easyCredit BBL | 26.02.2016, 22:42 Uhr

Phoenix zieht beim Offensiv-Spektakel in Oldenburg den Kürzeren

In einem attraktiven und teilweise spektakulären Spiel musste sich Phoenix Hagen bei den EWE Baskets Oldenburg mit 86:103 (45:63) geschlagen geben. Dabei kämpften sich die Feuervögel am 24. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit einem 15:0-Lauf im dritten Viertel nach einem 18-Punkte-Rückstand zurück. Doch vor 4.889 Zuschauern in der EWE Arena behielten die Hausherren am Ende die Oberhand.

Point Guard Brandon Jefferson hebt ab

Point Guard Brandon Jefferson hebt ab

David Bell traf seine ersten vier Dreier im Spiel

David Bell traf seine ersten vier Dreier im Spiel

Headcoach Ingo Freyer mit Niklas Geske

Headcoach Ingo Freyer mit Niklas Geske

Die mitgereisten Hagener Fans im Gästeblock

Die mitgereisten Hagener Fans im Gästeblock

Das Personal:

Die EWE Baskets Oldenburg hatten keine Zeit zum Verschnaufen, nachdem sie erst am Mittwoch im Hinspiel des Eurocup-Achtelfinales mit 78:76 beim französischen Klub SIG Strasbourg siegten. Trainer Mladen Drijencic bot Scott Machado, Chris Kramer, Rickey Paulding, Nemanja Aleksandrov und Brian Qvale in der Starting Five auf. Als siebter Ausländer musste Klemen Prepelic pausieren. Für Phoenix Hagen starteten Brandon Jefferson, Niklas Geske, Ivan Elliott, Owen Klassen und D.J. Covington.

Der Spielverlauf:

Covington eröffnete die Partie zugunsten der Hagener mit einem erfolgreichen And-One. Phoenix blieb zunächst in Führung, musste sie aber nach Pauldings Treffer zum 8:7 abgeben (3.). Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit vielen Führungswechseln. Hagens Kapitän David Bell erwies sich einmal mehr als Dreipunkte-Maschine: Er traf alle seiner vier ersten Versuche. Zudem waren Elliott und Jefferson je einmal aus der Distanz erfolgreich. Die Oldenburger dagegen trafen nur einen aus fünf Dreiern im ersten Viertel; der tat als Buzzerbeater von Chris Kramer zum 32:28 aber besonders weh.

Die Oldenburger machten im zweiten Viertel deutlich mehr Druck und punkteten mit viel Zug zum Korb. Paulding traf per Freiwurf zum 42:32 zur ersten zweistelligen Führung (13.). In der schwächelnden Phoenix-Offense spielten Ballverluste und Fehlwürfe entscheidende Rollen. Nach einer knappen Viertelstunde gelang Jefferson immerhin wieder ein Dreier zum 46:37; es sollte der einzige Distanztreffer der Feuervögel im zweiten Viertel bleiben. Bell blieb in diesem Spielabschnitt gar ganz ohne Punkte. So hatte Phoenix beim Halbzeitstand von 63:45 einen enormen Rückstand vor der Brust.

Hagen arbeitete sich auf 63:50 heran (22.), Doch Oldenburg antwortete mit ebenfalls fünf Punkten am Stück. Wie aus dem Nichts spielten sich die Feuervögel in einen Rausch. Der im zweiten Viertel punktlose Bell traf zwei Korbleger und einen Dreier, auch Mann traf aus der Distanz. Jefferson blieb bei drei Freiwürfen zum 70:63 nervenstark (26.). Mann verkürzte sogar auf 70:67 (27.). Den sagenhaften 15:0-Lauf der Hagener stoppte erst nach fast vier Minuten Chris Kramer per Freiwurf. Phoenix war nah dran am Ausgleich. Wie am Ende des ersten Viertels gelang Oldenburg ein Treffer mit der Sirene, als Qvale zum 78:71 einlochte.

Das Schlussviertel gingen die Oldenburger energisch an, sodass sie schnell wieder zweistellig vorne lagen. Machado traf per Dreier zum 84:71 (32.). In etwa diesen Vorsprung hielt Oldenburg in der Folge souverän. Durch einen Dreier von Hess kam Phoenix zum 90:81 (37.), konnte aber keine neue Aufholjagd starten. Oldenburgs Jan Niklas Wimberg knackte aus der Distanz die 100-Punkte-Marke (40.). Schwethelm schob einen weiteren Dreier zum 103:85 hinterher. Covington sorgte per Freiwurf für den 103:86-Endstand.

Das Fazit:

Mit einem 15:0-Lauf bei hohem Rückstand im dritten Viertel bewiesen die Feuervögel einmal mehr ihre Leidenschaft und ihren Siegeswillen. Für den Sieg sollte es am Ende aber nicht reichen. Die Oldenburger zeigten sich ausgesprochen heimstark und gerieten trotz Eurocup-Belastung auch nicht aus der Puste. Sie trafen auch besser als die Hagener (51 zu 44 Prozent Field Goals), nicht jedoch aus der Distanz (32 zu 38 Prozent). Unter den Körben waren die Feuervögel, mit im Schnitt 39,0 Punkten Rebound-stärkstes Team der Liga, den Hausherren unterlegen (43 zu 37). Nach nun sieben Versuchen wartet Phoenix damit weiter auf den ersten Auswärtssieg in Oldenburg.

Die Trainerstimmen:


Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): „Es war eine sehr schwere Situation für uns, weil wir auch gegen die Müdigkeit in Kopf und Körper kämpfen mussten. Zwischen dem Eurocup-Sieg in Straßburg und dem Spielbeginn gegen Hagen lagen keine 46 Stunden. Deshalb bin ich sehr froh und stolz, was meine Spieler hier über weite Strecken geboten haben. Wir wussten, dass der Gegner schwere Würfe treffen kann. Das war nicht immer einfach zu verteidigen.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir hatten uns hier in der Tat etwas ausgerechnet und wollten die Oldenburger müde spielen. Zu Beginn der beiden Hälften ist uns das ganz gut gelungen. Wir wollten aggressiv spielen, aber das hat man nicht zugelassen. Bei 7:21 Freiwürfen in der ersten Halbzeit gegen uns war einfach nicht mehr möglich. Dadurch sind wir aus dem Rhythmus gekommen und haben auch die Zuversicht verloren.“

Die Statistik:

EWE Baskets Oldenburg – Phoenix Hagen 103:86 (63:45)

EWE Baskets Oldenburg: Qvale (27, 9 Reb.), Paulding (18/1), Machado (14/2), Duggins (13), C. Kramer (12/1, 7 Ass.), Aleksandrov (10/1), Schwethelm (4/1), Wimberg (3/1), Smeulders (2), Lockhart, D. Kramer.

Phoenix Hagen: Bell (21/5), Covington (16), Jefferson (13/2, 7 Reb.), Klassen (13, 7 Reb.), Mann (10/2), Hess (5/1), Elliott (4/1), Geske (2), Grof (2).

Stationen: 14:13 (5.), 32:28 (10.), 46:37 (15.), 63:45 (20.), 70:60 (25.), 78:71 (30.), 86:76 (35.), 103:86 (40.).

Zuschauer: 4.889

Galerie: EWE Baskets Oldenburg vs. Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

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