ProA | 05.12.2015, 22:41 Uhr

Feuervögel schubsen Ludwigsburg von der Tabellenspitze

Sieg beim Tabellenführer: Phoenix Hagen hat das Auswärtsspiel bei den MHP RIESEN Ludwigsburg am 11. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 87:70 (40:36) gewonnen. Vor 3.943 Zuschauern in der MHPArena übernahmen die Feuervögel in der siebten Minute die Führung, die sie das ganze Spiel über nicht mehr hergaben. Im Schlussviertel setzten sich die Hagener um Topscorer David Bell auch noch deutlich ab. Damit mussten die Hausherren ihren Spitzenplatz in der Beko BBL nach einem Spieltag wieder verlassen.

Topscorer David Bell gegen Mustafa Shakur

Topscorer David Bell gegen Mustafa Shakur

Hagens Point Guard Jefferson im Vorwärtsgang

Hagens Point Guard Jefferson im Vorwärtsgang

Adam Hess gegen den Ludwigsburger Huff

Adam Hess gegen den Ludwigsburger Huff

Gemeinsames Ritual nach dem Sieg

Gemeinsames Ritual nach dem Sieg

Das Personal:

Beide Teams konnten das Spiel ohne große Verletzungssorgen angehen. Wie schon beim Heimsieg gegen Pokalsieger Oldenburg standen Brandon Jefferson, David Bell, J.J. Mann, Ivan Elliott, der gegen seinen Ex-Klub spielte, und Owen Klassen in der Hagener Starting Five. Ludwigsburg begann mit Mustafa Shakur, Tekele Cotton, Roderick Trice, Shawn Huff und Jon Brockman.

Der Spielverlauf:

Die Gastgeber fanden etwas besser in die Partie. Brockman, Huff und Trice brachten Ludwigsburg mit 6:0 in Führung. Nach gut zwei Minuten kamen die Feuervögel durch einen Dreier von J.J. Mann zu ihren ersten Punkten. Kapitän Bell sorgte für den 8:8-Ausgleich (5.). Adam Hess holte mit einem Dreier die erste Führung für die Gäste und legte noch einen weiteren zum 10:16 hinterher (7.). Hagen gab nun das Tempo vor, hielt den Vorsprung und baute ihn Punkt um Punkt aus. Geske traf einen Korbleger zum 17:24, Hess zum 18:26 (10.). Das erste Viertel endete mit 21:26.

Ludwigsburg wurde aggressiver und kam zu einigen Ballgewinnen. Der eingewechselte David McCray war beim Distanzwurf erfolgreich, Trice traf zwei Freiwürfe. So stand es nur noch 26:28 (12.). Bell wurde seiner Leader-Rolle mit zwei guten Einzelaktionen gerecht, die zum 28:32 führten (13.). Bei diesem Stand blieb es drei Minuten lang. Hagen fasste sich schneller wieder und punktete mit Covington und Mann (17.). Die erneute 8-Punkte-Führung war nur von kurzer Dauer, da Jason Boone den Ball zweimal hintereinander einlochte. Mit einem knappen Vorsprung ging Phoenix beim Stand von 36:40 in die Pause.

Nachdem die Gastgeber auf zwei Punkte verkürzt hatten, drehten die Feuervögel auf. Elliott per Korbleger und Center Klassen sowie Bell aus der Distanz bewiesen ihr sicheres Händchen. Klassen besorgte die erstmalige zweistellige Führung für Hagen zum 42:52 (27.). Die Differenz von zehn Punkten stellte Klassen in der Folge gleich dreimal wieder her. Dass Brad Loesing zum 49:55 traf (30.), brachte Phoenix nicht groß in Bedrängnis. Die Gäste verteidigten klug und verstanden es, Ludwigsburg in der Offense zumindest teilweise aus dem Spiel zu nehmen. 51:59 war der Spielstand, als die letzten zehn Minuten begannen.

Im Schlussviertel blieb Hagen souverän und konzentriert. Den Westfalen gelang es beim Tabellenführer nun sogar, sich deutlich abzusetzen. Geske und Mann trafen für drei und erhöhten den Vorsprung auf 13 Zähler. Ludwigsburg konnte mehr als drei Minuten nicht scoren und ließ Hagen so davonziehen. Die Treffer von Covington und Jefferson zum 58:75 waren schon so etwas wie die Vorentscheidung (37.). Nach einem Dreier von David Bell zum 62:81 betrug der Vorsprung zwischenzeitlich sogar 19 Punkte (39.). Kapitän Bell war es auch, der mit zwei Freiwürfen für den Endstand von 70:87 sorgte.

Das Fazit:

Nach dem Heimsieg gegen Oldenburg schafft Phoenix Hagen einen weiteren sensationellen Erfolg beim Tabellenführer Ludwigsburg. Bis auf die ersten zwei Minuten drückten die Feuervögel konsequent ihr Spiel und ihr Tempo durch. Im letzten Viertel folgte die Kür mit einer beeindruckenden Offense-Leistung. Ein Schlüssel zum Sieg war die Wurfquote: Phoenix traf 47 Prozent aus dem Feld, Ludwigsburg nur 39,7 Prozent. Bei 30 Dreier-Versuchen verwandelten die Feuervögel jeden dritten, die Gastgeber dagegen nur einen einzigen von 13. Mit je 35 Abprallern trennten sich die beiden stärksten Rebound-Teams der Liga in dieser Kategorie unentschieden. Beste Werfer des Spiels waren die Hagener David Bell (23), Owen Klassen (17) und D.J. Covington (14). Zudem gelang J.J. Mann ein Double-double mit 12 Punkten und 10 Rebounds. Für einen Abend sind nun die s.Oliver Baskets neuer Tabellenführer der Beko BBL – punktgleich mit Frankfurt und Berlin, die sich morgen gegenüberstehen, sowie Ludwigsburg und Bamberg.

Die Trainerstimmen:

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Glückwunsch an Ingo Freyer und sein Team. Sie waren in allen Bereichen stärker als wir. Sie konnten mit uns machen, was sie wollten. Wir waren in der 1-gegen-1- und Pick-And-Roll-Verteidigung zu schwach. Wenn man nicht bereit ist, kriegt man in dieser Liga eine Klatsche. Es war eine peinliche Leistung von uns.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir haben heute konzentriert und tough gespielt. Das ist der Grund, warum wir eine Chance hatten, hier zu siegen. Dass wir am Ende so hoch gewinnen, ist natürlich sehr erfreulich. Durch unsere Konzentration konnten wir unseren Gameplan spielen. Elliott und Jefferson haben dabei zwar nicht wie üblich gescort, dafür hatten sie aber die beste +\- Wertung. Sie haben sehr gut verteidigt, sodass Ludwigsburg nur einen von 13 Dreiern getroffen hat.“

Die Statistik:

MHP RIESEN Ludwigsburg – Phoenix Hagen 70:87 (36:40)

MHP RIESEN Ludwigsburg: Brockman (13, 12 Reb.), Shakur (12, 6 Ass.), Boone (9), Trice (8, 8 Reb.), Huff (8), McCray (8/1), Cotton (4), Loesing (4), Waleskowski (4), Munoz.

Phoenix Hagen: Bell (23/4, 6 Ass.), Klassen (17/1), Covington (14), Mann (12/2, 10 Reb.), Hess (8/2), Jefferson (6, 3 St.), Geske (5/1, 6 Ass.), Elliott (2).

Stationen: 10:8 (5.), 21:26 (10.), 28:32 (15.), 36:40 (20.), 42:48 (25.), 51:59 (30.), 58:71 (35.), 70:87 (40.).

Zuschauer: 3.943

Galerie: MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

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