ProA | 12.12.2015, 23:09 Uhr

100:60 – Feuervögel feiern Rekord-Sieg gegen Bayreuth

Den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte in der Beko Basketball Bundesliga feierte Phoenix Hagen mit einem 100:60 (52:30) gegen medi bayreuth. Nachdem sie in der fünften Minute in Führung gingen, zeigten sich die Gastgeber das ganze Spiel über dominant, treffsicher und stark im Rebound. 3.012 Zuschauer in der Arena am Ischeland sahen am 12. Spieltag den sechsten Saisonerfolg der Feuervögel und den dritten Sieg in Folge.

Topscorer J.J. Mann gegen Kenneth Horton

Topscorer J.J. Mann gegen Kenneth Horton

D.J. Covington beim Dunking

D.J. Covington beim Dunking

Pascal Zahner-Gothen gegen Jake Odum

Pascal Zahner-Gothen gegen Jake Odum

Die Spieler feierten den Erfolg mit den Fans

Die Spieler feierten den Erfolg mit den Fans

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen waren alle Spieler einsatzbereit. Headcoach Ingo Freyer startete wie schon bei den Siegen gegen Oldenburg und in Ludwigsburg mit Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott und Owen Klassen. Die Gäste konnten sich über die Rückkehr von Daniel Mullings freuen, der am letzten Wochenende gegen Ulm aufgrund von Rückenproblemen passen musste. Weiter nicht dabei waren die Guards Jeffrey Xavier (Syndesmoseriss) und Travis Leslie (Adduktorenriss) sowie Center Philipp Heyden (Knie-OP). Bayreuths Trainer Michael Koch bot Jake Odum, Bastian Doreth, John Flowers, Kenneth Horton und Andrew Naymick in der Starting Five auf.

Der Spielverlauf:

Beide Teams begannen intensiv, aber Bayreuth erwischte den besseren Start und blieb zunächst vorn. Für die Feuervögel erzielte J.J. Mann die ersten sechs Punkte – per Dreier, Freiwurf und Korbleger. Er war es auch, der Phoenix mit einem weiteren Dreier zum 10:8 erstmals in Führung brachte (5.). Nach dem Bayreuther Ausgleich setzte sich Phoenix bis auf 18:12 ab (8.). Mann traf seinen dritten Dreier im ersten Viertel zum 23:17 (9.). Insgesamt holte er im ersten Spielabschnitt stolze 16 Punkte. Er verpasste es, mit der Sirene noch weiter zu scoren. Das Viertel endete dennoch mit einem aus Phoenix-Sicht starken Zwischenstand von 25:18.

Das muntere Dreier-Schießen ging weiter: Adam Hess besorgte die erste zweistellige Führung zum 28:18 (11.). Auch in der Defense blieb Phoenix konzentriert, etwa als D.J. Covington Kendall Gray zum Brechen der 3-Sekunden-Regel zwang (13.). Ihren Vorsprung bauten die Feuervögel auf 34:20 aus (14.). Besonders aus der Distanz waren sie treffsicher, was Ivan Elliotts 39:22 unter Beweis stellte (15.). Die neue Bestmarke von 22 Punkten Differenz gelang Owen Klassen mit einem Freiwurf zum 48:26 (18.). Dieser Abstand blieb auch zur Pause bestehen, da Mann dieses Mal in der letzten Sekunde noch traf: 52:30 lautete der Halbzeitstand.

Phoenix hatte sich jetzt endgültig warmgeschossen und traf aus allen Positionen. Nach wie vor war die Dreier-Bilanz beeindruckend: Im dritten Viertel fanden fünf von sechs Distanzwürfen ihren Weg ins Netz. Damit schraubten die Hausherren auch den Abstand zu Bayreuth in die Höhe. 57:32 (Elliott, 23.), 60:32 (Mann, 24.) und 68:34 (Jefferson, 25.) und 78:41 (Hess, 29.) lauteten die Schlagzahlen. In der Defense hatten die Feuervögel ihre Gäste weiterhin im Griff. 82:45 war das mehr als komfortable Ergebnis, mit dem Phoenix in die letzten zehn Minuten ging.

Dass das Spiel noch einmal kippen könnte, glaubte niemand mehr ernsthaft. Stattdessen blieb den Feuervögeln Zeit für die Kür: Geske erhöhte per Freiwurf auf 40 Punkte Differenz und legte noch einen zum 88:47 nach (33.). Covington besorgte mit dem 91:47 die höchste Führung im gesamten Spiel, 44 Punkte Abstand (34.). Bayreuth ließ sich weiter verunsichern, Schrittfehler und ins Leere geworfene Bälle waren die Folge. Trotz der hohen Führung schraubten die Gastgeber ihre Intensität nicht herunter. Geske knackte per Freiwurf die 100-Punkte-Marke (40.). Den Endstand besorgte Bayreuth: Bastian Doreth traf kurz vor Schluss zum 100:60.

Das Fazit:


Ein fantastischer Abend für Phoenix Hagen: Noch nie gewannen die Feuervögel in der Beko BBL so hoch. Den bisherigen Rekord-Sieg beim 107:77 in Bremerhaven am 15. Oktober 2010 überflügelten die Volmestädter um zehn Punkte. Da wirkt der Blick auf die nackten Zahlen schon fast zu emotionslos, aber dennoch: Deutlich wurde das Verhältnis im Rebound (42:30) und bei den Assists (25:19) gewonnen. Auch die Wurfquoten sprechen für die Feuervögel. Interessant: Aus der Distanz (52 Prozent) war Phoenix noch etwas besser als aus der Nähe (49 Prozent). Die Gäste trafen dagegen nur drei von 13 Dreiern, was 23 Prozent entspricht. Einen Sahne-Tag erwischte J.J. Mann, der nur die ersten drei Viertel eingesetzt wurde und dabei 28 Punkte erzielte.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Das war heute in allen Belangen eine sehr gute Leistung von uns. Wir haben versucht, Odum und Doreth unter Druck zu setzen, das ist uns gelungen. Dadurch haben wir die nötige Aggressivität entwickelt und es sind uns auch andere Dinge gelungen. Wir haben sehr gut Dreier geworfen und den Rebound dominiert. Außerdem sind wir zum Ende konzentriert geblieben, darüber bin ich sehr froh.“

Michael Koch (medi bayreuth): „Es war ein auch in der Höhe verdienter Sieg. Es gibt ja im Sport eine Menge schöne Phrasen: Das war ein gebrauchter Tag für uns. Wir waren defensiv von Beginn an einen Schritt zu langsam und haben Hagen dadurch gute Würfe und Selbstbewusstsein gegeben. Dann war auch das Publikum im Spiel. Wir waren insgesamt mental zu schwach und offensiv zu zögerlich. Letztlich hatten wir in 38 von 40 Minuten keinen Zugriff auf das Spiel.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – medi bayreuth 100:60 (52:30)

Phoenix Hagen: Mann (28/5), Hess (13/3), Bell (11/1, 9 Ass.), Klassen (11), Covington (10, 11 Reb.), Geske (10), Jefferson (10/3), Elliott (6/2, 7 Reb.), Grof (1), Zahner-Gothen.

medi bayreuth: Flowers (25/3), Horton (10), Naymick (8), Odum (7, 7 Reb., 6 Ass.), Mullings (4), Gray (2), Doreth (2), Ziegenhagen.

Stationen: 10:8 (5.), 25:18 (10.), 39:24 (15.), 52:30 (20.), 68:34 (25.), 82:45 (30.), 91:49 (35.), 100:60 (40.).

Zuschauer: 3.012

Galerie: Phoenix Hagen vs. medi bayreuth

 


 
 
 
 

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