easyCredit BBL | 06.03.2016, 17:37 Uhr

Dramatische Verletzung überschattet Spiel gegen Meister

Phoenix Hagen hat am 25. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 66:87 (27:42) gegen die Brose Baskets verloren. Schwerer als die Niederlage wog die schlimme Knieverletzung von D.J. Covington, die er sich im zweiten Viertel zuzog. Vor 3.054 Zuschauern in der Arena am Ischeland siegten schließlich die Bamberger in einem Spiel, in dem das Sportliche in den Hintergrund rückte.

D.J. Covington wurde notärztlich behandelt

D.J. Covington wurde notärztlich behandelt

Bambergs Nicolo Melli gegen Ivan Elliott

Bambergs Nicolo Melli gegen Ivan Elliott

Die Partie verlief zunächst recht ausgeglichen. Hagen verteidigte gut und führte sogar mit 11:6 (6.). Bamberg wurde stärker und übernahm die Führung. Beim Stand von 22:29 (15.) dann der Schock für Phoenix: D.J. Covington verletzte sich beim Zurücklaufen auf Höhe der Mittellinie so dramatisch am linken Knie, dass er notärztlich behandelt werden musste. Die Diagnose lautete auf Knieluxation. Die Partie wurde minutenlang unterbrochen.

Covington wurde von Sanitätern auf einer Trage vom Feld herunter transportiert. Die Ärzte berieten über die medizinische Vorgehensweise. Der US-Amerikaner wurde in eine Dortmunder Spezialklinik gebracht. Am Abend sollte zum Ausschluss von Gefäß- und Nervenverletzungen eine Notfall-MRT-Untersuchung vorgenommen werden. In Gedanken waren und sind alle Beteiligten bei Covington. Beiden Teams und dem Publikum war die Bestürzung deutlich anzumerken. Sechs Zuschauer mussten nach dem schockierenden Anblick aufgrund von Kreislaufproblemen über längere Zeit medizinisch betreut werden. Mit der Verletzung von D.J. Covington war die Partie eigentlich beendet. Das Ergebnis von 66:87 wurde zur Nebensache.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Über ein Spiel zu sprechen, das ist bei so einer Verletzung wie bei der von D.J. Covington unmöglich. Eine so dramatische Verletzung sieht man selten im Sport. Meine Mannschaft ist sehr, sehr traurig. D.J. ist nicht nur ein Mitspieler, sondern ein Freund. Es tut unglaublich weh, so etwas mitzuerleben.“

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): „Ich möchte eigentlich nur über D.J. sprechen. Es ist hart, an andere Dinge zu denken. Wir sind zwar Profis, das ist unser Job. Aber es war heute so schwer. Hagen spielt eine tolle Saison. Wir sind aus Litauen gekommen und hatten uns auf eine harte Aufgabe vorbereitet. Mehr kann ich nicht sagen. Alles, alles Gute für D.J.!“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Brose Baskets 66:87 (27:42)

Phoenix Hagen: Mann (15/2), Elliott (9, 8 Reb.), Bell (9/2, 7 Ass.), Hess (9/3), Klassen (8), Grof (5), Covington (4), Jasinski (3/1), Keßen (2), Jefferson (2), Zahner-Gothen, Geske.

Brose Baskets: Melli (15/1, 9 Reb.), Theis (15/1, 14 Reb.), Heckmann (11), Staiger (11/3), Nikolic (7/1), Zisis (7/1), Wanamaker (6), Radosevic (6), Strelnieks (6), Harris (3).

Stationen: 5:6 (5.), 16:21 (10.), 22:29 (15.), 27:42 (20.), 37:52 (25.), 51:66 (30.), 58:78 (35.), 66:87 (40.).

Zuschauer: 3.054

Galerie: Phoenix Hagen vs. Brose Baskets

 


 
 
 
 

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