easyCredit BBL | 13.02.2016, 22:56 Uhr

Phoenix Hagen besiegt Tabellenachten Würzburg mit 91:71

Ein wichtiger und verdienter Heimsieg: Mit 91:71 (52:32) hat Phoenix Hagen die s.Oliver Baskets am 22. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga geschlagen. Dem Tabellenachten aus Würzburg ließen die Feuervögel vor allem im zweiten Viertel keine Chance. Vor 3.064 Zuschauern in der Arena am Ischeland überragte Kapitän David Bell mit 37 Punkten und acht Assists.

Topscorer David Bell erzielte 37 Punkte

Topscorer David Bell erzielte 37 Punkte

D.J. Covington machte eine starke Partie

D.J. Covington machte eine starke Partie

Ivan Elliott mit Zug zum Korb

Ivan Elliott mit Zug zum Korb

Jonas Grof beim Dunking zum 91:71-Endstand

Jonas Grof beim Dunking zum 91:71-Endstand

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen standen Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott und D.J. Covington in der Starting Five. Für die Gäste aus Würzburg begannen Dru Joyce, Cameron Long, Lamonte Ulmer, Seth Tuttle und Brendan Lane.

Der Spielverlauf:


Die Feuervögel gingen durch einen Treffer von Ivan Elliott in Führung. Nach einem kurzen offenen Schlagabtausch setzten sich die Gäste bis auf 9:15 ab (5.). Elf der Würzburger Punkte bis dahin gingen allein auf das Konto von Center Brendan Lane. Die Unterfranken suchten besonders das Spiel unter dem Korb. Kurz darauf traf aber Cameron Long den ersten Dreier des Spiels, was ihm Hagens Kapitän Bell zum 12:18 sofort gleichtat (6.). Die Hausherren bewiesen einmal mehr, dass Basketball ein Spiel der Läufe ist: Mit einem 10:0-Run zum 22:20 drehten sie die Partie (8.). Auch zum Viertelende hatte Phoenix durch einen Buzzerbeater von Bell zum 27:25 die Nase leicht vorn.

Das zweite Viertel begann, wie das erste geendet hatte: mit einem Dreier von David Bell. Auch Elliott traf von Downtown (12.). Die Feuervögel dominierten jetzt das Spiel, insbesondere durch die herausragende Dreierquote. Jeffersons Dreier zum 40:29 bedeutete die erstmalige zweistellige Führung (15.), bevor er einen weiteren Distanztreffer nachlegte. Die Würzburger Offense nahmen die Hagener zeitweise komplett aus dem Spiel. Mehr als sechseinhalb Minuten brauchten die Baskets bis zu ihrem nächsten Korb aus dem Feld durch Devin Searcy zum 49:32 (20.). Ein weiterer Dreier von Bell beendete die erste Hälfte.

Auch das dritte Viertel war von einem Lauf geprägt, diesmal allerdings auf Seiten der Gäste. Nach Treffern von Bell und Covington zum 56:34 (22.) taten sich die Hagener offensiv schwer. Würzburg konnte bis auf 56:46 herankommen (27.). Doch die Feuervögel wachten rechtzeitig auf und verteidigten ihren zweistelligen Vorsprung. Elliotts Dreier zum 62:46 (28.) brach den Bann und knüpfte an das Dreipunkte-Festival aus dem vorherigen Spielabschnitt an. Bei den Würzburgern traf Long zwei Dreier hintereinander zum 64:52 (29.). Durch einen Distanztreffer von Jefferson lautete das Ergebnis 71:54, als die letzten zehn Minuten anbrachen.

Den Vorsprung konnte Phoenix auch im Schlussviertel wahren. Konsequent und seriös hielten sie dem Würzburger Aufbegehren stand. Covington stellte mit seinem 81:61-Treffer sogar die Halbzeit-Differenz wieder her (35.). Trotz des hohen Vorsprungs blieben die Feuervögel konzentriert und lieferten weiter sehenswerte Aktionen, etwa durch Elliott, der seine Wachsamkeit nach einem Steal mit dem 85:65 veredelte (36.). Den Endstand stellte Youngster Jonas Grof mit einem krachenden Dunking zum 91:71 her (39.). Die Feuervögel sicherten sich mit 20 Punkten Vorsprung auch den direkten Vergleich. Das Hinspiel hatte Würzburg mit 97:82 gewonnen.

Das Fazit:

Im zweiten Viertel erarbeitete sich Phoenix einen Vorsprung von 20 Punkten, der auch am Ende von der Anzeigentafel abzulesen war. Ein klares Indiz für den souveränen Auftritt der Feuervögel, die ihre Leistung über weite Teile des Spiels aufrechterhielten. Die starke Dreier-Quote von 54 Prozent trug entscheidend zum Sieg bei. David Bell (7 von 10), Brandon Jefferson (5 von 8) und Ivan Elliott (3 von 4) waren treffsicher aus der Distanz. Topscorer Bell lieferte mit 37 Punkten sein Career-High in der Beko BBL ab.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Es ist schön, so einen Sieg zu holen. Wir wollen so weit wie möglich von den Abstiegsrängen entfernt sein. Defensiv haben wir über weite Strecken gut gespielt, auch wenn wir manchmal Fehler in der Rotation gemacht haben. Das Herz und die Aggressivität waren da, um so ein Spiel zu gewinnen. David Bell hat sicher eine seiner besten Partien überhaupt gezeigt. Er hat das Team vor der Pause getragen und uns nach dem Wechsel sehr dabei geholfen, den Vorsprung zu verwalten.“

Douglas Spradley (s.Oliver Baskets): „Ich bin sehr enttäuscht. Uns fehlte jeder Kampfgeist und jede Disziplin. Das gilt für alle Spieler. Im Training waren wir deutlich aggressiver. Es kann nicht sein, dass wir den Gegner so spielen lassen. Alles, was wir im Training besprochen hatten, war im Spiel vergessen. Dafür gibt es keine Ausrede. In zwölf Jahren als Trainer war ich noch nie so sauer. Es tut mir sehr leid für unsere Fans.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – s.Oliver Baskets 91:71 (52:32)

Phoenix Hagen: Bell (37/7, 8 Ass.), Jefferson (17/5), Covington (14), Elliott (13/3), Grof (4), Geske (4), Mann (2), Klassen (9 Reb.), Hess.

s.Oliver Baskets: Lane (21), Long (14/4), Ulmer (12, 9 Reb.), Tuttle (8), Stuckey (7/1), Searcy (6), Joyce (2, 14 Ass.), Betz (1), Spoden, Saibou.

Stationen: 9:15 (5.), 27:25 (10.), 40:29 (15.), 52:32 (20.), 56:40 (25.), 71:54 (30.), 81:63 (35.), 91:71 (40.).

Zuschauer: 3.064

Galerie: Phoenix Hagen vs. s.Oliver Baskets

 


 
 
 
 

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