ProA | 22.12.2015, 20:56 Uhr

Phoenix ist gegen Berlin nah dran am fünften Sieg in Folge

Ein hoch intensives Spiel mit einer knappen Niederlage: Phoenix Hagen musste sich ALBA BERLIN am 14. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 83:86 (44:47) geschlagen geben. Vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ischeland hielten die Feuervögel die gesamte Partie über gut mit. Erst in der Schlussminute setzte sich Berlin entscheidend ab.

Topscorer unter sich: Jefferson und Kikanovic

Topscorer unter sich: Jefferson und Kikanovic

J.J. Mann und D.J. Covington

J.J. Mann und D.J. Covington

Halbzeit: die kinder+Sport Basketball Academy

Halbzeit: die kinder+Sport Basketball Academy

Die Spieler wünschten frohe Weihnachten

Die Spieler wünschten frohe Weihnachten

Das Personal:

Das letzte Spiel vor Weihnachten ging Phoenix-Headcoach Ingo Freyer mit gewohntem Personal an. Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott und Owen Klassen begannen wie schon bei den letzten vier Siegen für die Feuervögel. Die Gäste aus Berlin boten Jordan Taylor, Dragan Milosavljevic, Akeem Vargas, Elmedin Kikanovic und Mitchell Watt in ihrer Starting Five auf. Nationalspieler Niels Giffey (Sehnenentzündung an der Ferse) fehlte weiterhin verletzt.

Der Spielverlauf:

Die Berliner gingen mit einem Korbleger von Kikanovic in Führung. Ein Dreier von Ivan Elliott und ein Dunking von Owen Klassen wandelten das Ergebnis auf 5:2 um (3.). Kurz darauf ging ALBA wieder in Front. Nachdem J.J. Mann noch zum 7:7 ausgeglichen hatte, übernahmen die Gäste durch Alex Kings Distanzwurf erneut die Führung (6.). Nun zeigten die Gäste erstmals ihre volle Stärke. Vor allem mit leichten Korblegern bauten sie ihren Vorsprung bis Viertelende auf 21:13 aus.

Mit viel Herz kämpfte Phoenix sich zurück. Jefferson traf aus der Distanz erst zum 21:25 (13.), dann zum 24:27 (14.). Elliott und Jefferson ermöglichten gleich zweimal den Hagener Ausgleich. Kapitän Bell traf schließlich einen Dreier zum 32:31 (17.), der ersten Phoenix-Führung seit der 4. Minute. Die Führung wanderte mehrmals hin und her. Beide Teams trafen hochprozentig. Mit 44:47 ging es in die Pause. Die nutzte Phoenix-Jugendkoordinator Matthias Grothe, um mit einigen JBBL-Spielern der Phoenix Youngsters auf das offene Event der kinder+Sport Basketball Academy am 29. Dezember in der Sporthalle Altenhagen hinzuweisen.

ALBA entfernte sich bis auf 44:51. Ein Dreier von Elliott brachte Phoenix zurück (23.). Jefferson sorgte mit einem weiteren Distanztreffer zum 52:51 für die erneute Führungsübernahme (25.). Hess schob noch einen Dreier hinterher (26.). In der ersten Auszeit des dritten Viertels, genommen von Berlin, wurde es romantisch: Guido Ebbinghaus machte seiner Tanja Rother nach vier Jahren Beziehung einen Heiratsantrag auf dem roten ha.ge.we-Sofa – und sie sagte Ja! Auf dem Court blieb es feurig: Covington traf zum 57:51 (27.). Das ließen die Albatrosse nicht auf sich sitzen und glichen aus (29.). Mit leichtem ALBA-Vorsprung (61:65) endete das Viertel.

Der Ausgleich zum 68:68 gelang Elliott von Downtown (33.). Durch Fehlwürfe und Ballverluste auf beiden Seiten blieb das Spiel lange offen. Erst nach über drei Minuten gab es von ALBAs Milosavljevic wieder einen Treffer aus dem Feld (36.). Es blieb weiterhin knapp. Phoenix war oft um einen Punkt dran, etwa nach Manns Dreier zum 75:76 (38.). Elliott holte den Führungswechsel, den Berlin mit Taylor und Kikanovic rückgängig machte (40.). Zwei Freiwürfe von Cherry sorgten für ein 77:82 bei knapp 35 Sekunden auf der Uhr. Eine Aufholjagd gelang Phoenix nicht. J.J. Mann erzielte den 83:86-Endstand.

Das Fazit:

Nach vier Siegen in Serie gab es in einer intensiven, sehr physisch geführten Partie gegen ALBA BERLIN die erste Niederlage für die Feuervögel. Dennoch konnten sie mit erhobenen Köpfen vom Parkett gehen: Einer Spitzenmannschaft boten sie lange Paroli. Was den Distanzwurf anging, hatten sie die Nase sogar vorn (35:31 Prozent). Beim Rebound waren die Hagener den körperlich überlegenen Berlinern trotz leidenschaftlichen Einsatzes letztlich deutlich unterlegen.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Es war ein so knappes Spiel. Ich bin sehr, sehr stolz. Gegen eine sehr gute Mannschaft haben wir bis zum Ende mitgehalten.  Wir hatten eine Chance auf den Sieg. Kleine Momente haben dann entschieden. Berlin war überlegen bei den Rebounds, aber das ist okay bei deren Qualität. Ich freue mich darüber, wie mein Team das Spiel angenommen und gestaltet hat.“

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): „Ich respektiere Ingos Arbeit sehr. Er holt das Maximale aus seinem Team heraus. Es war ein enorm intensives Spiel. Wir wollten unbedingt gewinnen und hatten insbesondere zwei Ziele: den Rebound gegen eines der besten Rebound-Teams zu gewinnen und David Bell zu kontrollieren. Er ist der beste Spieler der Mannschaft. Beides ist uns gelungen.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – ALBA BERLIN 83:86 (44:47)

Phoenix Hagen: Jefferson (24/4), Elliott (18/4), Mann (11/1), Covington (10), Hess (6/1), Bell (5/1), Klassen (5, 7 Reb.), Geske (2), Grof (2), Keßen.

ALBA BERLIN: Milosavljevic (26/1), Kikanovic (26, 8 Reb.), Cherry (17/2), Taylor (7, 6 Ass.), King (6/2), Watt (2, 9 Reb.), Loncar (2), Wohlfarth-Bottermann, Vargas, Akpinar.

Stationen: 7:7 (5.), 13:21 (10.), 27:27 (15.), 44:47 (20.), 52:51 (25.), 61:65 (30.), 68:69 (35.), 83:86 (40.).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Galerie: Phoenix Hagen vs. ALBA BERLIN

 


 
 
 
 

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