ProA | 23.01.2016, 20:58 Uhr

Mit starken Nerven siegt Phoenix in Bayreuth

Das letzte Viertel glich der Fahrt auf einer Achterbahn, die Phoenix Hagen als glücklicher, aber nicht unverdienter Sieger verließ. Mit 93:88 (42:36) gewannen die Feuervögel am 19. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga bei medi bayreuth. Trotz einer 19-Punkte-Führung der Hagener schon nach gut 13 Minuten wurde es im Schlussviertel vor 3.019 Zuschauern in der Oberfrankenhalle noch einmal richtig spannend.

Covington holte 19 Punkte und 16 Rebounds

Covington holte 19 Punkte und 16 Rebounds

Bell war neben Jefferson Hagens Topscorer

Bell war neben Jefferson Hagens Topscorer

Geskes Buzzerbeater im dritten Viertel

Geskes Buzzerbeater im dritten Viertel

Hagener Freude nach dem Sieg

Hagener Freude nach dem Sieg

Das Personal:

Die Gastgeber von medi bayreuth begannen mit Jake Odum, Bastian Doreth, Kenneth Horton, John Flowers und Neuzugang Andreas Seiferth. Shooting Guard Travis Leslie gab nach einem Adduktorensehnenriss sein Comeback. Bei Phoenix Hagen standen Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott, D.J. Covington und Owen Klassen in der Starting Five.

Der Spielverlauf:

Den Hagenern gelang ein absoluter Traumstart: Mit 11:0 gingen sie in Führung. David Bell, D.J. Covington und Brandon Jefferson trafen. Bayreuth brauchte fast dreieinhalb Minuten für den ersten Treffer durch Nationalcenter Seiferth. Die Gastgeber taten sich weiter schwer gegen die wilden Hagener. Unter den Körben räumte Feuervogel Covington kompromisslos Rebound um Rebound ab. Zur Viertelpause blieb es mit dem Stand von 12:23 bei der Hagener 11-Punkte-Führung vom Beginn.

Der dominante Covington sorgte mit zwei schnellen Korblegern für ein 12:27 (11.). Auch aus der Distanz klappte es weiter reibungslos: Bell und Jefferson erhöhten auf 16:35 und damit auf 19 Punkte Vorsprung (14.). Mit der Zeit fingen sich die Bayreuther aber und starteten eine Aufholjagd. Ihnen gelangen in Person von Horton und Odum erstmals in der Partie erfolgreiche Dreier, die zum 28:40 führten (18.). Odum war es auch, der den Rückstand seines Teams mit 32:40 wieder einstellig werden ließ (19.). Center Seiferth sorgte mit zwei Treffern für den Halbzeitstand von 36:42.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Dreier-Spektakel: Bayreuths Horton traf zweimal aus der Distanz, dazwischen Hagens Kapitän Bell. Seiferth brachte seine Mannschaft beim 44:45 erstmals auf einen Punkt heran (23.). Hagen antwortete mit zwei Dreiern von Bell und Hess (25.). Wieder verkürzte Bayreuth durch Odums Treffer zum 50:51 auf einen Punkt (27.). Odum sorgte per Dreier für die erste Führung der Hausherren zum 59:58 (30.). Hess holte die Führung für Hagen mit einem Distanztreffer zurück. Mit der Sirene traf Niklas Geske ebenfalls von Downtown zum 61:66.

Es blieb extrem eng: Der nach seiner Verletzung zurückgekehrte Leslie sorgte mit zwei Treffern und And-One für den 66:66-Ausgleich (33.). Hagen ging durch Covington in Führung, die jetzt mehrfach hin und her wechselte. Die Feuervögel stellten auf Zonenverteidigung um, was Bayreuth zunehmend Probleme bereitete. 50 Sekunden vor Schluss sorgte Bell mit einem Korbleger zum 79:85 für den Hauch einer Vorentscheidung. Bayreuth traf die entscheidenden Würfe und nahm mit Fouls Zeit von der Uhr. Jefferson, Covington und Bell blieben nervenstark von der Linie und sorgten für einen 93:88-Sieg.

Das Fazit:

In einem hochspannenden Schlussviertel behielt Phoenix Hagen die Nerven und holte damit zwei wichtige Punkte nach Hause. Zuvor hatten die Feuervögel schon eine 19-Punkte-Führung erspielt. Entscheidend waren am Ende die Dominanz unter den Brettern (42 zu 31 Rebounds) und die 15 Hagener Dreier, während für Bayreuth nur 5 Distanztreffer zu Buche standen. Auch die 29 Punkte des starken Jake Odum konnten den Hagener Sieg nicht verhindern. Für die Gäste holten Kapitän Bell und Brandon Jefferson jeweils 20 Zähler. Covington gelang ein Double-double mit 19 Punkten und sagenhaften 16 Rebounds.

Die Trainerstimmen:

Michael Koch (medi bayreuth): „Glückwunsch an Ingo und Phoenix Hagen zum am Ende verdienten Sieg. Gegen Hagen darf man sich eine Schwächephase wie am Anfang nicht erlauben. Wir haben sie uns erlaubt und sind trotzdem ins Spiel zurück gekommen und haben uns die Führung erkämpfen können. Als das Spiel auf des Messers Schneide stand, haben wir offensiv einige nicht so tolle Entscheidungen gesucht und es Hagen etwas einfacher gemacht. Sie haben es dann clever im Angriff gelöst. Das zweite Problem war heute Abend das Rebounding. Dennoch kann ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie nie aufgegeben hat.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben das erste Viertel hoch gewonnen, was uns getragen hat. Die zweite Halbzeit war komplett ausgeglichen, immer mit Läufen von beiden Mannschaften. Ich will eigentlich keinen Spieler hervorheben, aber zwei waren für uns sehr wichtig. Wir haben es geschafft, Flowers komplett aus dem Spiel zu nehmen, Ivan Elliott hat in der Verteidigung einen super Job gemacht. Auch Owen Klassen hat uns mit seiner Präsenz in der großen Aufstellung sehr viel gegeben und ein Plus-Minus von 22 gehabt, was absolute Spitze ist.“

Die Statistik:

medi bayreuth – Phoenix Hagen 88:93 (36:42)

medi bayreuth: Odum (29/2, 7 Ass.), Leslie (16), Horton (15/3), Seiferth (14), Wachalski (6, 7 Reb.), Mullings (6), Flowers (2), Doreth, Heyden, Ziegenhagen.

Phoenix Hagen: Jefferson (20/5, 7 Ass.), Bell (20/4), Covington (19, 16 Reb.), Geske (12/2), Elliott (7/1), Mann (7/1), Hess (6/2), Klassen (2), Grof.

Stationen: 4:11 (5.), 12:23 (10.), 20:37 (15.), 36:42 (20.), 46:51 (25.), 61:66 (30.), 74:74 (35.), 88:93 (40.).

Zuschauer: 3.019

Galerie: medi bayreuth vs. Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets