ProA | 30.12.2015, 20:51 Uhr

Phoenix Hagen schlägt Bonn im NRW-Derby mit 106:82

Die Nummer eins im Westen: Phoenix Hagen hat im einzigen NRW-Derby der Beko Basketball Bundesliga die Telekom Baskets Bonn mit 106:82 (48:39) besiegt. Am 16. Spieltag ließ Hagen kein einziges Mal eine Bonner Führung zu. Vor 3.145 Zuschauern in der Arena am Ischeland entschieden die Feuervögel auch jedes einzelne Viertel für sich.

David Bell legte 12 Assists auf

David Bell legte 12 Assists auf

Brandon Jefferson erzielte 16 Punkte

Brandon Jefferson erzielte 16 Punkte

Topscorer Covington gelang ein Double-double

Topscorer Covington gelang ein Double-double

Antrittsbesuch von Aufsichtsrat Erdal Keser (l.)

Antrittsbesuch von Aufsichtsrat Erdal Keser (l.)

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen stand erst zum zweiten Mal D.J. Covington in der Starting Five. Neben ihm begannen Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott und Owen Klassen. Für die Gäste aus Bonn starteten Eugene Lawrence, Rotnei Clarke, Andrej Mangold, Aaron White und Dirk Mädrich. Sein Beko BBL-Debüt gab Gerald Beverly, der sonst in der Regionalliga zum Einsatz kommt.

Der Spielverlauf:

Die Feuervögel setzten zu Beginn mit einer recht großen Aufstellung auf Dominanz unter den Körben. Elliott besorgte die ersten Punkte des Spiels. Doch Hagens lange Männer können nicht nur stopfen: Ebenfalls Elliott erzielte per Dreier das 7:2 (3.). Die Gastgeber setzten ihr schnelles Offensivspiel auch gegen die Bonner Zonenverteidigung durch. Mit viel Zug zum Korb traf J.J. Mann zum 15:8 (6.). Nach Clarkes Dreier hatte Bonn sich auf 21:19 herangetastet (9.). Doch mit Ausnahme des frühen 2:2-Ausgleichs behielt Phoenix die Führung: 23:20 nach zehn Minuten.

Hatte Phoenix im ersten Viertel nur einen Dreier im Korb untergebracht, waren es nun gleich drei am Stück: Bell, Jefferson und Hess trafen aus der Distanz zum 32:22 (13.). Das bedeutete die erste zweistellige Führung. Auf etwa diesem Abstand hielten die Feuervögel ihre Gäste auch die nächsten Minuten über. Nach Covingtons Korbleger zum 40:28 betrug die Führung sogar zwölf Punkte (16.). Bonn konnte in dieser Phase nie auf mehr als acht Zähler verkürzen. Den letzten Punkt vor der Pause erzielte der kurz zuvor eingewechselte Marcel Keßen per Freiwurf zum 48:39.

In der zweiten Hälfte wurden die Bonner aggressiver. Ihnen gelangen leichte Körbe, hinzu kamen kleine Fehler seitens der Feuervögel. Das ließ deren Polster Stück für Stück schmelzen. Clarke traf zum 53:48 (24.), Lawrence zum 56:52 (26.). Aber auch Phoenix vergaß das Scoren nicht. Hess gelang ein sehenswerter Dreier plus Bonus-Freiwurf nach Foul zum 62:52. Damit war Phoenix wieder in der Spur. Nach attraktivem Schlagabtausch sorgte Jefferson per Dreier für den neuen Höchststand von 73:58 (39.). Geske legte zum Viertelende noch einen weiteren zum 78:62 hinterher.

Im Schlussviertel ließen die Feuervögel nichts anbrennen. Stattdessen schraubten sie den Abstand zu Bonn weiter in die Höhe. Klassens Dunking zum 82:65 demonstrierte Stärke (33.). Jeffersons 87:65-Distanztreffer brachte die Halle endgültig zum Jubeln (34.). Die Bonner scorten bis zu Kochs Dreier zum 88:68 zwei Minuten nicht mehr (35.). Elliotts Treffer zum 101:77 ließ Hagens Ausbeute dreistellig werden (38.). Per Dreier sorgte Mann für den Endstand von 106:82, was mit 24 Punkten auch die höchste Differenz bedeutete.

Das Fazit:

Zum Jahresabschluss hat Phoenix Hagen einen guten Grund zum Feiern geliefert: Der überzeugende Sieg im NRW-Derby sorgte für reichlich Jubel bei den Fans. Die klare Steigerung im Vergleich zum Crailsheim-Spiel ließ sich unter anderem an den Rebounds und den Distanzwürfen erkennen. Unter den Körben waren die Feuervögel den Baskets mit 47:29 Abprallern deutlich überlegen. 11 von 25 Hagener Dreier (44 Prozent) standen bei Bonn 4 von 22 (18 Prozent) gegenüber. Mit Topscorer D.J. Covington (21 Punkte, 10 Rebounds) und Ivan Elliott (17 Punkte, 11 Rebounds) gelang gleich zwei Hagener Spielern ein Double-double.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir haben heute mit einer ungewöhnlichen Aufstellung gespielt. Wir wollten mit Elliott, Klassen und Covington unter den Körben dominieren, das ist uns gelungen. Auch die Konzentration war heute sehr wichtig. David Bell musste sich als Scorer zurücknehmen, er hat unsere Center mit zwölf Assists versorgt. Vielleicht macht uns das in Zukunft noch etwas variabler. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf das Spiel gegen Braunschweig. Wir wollen konstant spielen und nicht noch einmal wie in Crailsheim auftreten.“

Carsten Pohl (Telekom Baskets Bonn): „Es war ein verdienter Sieg für Hagen. Wir waren defensiv zu schwach. Lange Zeit konnten wir unsere Match-up-Probleme kaschieren, aber nach dem 58:52 sind wir zusammengebrochen. Für unsere jetzige Situation haben wir lange passabel gespielt, aber am Ende waren wir leider schlecht. Hagen hat uns mit seinem Innenspiel dominiert und dann auch schwere Dreier getroffen, das war bitter. Da müssen wir anders auftreten, das tut mir gerade für unsere Fans sehr leid.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Telekom Baskets Bonn 106:82 (48:39)

Phoenix Hagen: Covington (21, 10 Reb.), Elliott (17/1, 11 Reb.), Jefferson (16/4), Klassen (14, 7 Reb.), Mann (14/2), Hess (10/2, 7 Reb.), Geske (7/1, 5 Ass.), Bell (6/1, 12 Ass.), Keßen (1), Grof.

Telekom Baskets Bonn: White (20), Lawrence (13, 8 Ass.), Mädrich (13), Clarke (12/2), Koch (11/1), Beverly (8), Hall (3/1, 9 Ass.), McKinney (2), Mangold, Lodders, Blass.

Stationen: 13:8 (5.), 23:20 (10.), 38:28 (15.), 48:39 (20.), 56:52 (25.), 78:62 (30.), 90:72 (35.), 106:82 (40.).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Galerie: Phoenix Hagen vs. Telekom Baskets Bonn

 


 
 
 
 

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