ProA | 27.12.2015, 19:28 Uhr

Rebounds und Dreier werden gegen Crailsheim zum Problem

Kurz nach den Feiertagen musste Phoenix Hagen eine Niederlage einstecken. Bei den Crailsheim Merlins gab es am 15. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga statt Bescherung ein 89:80 (50:37) aus Gastgeber-Sicht. Nach hohem Pausenrückstand hatten die Feuervögel vor 2.810 Zuschauern in der Arena Hohenlohe im Schlussviertel mehrfach die Chance auf einen Führungswechsel, der aber nicht mehr gelang.

Ivan Elliott gelang ein Double-double

Ivan Elliott gelang ein Double-double

Niklas Geske im Duell mit Vytenis Cizauskas

Niklas Geske im Duell mit Vytenis Cizauskas

Aus für David Bell nach fünf Fouls

Aus für David Bell nach fünf Fouls

Die Hagener Spieler und Fans nach dem Spiel

Die Hagener Spieler und Fans nach dem Spiel

Das Personal:

Crailsheims Trainer Ingo Enskat musste auf Center Adam Chubb (Gehirnerschütterung) und Small Forward Konrad Wysocki (muskuläre Probleme) verzichten. In der Starting Five der Merlins standen Jordan Callahan, Vytenis Cizauskas, Shyron Ely, Andre Calvin und Matthew Stainbrook. Personalsorgen hatte Phoenix-Headcoach Ingo Freyer nicht. Die Feuervögel begannen wie schon zuletzt mit Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott und Owen Klassen.

Der Spielverlauf:

Phoenix fand gut in die Partie. Kapitän Bell eröffnete das Feuer aus der Distanz. Klassen legte zum 0:5 nach (2.). Erst nach zweieinhalb Minuten punktete auch Crailsheim mit einem Dreier von Ely. Phoenix agierte offensiv nun etwas glücklos, im Gegensatz zu den Merlins. Deren 8:0-Lauf stoppte Covington per Freiwurf (4.). Doch Crailsheim war weiter das konstantere Team. Phoenix blieb mit Dreiern von Elliott und Geske auf Schlagdistanz. Mit 26:19 endete das erste Viertel.

Callahans Dreier brachte Crailsheim die erste zweistellige Führung (11.). Den bis dahin größten Abstand stellte Michael Jost nach Alley-oop-Anspiel von Patrick Flomo zum 33:21 her (12.). Aber die Feuervögel kämpften sich zurück, zogen gegen aggressive Crailsheimer viele Fouls. Bis auf 33:30 ließen sie den Vorsprung mit einem 9:0-Lauf schmelzen (15.). Die Merlins trafen nun auch wilde Dreier und setzten sich durch Ely auf 45:35 ab (18.). Mit 13 Punkten Führung für Crailsheim ging es beim 50:37 in die Pause.

Die Feuervögel kamen zunächst bis auf 50:43 ran (23.). Die Umstellung auf harte Hedge-Verteidigung machte es den Crailsheimern zunehmend schwerer. Doch die Gastgeber trumpften noch einmal auf. Ely stellte mit einem Dreier zum 60:47 den Pausen-Vorsprung wieder her (27.). Der umgeknickte Cyzauskas, bis dahin als Guard bester Rebounder, kehrte zurück auf den Court. Erst im letzten Viertel war für ihn Schluss. Phoenix kämpfte sich unterdessen durch Treffer von Elliott und Grof zu einem 63:57.

Durch Bells Dreier und Jeffersons Korbleger war Phoenix jeweils auf zwei Punkte dran (33.). Owen Klassen musste vier Minuten vor Ende mit fünf Fouls raus, ebenso der Craisheimer Stainbrook. Nach einer halben Minute folgte Kapitän Bell, später auch noch Covington. Flomos Treffer zum 76:69 verschaffte Crailsheim wieder ein kleines Polster (37.). Geske holte schnelle Punkte zum 80:74, Jefferson traf für drei (39.). Die Hagener Ganzfeldpresse machte die Gastgeber nervös. Dennoch gingen sie wieder mit acht Punkten in Führung. Hess traf zwar noch einen Dreier, aber es reichte nicht mehr. Den Endstand zum 89:80 besorgte Callahan.

Das Fazit:

Trotz des Ausfalls von Center Adam Chubb waren die Crailsheimer unter den Körben stark und gewannen den Rebound mit 45:33. Ebenfalls im Nachteil war Phoenix bei den Dreiern: Beide Teams trafen neun Distanzwürfe, doch die Hausherren brauchten dafür 17, die Gäste 32 Versuche. In der Crunchtime geriet Phoenix in Foul-Trouble: Mit Klassen, Bell und Covington mussten gleich drei wichtige Spieler vorzeitig vom Court. Elliott gelang mit 13 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double; Jefferson legte neben 8 Punkten 9 Assists auf.

Die Trainerstimmen:

Ingo Enskat (Crailsheim Merlins): „Ich war noch nie so stolz auf eine Mannschaft wie auf die heute, die ich jemals coachen durfte. Die Mannschaft hat sich den Sieg erfightet, darauf haben wir gesetzt. Einfach super.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Ingo und sein Team. Wir haben die ersten ein, zwei Minuten gut gespielt und sind echt gut ins Spiel gekommen. Wir haben aber durch individuelle Fehler, die sich nicht nur in Turnovern zeigen, sehr schnell unseren Rhythmus verloren. Unsere Stärken wurden uns genommen, die Schwächen aufgezeigt und mit den individuellen Fehlern kannst du das Spiel nicht gewinnen.“

Die Statistik:

Crailsheim Merlins – Phoenix Hagen 89:80 (50:37)

Crailsheim Merlins: Ely (31/4), Callahan (18/2), Stainbrook (9), Calvin (8/1, 7 Reb.), Schwartz (8/2), Cizauskas (7, 7 Reb., 6 Ass.), Jost (6), Flomo (2).

Phoenix Hagen: Bell (18/2, 7 Reb., 4 Ass.), Elliott (13/1, 10 Reb.), Hess (12/4), Jefferson (8/1, 9 Ass.), Geske (8/1, 4 Ass.), Grof (8), Klassen (6), Covington (5), Mann (2), Keßen.

Stationen: 12:8 (5.), 26:19 (10.), 35:31 (15.), 50:37 (20.), 55:45 (25.), 63:57 (30.), 69:65 (35.), 89:80 (40.).

Zuschauer: 2.810

Galerie: Crailsheim Merlins vs. Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

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