easyCredit BBL | 13.01.2016, 20:00 Uhr

50 Jahre Ischelandhalle: Herzlichen Glückwunsch, Ische!

Fünf Dekaden voller Siege, voller Niederlagen, voller Leidenschaft. Die Hagener Ischelandhalle wird am 15. Januar 2016 stolze 50 Jahre alt und ist weit mehr als nur ein Ausrichtungsort von Sportveranstaltungen. Hier sagen ehemalige Hagener Bundesligaspieler, was ihnen die „Ische“ bedeutet.

Die Ischelandhalle im Jahr 1966

Die Ischelandhalle im Jahr 1966

Deutscher Meister 1973/74: SSV Hagen

Deutscher Meister 1973/74: SSV Hagen

Der TSV Hagen 1860 in der Saison 1988/89

Der TSV Hagen in der Saison 1988/89

Erster Hallenwart: Willy Jung

Erster Hallenwart: Willy Jung

Adam Fiedler (50, in Hagen von 1991 bis 1999):
„Ich bin im Sommer 1991 nach Hagen gekommen. Ich hatte vorher auch in größeren Hallen gespielt. Jedoch entsteht durch die Konstruktion der ‚Ische‘ mit ihrer steilen Haupttribüne und den Sitzplätzen hinter den Korbanlagen eine einzigartige Atmosphäre. Wir hatten als Spieler einen sehr engen Kontakt zu den Zuschauern. Man konnte die Stimmung auf den Rängen fast greifen. Ich kann mich gut daran erinnern, wie wir gerne hinter einem bereits verloren geglaubtem Ball in die Zuschauerränge gesprungen sind. Die Zuschauer waren begeistert und wir bis zu den Haarspitzen motiviert. Einmalig. Na klar, wir haben in der ‚Ische‘ in den 90ern auch schöne Basketball-Feste gefeiert. Aber was mir im Kopf und im Herzen bleibt, das ist das Jaulen, Schreien und Anheizen der Zuschauer, nicht nur in der Crunchtime.“

Ingo Freyer (44, in Hagen von 1995 bis 1997, als Trainer seit 2007):
„Ich habe 1988 erstmals in der Ischelandhalle gespielt, als 17-jähriger Zweitligaspieler des SC Rist Wedel. Damals gab es zwei Hagener Mannschaften in der ersten Bundesliga, aber für mich war schon das Spiel gegen die ‚dritte Hagener Mannschaft‘ ein Erlebnis. Ich komme aus Norddeutschland. Dort gab es nicht so große Basketballhallen. Ein Jahr zuvor hatte ich mit der Junioren-Nationalmannschaft schon ein Länderspiel in Hagen gesehen, das war ausverkauft. Und im Fernsehen war im dritten Programm manchmal ein Ausschnitt von einem Erstligaspiel zu sehen. Damals war das noch eine Seltenheit. Jetzt spielte ich also selber dort. In dieser geilen Halle. In der Ecke saß Nationaltrainer Svetislav Pesic und hat zugeguckt. Ich war vielleicht nervös. In einer Zeit, wo man außerhalb der ‚Basketball-Zeitung‘ nichts über diesen Sport erfahren konnte, war Hagen mit der Ischelandhalle für mich der Basketballstandort schlechthin in Deutschland.“

Matthias Grothe (37, in Hagen von 1998 bis 2002 und von 2004 bis 2010):
„Mein größter Moment in der ‚Ische‘ war Aufstiegsspiel in die BBL! Es war das letzte Spiel in der alten Ische gegen die Bremen Roosters. Die Halle war brechend voll wie zu alten Zeiten und auf dem Vorplatz gab es für hunderte Fans noch eine Liveübertragung. Alle zwei, drei Jahre schaue ich mir die alte DVD von dem Spiel an und ich bekomme jedes Mal noch eine Gänsehaut. Die letzten Sekunden, die Uwe (Hallensprecher Hans-Uwe Schröer, d. Red.) lauthals mit allen Fans heruntergezählt hat, werden ewig in meinem Kopf bleiben. Die Ische wird für immer die Heimat des Hagener Basketballs sein, auch wenn es irgendwann eine modernere Halle in Hagen geben sollte. Keine Halle in ganz Basketball-Deutschland wird wegen ihrer Lautstärke und ihrem ganz eigenen Charme gleichzeitig so geliebt von den eigenen Fans und so gehasst von den gegnerischen Fans, Spielern und Trainern.“

Oliver Herkelmann (47, in Hagen von 1992 bis 1999, als Geschäftsführer von 2005 bis 2015):
„Ich bin seit 1980 mit der Ischelandhalle verbunden. Und tatsächlich habe ich den ersten Hallenwart Willy Jung und alle seine Nachfolger kennenlernen dürfen. Mein ganz persönliches Highlight war der Auftritt von Extrabreit im Jahr 1993 beim ‚Rock gegen Rechts‘.  Ich hatte in der Ischelandhalle Schulsport, war dort Fan auf dem Heuboden und hatte als Spieler unvergessliche Erlebnisse. Dass ich dann noch über zehn Jahre Geschäftsführer von Phoenix Hagen sein durfte, rundet meine ganz besondere Beziehung zur Ischelandhalle ab.“

Bernd Kruel (39, in Hagen von 1993 bis 2003 und von 2008 bis 2014):
„Erst einmal natürlich herzlichen Glückwunsch an die ‚Ische‘! Ich habe fast mein halbes Leben dort verbracht und natürlich auch eine Menge miterlebt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie der Parkettboden verlegt oder wie später die komplette Halle ausgebaut worden ist. Und natürlich an viele Spiele, an große Siege und an unnötige Niederlagen. Vergessen werde ich nie unsere Kabine: Auch wenn sie nie hübsch war, gab es dort unzählige lustige, interessante und ernste Gespräche. Durch meinen Sport und durch die ‚Ische‘ habe ich Hunderte von Menschen kennengelernt. Danke dafür!“

Ralf „X“ Risse (51, in Hagen von 1992 bis 1996 und als Trainer von 2005 bis 2007):
„Als Kind war ich schon zwei Stunden vor Spielbeginn in der Halle und habe dabei geholfen, die Stühle aufzubauen. Dafür durften wir dann das Spiel sehen. Und war noch genug Zeit bis zum Sprungball, ging’s schnell noch zum Zocken, bis die ersten Spieler zum Warm-up kamen. Die verscheuchten uns und wir eilten verschwitzt auf den Heuboden. Dann machte ‚Bulle‘ (Peter Burlekaitis, der Hallensprecher in 70ern und 80ern, d. Red.) das Licht aus und legte die passende Musik für unseren Gesang auf: ‚Schalala, schalala, he, he, he … SSV!‘ Damals bekamen wir Kids dieses Feuer mit und dachten: Da unten willst Du auch mal hin, aber nicht nur, um die Stühle zu rücken …“

Hans-Werner Schmunz (63, in Hagen von 1972 bis 1982, Deutscher Meister 1974):
„Glückwunsch zum 50. Geburtstag, ‚Ische‘. Du warst von 1972 bis 1982 mein zweites Wohnzimmer. Habe bei dir viel, viel, viel Schweiß vergossen, manchmal auch keine Lust gehabt, dich zu besuchen, aber mit dir auch wahnsinnig große und tolle Erfolge gefeiert. Für mich bist du mit dem Hagener Basketball auf immer verbunden. Mögen in deinen Mauern noch viele, viele Basketballspiele in der Bundesliga stattfinden.“

Steven Wriedt (45, in Hagen von 1993 bis 1996, 1999 bis 2001 und als Trainer seit 2006):
„Ich bin vor 23 Jahren erstmals mit dem Hagener Basketball in Berührung gekommen. Es sind so viele großartige Momente und Spiele mit der Ischelandhalle verbunden. Viele verrückte Comebacks, die Playoffs mit Brandt und Phoenix, der Aufstieg in die BBL, der Klassenerhalt gegen Gießen. Die Basketball-Geschichte der Halle und all die Menschen, die ich dort über die Jahre getroffen habe, sind einzigartig. Es gibt Fans, die sitzen auf immer dem gleichen Platz, seitdem ich erstmals für Hagen aufgelaufen bin. Ich bin dankbar, dass ich in der Ischelandhalle mit so vielen fantastischen Menschen arbeiten durfte.“

Fotos: Willi Moll (2), Pressefotos (2)


Liebe Ex-Spieler und -Trainer: Ihr wollt der Ischelandhalle auch zum 50. Geburtstag gratulieren? Wir freuen uns auf eure E-Mail an pr@phoenix-hagen.de.

 


 
 
 
 

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