ProA | 06.11.2015, 22:17 Uhr

Phoenix holt zwei Punkte in Göttingen

Den dritten Saisonsieg sicherte sich Phoenix Hagen auswärts mit einem 94:84 (49:35)-Erfolg bei der BG Göttingen. 2.924 Zuschauer in der Sparkassen-Arena sahen am 7. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga das Pflichtspiel-Debüt von D.J. Covington für die Feuervögel und ein grandioses zweites Viertel der Gäste.

Spieler und Fans feierten gemeinsam

Spieler und Fans feierten gemeinsam

Covington gab sein erstes Liga-Spiel für Hagen

Covington gab sein erstes Liga-Spiel für Hagen

Marque Perry debütierte für Göttingen

Marque Perry debütierte für Göttingen

Das Personal:

Der von einem Bänderriss wieder genesene Center D.J. Covington feierte sein erstes Liga-Spiel für Phoenix Hagen. In der Starting Five der Volmestädter standen wie zuletzt gegen Frankfurt Brandon Jefferson, David Bell, Jonas Grof, Ivan Elliott und Owen Klassen. Für Göttingen begannen Terrell Everett, Marque Perry, Mathis Mönninghoff, David Godbold und Harper Kamp. Die Ex-Feuervögel Malte Schwarz und Dominik Spohr kamen von der Bank.

Der Spielverlauf:

Hagen fand gut in die Partie. Playmaker Jefferson traf per Dreier zur 8:2-Führung (3.). Göttingen glich durch Harper Kamp zum 8:8 aus (5.). Der eingewechselte D.J. Covington erzielte mit einem Dunking das 8:14 und damit einen eindrucksvollen Debüt-Treffer in der Beko BBL (6.). Göttingen startete einen Lauf bis zum 18:14, erneut nach einem Korb von Kamp (9.). Mit 20:17 endete das erste Viertel.

Das zweite Viertel gehörte den Feuervögeln. Durch zwei Korbleger von Elliott und Jefferson holte sich Phoenix die Führung zurück (12.). Göttingen war jetzt in der Offense völlig ohne Chance und konnte erst nach dreieinhalb Minuten wieder punkten. Zuvor hatte J.J. Mann mit seinem Halbdistanzwurf zum 20:30 den ersten zweistelligen Vorsprung erarbeitet (13.). Phoenix behielt weiter die Oberhand und erhöhte die Differenz sogar noch bis zum Pausenstand von 35:49.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Phoenix in Wurf-Laune. Debütant Covington sorgte mit seinem Treffer zum 47:63 für den höchsten Abstand des Abends (25.), den er kurz darauf per Bonus-Freiwurf zum 53:69 ein zweites Mal aufstellte (27.). Danach jedoch kam Göttingen besser ins Spiel. Langsam kämpften sie sich heran und ließen den Abstand schmelzen. Der letzte Korberfolg im Viertel zum 63:71 gelang Veilchen Marque Perry (29.).

Im Schlussviertel setzten die Hausherren dann erst richtig zur Aufholjagd an. Insbesondere Perry und Boykin trafen, während es bei den Feuervögeln phasenweise nicht mehr so rund lief. Zweimal kam Göttingen bis auf drei Zähler heran. Diese Warnschüsse nutzte Phoenix, um sich wieder zweistellig abzusetzen. Die vielen Freiwürfe, die sie durch frühe Göttinger Fouls bekamen, verwandelten die Gäste sicher. Den Schlusspunkt zum 84:94 setzte Shane Edwards per Dreier.

Das Fazit:

Gleich zwei gute Nachrichten an einem Abend: Zum einen kann Phoenix sich über den ersten Einsatz von Center D.J. Covington freuen. Der Neuzugang, der sich vor Saisonbeginn verletzt hatte, spielte gut 15 Minuten und erzielte dabei elf Zähler. Zum anderen bedeutet der Sieg gegen Göttingen zwei wichtige Punkte auf dem Hagener Konto. Die Gastgeber dagegen bleiben damit in dieser Saison weiter ohne Heimsieg. Auch eine Frage der Effizienz: Während sie 76 Wurfversuche aus dem Feld unternahmen, waren es bei Hagen nur 54. Die Quoten liegen allerdings bei 44,7 Prozent für die BG und bei 51,9 Prozent für Phoenix. Besonders zu schaffen machte Göttingen eine unterirdische Dreier-Quote von gerade einmal 20 Prozent. Phoenix dagegen traf mit neun von 18 die Hälfte der Distanzwürfe. Topscorer wurde Kapitän David Bell mit 25 Punkten.

Die Trainerstimmen:

Johan Roijakkers (BG Göttingen): „Hagen war die bessere Mannschaft. Wir haben heute alles gegeben. Wir haben lange mit allen unseren US-Amerikanern gespielt, aber wir waren nicht gut genug, um Hagen zu schlagen. Unser Basketball-IQ reicht dafür nicht aus. Das kann man nicht trainieren, darum müssen wir uns etwas anderes überlegen.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Ich bin zufrieden, dass wir in Göttingen gewonnen haben. Das sind zwei wichtige Punkte für uns. Aber ich bin nicht damit zufrieden, wie wir gewonnen haben. Wir haben die Sachen, die wir uns vorgenommen haben, nicht über 40 Minuten umgesetzt. Im ersten und im dritten Viertel hat Göttingen seine Stärken ausgespielt und angefangen Dreier zu treffen. So haben sie in eigener Halle natürlich einen Lauf bekommen. Wir müssen fokussiert bleiben, unsere Stärken besser ausspielen und dem Gegner seine Stärken besser wegnehmen.“

Die Statistik:

BG Göttingen – Phoenix Hagen 84:94 (35:49)

BG Göttingen: Kamp (23), Perry (19/1, 7 Ass.), Edwards (17/1, 3 BS), Everett (10/1), Godbold (5/1), Boykin (4), Spohr (3), Schwarz (3), Kulawick, Mönninghoff.

Phoenix Hagen: Bell (25/2), Jefferson (20/4), Klassen (14, 9 Reb., 4 BS), Elliott (12/1, 9 Reb.), Covington (11), Mann (5/1), Geske (4, 5 Ass.), Hess (3/1), Grof, Keßen.

Stationen: 8:10 (5.), 20:17 (10.), 24:35 (15.), 35:49 (20.), 47:63 (25.), 63:71 (30.), 72:77 (35.), 84:94 (40.).

Zuschauer: 2.924

Galerie: BG Göttingen vs. Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

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