ein Schlüssel zum Erfolg. Den sonst ebenfalls aus der Distanz wurfstarken MBC kontrollierten die Hagener und ließen nur 6 von 22 Dreiern zu (27 Prozent). Den Rebound gewannen die Gastgeber mit 44:35. Gleich sechs Hagener Spieler um Topscorer Brandon Jefferson (20) punkteten zweistellig. Kapitän David Bell gelang mit 15 Punkten und 12 Assists sein erstes Double-double.

Die Trainerstimmen:


Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Das war ein wichtiger Sieg, aber eben auch nur ein Sieg. Wir müssen in den letzten fünf Spielen so weitermachen. Wir brauchen unbedingt weitere Siege. Die Stimmung im Team war gut, aber wir müssen eben immer konzentriert bleiben. Im dritten Viertel haben wir konsequent verteidigt und darum auch offensiv gut gespielt. Im letzten Viertel haben wir das Spiel dann gut zu Ende gebracht. Wir haben heute in wichtigen Phasen die Dreier getroffen. Aber es ist nichts entschieden, wir müssen weiter hart arbeiten.“

Predrag Krunic (Mitteldeutscher BC): „Es war ein verdienter Sieg für Hagen. Im dritten Viertel haben wir das Spiel verloren. Da haben wir schlecht verteidigt und offensiv falsche Entscheidungen getroffen. Wir haben in dieser Phase viele leichte Punkte zugelassen. Hagen hat in der zweiten Hälfte besser verteidigt, das war entscheidend.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Mitteldeutscher BC 102:81 (50:48)

Phoenix Hagen: Jefferson (20/4), Elliott (19/5, 8 Reb.), Mann (18/2, 9 Reb.), Bell (15/1, 12 Ass.), Hess (12/4), Klassen (10), Geske (8), Grof, Krume.

Mitteldeutscher BC: Thomas (16/1), Massenat (16/2, 7 Ass.), Southerland (15/1, 10 Reb.), Hatten (12/2, 8 Reb., 9 Ass.), Otule (10), Johnson (6), Darby (6), Haukohl, Zinn, Maier.

Stationen: 14:13 (5.), 28:21 (10.), 37:38 (15.), 50:48 (20.), 71:54 (25.), 81:63 (30.), 88:76 (35.), 102:81 (40.).

Zuschauer: 3.059

Galerie: Phoenix Hagen vs. Mitteldeutscher BC

 


 
 
 
 

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