ProA | 31.10.2015, 20:47 Uhr

Ein Wurf fehlt Phoenix am Ende gegen Frankfurt

Eine knappe Niederlage gegen einen ambitionierten Europapokal-Teilnehmer: Phoenix Hagen musste sich am 6. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga den FRAPORT SKYLINERS mit 68:71 (32:30) geschlagen geben. Vor 2.793 Zuschauern in der Arena am Ischeland zeigten die Hagener eine beachtliche Defense-Leistung, führten zwischenzeitig zweistellig und gestalteten das Spiel bis zum Ende offen. Zum Sieg fehlte aber ein letzter erfolgreicher Angriff.

Kapitän David Bell gegen Aaron Doornekamp

Kapitän David Bell gegen Aaron Doornekamp

Jonas Grof erzielte zehn Punkte

Jonas Grof erzielte zehn Punkte

Frankfurts Point Guard Theodore spielte stark

Frankfurts Point Guard Theodore spielte stark

Das Personal:

Hagens Kapitän David Bell konnte von Beginn an spielen, obwohl er sich im Spiel in Würzburg Rückenprobleme zugezogen hatte. Neben ihm standen Brandon Jefferson, Jonas Grof, Ivan Elliott und Owen Klassen in der Starting Five. Nach wie vor verletzt fehlte D.J. Covington (Bänderriss). Frankfurts Trainer Gordon Herbert konnte sich über die Rückkehr von Nationalspieler Johannes Voigtmann (Knieprobleme) freuen. Für die SKYLINERS begannen Quantez Robertson, Jordan Theodore, Aaron Doornekamp, John Little und Mike Morrison.

Der Spielverlauf:

Die Partie begann zunächst recht punktearm und war eher defensiv geprägt. Einige vergebene Würfe, Ballverluste und Blocks auf beiden Seiten trugen dazu bei, dass es nach fünf Minuten erst 5:6 stand. Danach konnte Phoenix sich durch Freiwürfe bis auf 12:6 absetzen (8.). Bis auf 18:9 baute Hagen den Vorsprung aus (20.), ehe das erste Viertel mit 18:13 endete.

Phoenix hatte die Frankfurter jetzt gut im Griff und kam im Gegenzug selbst zu Punkten. Die SKYLINERS brauchten im zweiten Viertel über drei Minuten, ehe sie durch ein Dunking von Johannes Voigtmann überhaupt scoren konnten. Doch Frankfurt tat sich weiter schwer. Hagens Hess sorgte mit seinem Dreier zum 25:15 für die erstmalige zweistellige Führung (16.). Jetzt fand Frankfurt ins Spiel und kämpfte sich bis zum 27:27-Ausgleich durch Danilo Barthel zurück (19.). Mit 32:30 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging Frankfurt durch Doornekamp in Führung. Robertson traf zum 33:38 (23.). Phoenix hatte nun nicht mehr so leichtes Spiel, blieb aber dran. Der überzeugende Jonas Grof konnte mit einem krachenden Dunking zum 38:38 ausgleichen (26.). Das Viertel blieb hart umkämpft, Frankfurt hatte nur ganz leicht die Nase vorn. Zwei Sekunden vor Ende lochte Barthel zum 46:49 ein.

Durch einen Korbleger von Jordan Theodore setzte sich Frankfurt auf 48:55 ab (33.). Den Dreier von David Bell egalisierte Doornekamp durch einen weiteren Treffer aus der Distanz (34.). Danach jedoch war Phoenix mehrfach nah dran am Ausgleich. Richtig spannend wurde es in der letzten Minute: Bell traf 44 Sekunden vor Ende den Dreier zum 68:70. Frankfurt konnte den folgenden Angriff nicht nutzen. Bei wenigen Sekunden auf der Uhr punktete Bell aber nicht. Da der gefoulte Robertson nur einen von zwei Freiwürfen traf, blieb ein kleiner Rest Hoffnung. Doch Elliott brachte den letzten Dreier aus großer Entfernung nicht im Netz unter.

Das Fazit:

Die schlechtere Wurfquote war ein entscheidender Faktor: Beide Teams nahmen 63 Würfe aus dem Feld. Während Phoenix davon 21 versenkte, waren es auf Frankfurter Seite 28. Das entspricht Quoten von 33 beziehungsweise 44 Prozent. Beim Rebound waren die Hagener dagegen mit 44:35 überlegen. Vier Hagener Spieler punkteten zweistellig: Jefferson (13), Bell (12), Klassen (11) und Grof (10), der damit und mit über 30 Minuten Spielzeit neue persönliche Liga-Bestwerte aufstellte. Bei Frankfurt glänzten vor allem Doornekamp, mit 15 Punkten und neun Abprallern Topscorer und bester Rebounder, sowie Voigtmann, der mit 14 Punkten und sechs Rebounds nach längerer Verletzung ein starkes Comeback hinlegte. Auch Point Guard Theodore 12 Punkte zum Sieg bei.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben sehr, sehr gut verteidigt. Lange Zeit konnten wir Frankfurt die Stärken nehmen. Am Ende haben wir wenige Fehler gemacht, die vor allem Doornekamp ausgenutzt hat. Mit Theodore hat Frankfurt einen herausragenden Aufbauspieler, der die Verantwortung übernimmt und die wichtigen Punkte macht. Wir haben alles gegeben, darum bin ich nicht unzufrieden. Wir haben heute gegen eine starke Mannschaft sehr gut gespielt. Schade, dass es nicht gereicht hat, David Bell hätte den letzten Dreier auch treffen können, wie er es schon oft getan hat.“

Gordon Herbert (FRAPORT SKYLINERS): „Es war ein sehr intensives Spiel von beiden Mannschaften. Es gab keine leichten Körbe. Hagen hat gut verteidigt, wir hatten vor allem im ersten Viertel große Probleme damit. Das war heute ein wichtiger Auswärtssieg für uns gegen einen guten Gegner in einer guten Atmosphäre.“

Die Statistik:


Phoenix Hagen – FRAPORT SKYLINERS 68:71 (32:30)

Phoenix Hagen: Jefferson (13/3), Bell (12/3), Klassen (11, 12 Reb.), Grof (10, 7 Reb.), Hess (7/1), Mann (6), Geske (4), Smith (3), Elliott (2).

FRAPORT SKYLINERS: Doornekamp (15/3, 9 Reb., 3 BS), Voigtmann (14/1), Theodore (12, 6 Ass.), Robertson (11), Barthel (10), Morrison (4), Klein (3/1), Little (2), Merz.

Stationen: 5:6 (5.), 18:13 (10.), 22:15 (15.), 32:30 (20.), 36:38 (25.), 46:49 (30.), 55:60 (35.), 68:71 (40.).

Zuschauer: 2.793

Galerie: Phoenix Hagen vs. FRAPORT SKYLINERS

 


 
 
 
 

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