Beko BBL | 16.01.2016, 23:32 Uhr

Erdrutsch im Schlussviertel erledigt Phoenix Hagen

25:3 gewannen die GIESSEN 46ers den letzten Abschnitt im Beko Basketball Bundesliga-Spiel gegen Phoenix Hagen. Vor 3.572 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost sicherten sich die Gastgeber dadurch die Partie mit 90:83 (34:52). Dabei führte Phoenix Hagen elf Minuten vor dem Ende bereits mit 20 Punkten.

Brandon Jefferson gegen Braydon Hobbs

Brandon Jefferson gegen Braydon Hobbs

D.J. Covington erzielte 17 Punkte

D.J. Covington erzielte 17 Punkte

J.J. Mann überzeugte im dritten Viertel

J.J. Mann überzeugte im dritten Viertel

Jonas Grof kam auf 19 Spielminuten

Jonas Grof kam auf 19 Spielminuten

Das Personal:

Gießen musste aufgrund von Muskelverletzungen auf Achmadscha Zazai und auf Ethan Wragge verzichten. Dafür war Eric Palm wieder einsatzbereit. Die 46ers begannen mit Cameron Wells, Braydon Hobbs, Karsten Tadda, Suleiman Baimoh und Gabriel Olaseni. Für Phoenix Hagen fingen Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott, Adam Hess und Owen Klassen an.

Der Spielverlauf:

Nach einem nervösen Beginn beider Teams fand Phoenix Hagen rasch seinen Rhythmus. Mit guter Verteidigung und sicheren Distanzwürfen setzten sich die Gäste schnell ab. David Bell traf aus der Distanz zum 8:0 (4.) und später zum 20:7 (7.). Die 46ers wirkten verunsichert und konnten die aggressive Spielweise von Phoenix Hagen nicht annehmen. Das erste Viertel ging mit 25:9 an die Gäste.

Auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Hagener die Partie klar. Gießen fand zwar jetzt offensiv etwas besser ins Spiel. Aber auch Phoenix zeigte offensiv eine gute Balance aus Distanzwürfen und Penetration. Zwei Dreier von Brandon Jefferson ließen Hagen auf 46:26 enteilen (18.). Jetzt leistete sich die Mannschaft von Ingo Freyer erstmals Konzentrationsschwächen, die Gießen zu einem 8:0-Run nutzte. Jefferson konterte jedoch erneut aus der Distanz. Der höheren Aggressivität und den guten Wurfquoten waren es vornehmlich zu verdanken, dass Phoenix Hagen zur Halbzeit mit 52:34 führte.

Nach der Pause wirkten die Gäste von Beginn an nicht mehr so konzentriert. Gießen nutzte das zu einfachen Pick-an-Roll-Punkten über Braydon Hobbs und Suleiman Braimoh. Hobbs war es auch, der dem Spiel nun mehr und mehr seinen Stempel aufdrückte. Sein Dreier ließ die 46ers bis auf 50:63 verkürzen (27.). Die Antwort wusste jedoch J.J. Mann: Elf Punkte des US-Amerikaners, darunter drei Dreier, brachten Hagen nach 29 Minuten einen deutlichen 78:58-Vorsprung. Das war aber auch der Moment, von dem an es Phoenix an der nötigen Konzentration mangeln ließ.

Mit einer 80:65-Führung ging es ins Schlussviertel. Gießen tat nun das, was ein Team nach einem solchen Spielverlauf tun sollte. Mit Charakter und aggressiver Defense setzten die Hessen ein Zeichen. Phoenix Hagen hingegen stellte das Verteidigen weitgehend ein und verlor so auch offensiv seinen Rhythmus. Sieben Minuten dauerte es fast, bis Hagen erstmals im letzten Abschnitt scoren konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gießen nach zwei Dreiern von Hobbs und einem Dunking von Gabriel Olaseni bereits zum 80:80 ausgleichen können. Karsten Tadda drehte die Partie nach 38 Minuten mit einem Dreier zum 83:82 endgültig. Phoenix Hagen hatte den euphorischen Gastgebern nun nichts mehr entgegenzusetzen, verlor das letzte Viertel mit 3:25 und das Spiel mit 83:90.

Das Fazit:

Eine starke erste Halbzeit und ein solides drittes Viertel reichten nicht zum Sieg. Zu gering war vor allem der defensive Aufwand, den Phoenix Hagen in den letzten elf, zwölf Minuten betrieb. Lediglich die vielen – teils freien – Dreier hätten Hagen in der Endphase noch retten können, aber auch die fanden im Schlussabschnitt nicht mehr ihr Ziel. Diese Nachlässigkeiten nutzte eine aufgedrehte Gießener Mannschaft aus. Und es bleibt die einfache Erkenntnis: Wer ein Schlussviertel mit 3:25 abgibt, der kann kaum ein Spiel gewinnen.

Die Trainerstimmen:

Denis Wucherer: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind und da jeder Sieg zählt. Wir sind jetzt bei acht Siegen und freuen uns darüber natürlich sehr. Die ersten drei Viertel waren nicht gut, das war der Leistung der Hagener geschuldet, die sehr hochprozentig geworfen haben. Allerdings stimmte da bei uns die Intensität nicht, wir waren zu weit weg von den Werfern. Die Eins-gegen-Eins-Verteidigung war nicht existent. Mit diesem Aufwand werden wir in dieser Liga kein Spiel mehr gewinnen, aber das letzte Viertel war okay.“

Ingo Freyer: „Wir haben solche Spiele schon öfter gespielt. Wer am Ende das bessere Viertel hat, der gewinnt die Partie. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr konzentriert verteidigt, Gießen kam dann aber ins Laufen in der zweiten Halbzeit. Sie sind ihre Fastbreaks mit sehr hoher Intensität gelaufen. Nachdem sie dann noch ein paar Dreier getroffen haben, waren sie plötzlich im Spiel. Die Verteidigung war dann aber der Grund, warum wir im letzten Viertel unseren Rhythmus und Kopf verloren haben.“

Die Statistik:

GIESSEN 46ers – Phoenix Hagen 90:83 (34:52)

GIESSEN 46ers: Tadda (19/2, 8 Reb.), Hobbs (15/4, 10 Reb., 7 Ass.), Wells (14, 8 Ass.), Olaseni (13), Bartolo (10), Palm (9/3), Braimoh (8), Lischka (2).

Phoenix Hagen: Jefferson (17/4), Covington (17, 8 Reb.), Bell (11/3), Mann (11/3), Elliott (8, 8 Reb.), Hess (7/2), Grof (6), Klassen (4), Geske (2).

Stationen: 4:13 (5.), 9:25 (10.), 22:38 (15.), 34:52 (20.), 44:59 (25.), 65:80 (30.), 75:80 (35.), 90:83 (40.).

Zuschauer: 3.572

Galerie: GIESSEN 46ers vs. Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

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