ProA | 19.12.2015, 22:07 Uhr

Die Siegformel: Rebounds, Dreier, Selbstvertrauen

Es war Liebe auf den zweiten Blick. Obwohl Phoenix Hagen bei den Eisbären Bremerhaven schwer in die Partie kam, siegten die Feuervögel am 13. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 96:89 (40:49) in der Stadthalle Bremerhaven. Für Hagen war es der siebte Sieg im 13. Spiel und der vierte Erfolg in Serie.

David Bell kam auf 20 Zähler ...

David Bell kam auf 20 Zähler ...

... ebenso Brandon Jefferson

... ebenso Brandon Jefferson

Owen Klassen sammelte 5 Punkte

Owen Klassen sammelte 5 Punkte

Geschäftsführer Peter Brochhagen

Geschäftsführer Peter Brochhagen

Das Personal:

Bremerhaven konnte gegenüber der Partie gegen den Mitteldeutschen BC (84:88) wieder auf den Ex-Hagener Fabian Bleck zurückgreifen. Die Gastgeber begannen mit Jerry Smith, Kyle Fogg, Larry Gordon, Tony Bishop und Jannik Freese. Phoenix Hagen startete mit Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott und Owen Klassen.

Der Spielverlauf:

Bremerhaven präsentierte sich von Beginn an deutlich verbessert gegenüber der Niederlage gegen den MBC. Die Eisbären waren meistens einen Schritt schneller, während Phoenix Hagen zunächst keine rechte Einstellung zum Spiel fand. Offensiv leisteten sich die Gäste einige Konzentrationsfehler. Gegen die Schnellangriffe der Eisbären sah die Hagener Transition Defense einige Male schlecht aus. In einer schnell geführten Partie holte sich Hagen zwar zwischenzeitlich die 16:14-Führung, lag nach zehn Minuten aber mit 16:25 hinten – auch, weil Bremerhaven exzellent aus der Distanz traf (4/5 Dreier).

Beim Stand von 27:16 endete ein 13:0-Lauf der Eisbären. Phoenix blieb vor allem durch Distanzwürfe im Spiel. Am Brett belohnte sich die Mannschaft von Ingo Freyer allerdings nicht für die gute Reboundarbeit. Das Selbstvertrauen hielt Phoenix nun im Spiel, etwa als Brandon Jefferson aus der Distanz die Führung zurückeroberte (36:35, 15.). In der Endphase der ersten Halbzeit unterliefen den Hagenern wieder zu viele Konzentrationsfehler. Das nutzte Bremerhaven – angeführt von Kyle Fogg, dem 14 Punkte bis zur Pause gelangen – zu einer 49:40-Halbzeitführung aus.

Die Feuervögel erhöhten nach dem Seitenwechsel deutlich die Aggressivität in der Verteidigung. Bremerhaven traf zunächst weiter seine Dreier, doch die Leidenschaft war jetzt da im Phoenix-Spiel. J.J. Mann übernahm nun offensiv bei Phoenix. Die Hagener kamen so wieder in Schlagdistanz. David Bell verkürzte aus der Distanz zum 65:63 (28.). Ein richtiger Lauf wollte den Gästen aber nicht gelingen. So rettete Bremerhaven einen 69:67-Vorsprung in den Schlussabschnitt.

Die Hagener hatten die Partie jetzt recht gut unter Kontrolle, fingen sich aber gravierende Foulprobleme ein. Mit Owen Klassen, D.J. Covington und Ivan Elliott spielte die komplette lange Garde mit vier Fouls. Adam Hess brachte Phoenix dennoch endlich die Führung zurück (74:73, 33.). Das Spiel war nun komplett offen. Den ersten Wirkungstreffer setzte dann David Bell mit seinem Dreier zum 84:80 (36.). Den vorentscheidenden Korb erzielte Ivan Elliott, der Jannik Freese austanzte und 50 Sekunden vor dem Ende per Korbleger zum 90:87 vollendete. Kyle Fogg verpasste auf der Gegenseite den Dreier. David Bell und Brandon Jefferson sicherten den Phoenix-Sieg im Anschluss mit Freiwürfen.

Das Fazit:

Phoenix Hagen verdiente sich den Erfolg dank einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause. Die Mannschaft von Ingo Freyer profitierte davon, dass viele Spieler Verantwortung übernahmen. Aus der Nahdistanz machten sich die Gäste das Leben durch Konzentrationsprobleme allerdings sehr schwer und nutzten so den Reboundvorteil (40:32) nicht aus. Am Ende konnte Phoenix Hagen zulegen, zeigte sich nervenstark und selbstbewusst – und hat gut als Team funktioniert.

Die Trainerstimmen:

Chris Harris: „Das war das erwartet schwere Spiel für uns und wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass es wieder nicht zum Sieg gereicht hat. Wir haben heute viele Sachen richtig gemacht, nur eines haben wir zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekommen: die Rebounds des Gegners. Wir sind nach der Pause zu träge aus der Kabine gekommen. Die 14 Offensivrebounds der Hagener haben uns besonders im Schlussviertel sehr wehgetan. Phoenix hat nach der Pause mit mehr Tempo gespielt als wir und am Ende auch verdient gewonnen.“

Ingo Freyer: „Es war schwierig für uns, deshalb sind wir froh über diesen Sieg. Wir sind schwer reingekommen, haben uns vor allem offensiv schwer getan. In der ersten Halbzeit konnten wir nur über Dreier punkten, unter dem Korb waren wir in den ersten 20 Minuten quasi nicht präsent. Bremerhaven war gut eingestellt und hat es uns sehr schwer gemacht. Nach der Pause lief es dann besser für uns. Wir wollten die schwierige Situation der Eisbären ausnutzen und dieses Spiel unbedingt gewinnen. Glücklicherweise ist uns das gelungen.“

Die Statistik:

Eisbären Bremerhaven - Phoenix Hagen 89:96 (40:49)

Eisbären Bremerhaven: Fogg (22/5), Gordon (12/2), Zwiener (12/1), Smith (9, 7 Ass.), Bishop (9), Thomas (8/1), Bleck (7/1), Williams (5), Freese (5).

Phoenix Hagen: Bell (20/3, 7 Ass., 5 Reb.), Jefferson (20/5), Hess (13/3, 7 Reb.), Elliott (13/2, 7 Reb.), Covington (12), Mann (11/1), Klassen (5), Geske (2), Grof.

Zuschauer: 2.970

Stationen:12:8 (5.), 25:16 (10.), 35:36 (15.), 49:40 (20.), 59:54 (25.), 69:67 (30.), 80:81 (35.), 89:96 (40.).

 


 
 
 
 

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