ProA | 10.10.2015, 20:36 Uhr

Ein starkes erstes Viertel reicht Phoenix in Neu-Ulm nicht

Trotz eines guten Beginns hat Phoenix Hagen das Auswärtsspiel bei ratiopharm ulm mit 73:95 (43:47) verloren. Nachdem die Feuervögel im ersten Viertel der Beko BBL-Partie des 3. Spieltags noch mit 27:23 die Nase vorn hatten, waren die Ulmer insbesondere im dritten Spielabschnitt überlegen. Vor 6.200 Zuschauern in der ausverkauften ratiopharm arena in Neu-Ulm gelangen Ivan Elliott 18 Punkte in einem Viertel.

Für Phoenix gab es in Neu-Ulm nichts zu holen

Für Phoenix gab es in Neu-Ulm nichts zu holen

Kapitän David Bell gegen Carlon Brown

Kapitän David Bell gegen Carlon Brown

Ivan Elliott erzielte 18 Punkte im ersten Viertel

Ivan Elliott erzielte 18 Punkte im ersten Viertel

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen fiel Center D.J. Covington weiter mit einem Innenbandriss im Sprunggelenk aus. Sein Ersatz Tommy Lee Smith trug nach seinem Heimdebüt gegen Bayern München nun auch das erste Mal das Hagener Auswärtstrikot. Phoenix Hagen startete mit Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott, Adam Hess und Owen Klassen. Für Hess war es das erste Aufeinandertreffen mit seinem ehemaligen Klub nach seiner Rückkehr nach Hagen. Ulm begann mit Ex-Feuervogel Per Günther, Carlon Brown, DeAndre Kane, Augustine Rubit und Raymar Morgan.

Der Spielverlauf:

Der Ulmer Headcoach Thorsten Leibenath hatte vor der Partie vor der Hagener Dreier-Stärke gewarnt. Diese Warnung blieb zunächst unerhört: Schon nach zehn Sekunden traf Adam Hess für drei. Ivan Elliott legte zum 0:6 nach. Die Hausherren berappelten sich kurzzeitig, DeAndre Kane besorgte den Ausgleich, verpasste jedoch per Bonus-Freiwurf die erstmalige Ulmer Führung (3.). Die holte wenig später Per Günther mit einem Freiwurf zum 9:8 (4.). Phoenix zeigte sich insbesondere aus der Distanz treffsicher. Allein Ivan Elliott traf fünf Dreier bei fünf Versuchen und kam insgesamt auf 18 Punkte im ersten Viertel. Das beendete Phoenix mit einer 27:23-Führung.

Phoenix baute den Vorsprung bis zum 23:32 nach Dreier von Jefferson aus (11.). Ulm fand jetzt ins Spiel und kämpfte sich zurück. Wieder war es Günther, der sein Team per Freiwurf zum 37:36 nach vorn brachte (15.). In der Folge wechselte die Führung mehrfach. Unter anderem holte Nachwuchsspieler Jonas Grof nach David Bells 40:40-Ausgleich (16.) die Hagener Führung zurück (17.). Die Ulmer hatten ihren Weg durch die Hagener Verteidigung gefunden und kamen mit einfachen Korblegern zu Punkten. Auch von der Dreierlinie trafen sie besser als noch im ersten Viertel. Mit 47:43 aus Ulmer Sicht ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ließ Phoenix sich nicht abschütteln und schnupperte am Ausgleich. Auf Hess’ Korbleger zum 51:49 (23.) folgte jedoch eine Schwächephase. Die Hagener Offensiv-Abteilung geriet ins Stocken, während Ulm bis auf 58:49 enteilte (26.). Phoenix traf durch Bell und Grof, aber Ulm war nicht mehr zu stoppen. Mit dem ersten Treffer von Neuzugang David Brembly zum 75:55 setzte sich der Gastgeber sogar mit 20 Punkten ab (29.). Beim Stand von 75:58 starteten die letzten zehn Minuten.

Im Schlussviertel gelang es Phoenix nicht, den Rückstand aufzuholen. Der höchste Vorsprung der Ulmer betrug zwischenzeitlich 24 Punkte. Sein Debüt im orangefarbenen Dress feierte Jose Salvador Arco. Der Spanier, der gut fünf Minuten vor Spielende eingewechselt wurde, war als Ersatz für den am Rücken verletzten Taylor Braun nachverpflichtet worden. Auch der 18-jährige David Krämer kam zu seinem ersten Beko BBL-Einsatz und erzielte direkt einen Dreier. Das Endergebnis lautete 95:73. Topscorer der Partie wurde Per Günther mit 25 Punkten.

Das Fazit:

Phoenix hatte gut begonnen und das erste Viertel vor allem aufgrund einer überragenden Dreier-Quote mit 27:23 für sich entschieden. Danach drehte Ulm das Spiel und setzte sich im dritten Viertel entscheidend ab. Phoenix tat sich schwer, Lücken in der Ulmer Verteidigung zu finden, und ließ in der Defense zu viel zu. So kamen die Ulmer zu deutlich mehr Wurf-Versuchen im Zweier-Bereich als Hagen (57:40). Bester Werfer der Gäste war Ivan Elliott, der 18 seiner 20 Punkte im ersten Viertel erzielte. Damit war er der einzige Phoenix-Akteur, der zweistellig punkten konnte. Jonas Grof stellte mit acht Punkten seinen Liga-Bestwert ein.

Die Trainerstimmen:

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Im ersten Viertel hatten wir noch Anpassungsprobleme. Besonders Elliott haben wir oft an der Dreierlinie zu frei gelassen, wobei er auch schwere Würfe getroffen hat. Ab dem zweiten Viertel haben wir dann insgesamt eine sehr starke Defensivleistung gezeigt und dem Gegner die freien Würfe weggenommen. Im dritten Viertel kam dann eine noch stärkere Offensivleistung hinzu. Wir haben disziplinierter gespielt und unsere Ballverluste reduziert. Im letzten Viertel haben wir dann nicht mehr zugelassen, dass Hagen ins Spiel zurückkommt. Insgesamt waren wir über 40 Minuten sehr konzentriert.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Ulm hat zu Recht gewonnen, weil wir es im dritten Viertel zugelassen haben, dass sie ihre Stärken ausspielen. In der Phase hat sich das Spiel entschieden. Per Günther hatte großen Anteil daran. Wir dürfen ihm nicht drei oder vier Layups in Folge gestatten. Dann hat er natürlich Selbstvertrauen und trifft auch die schwierigen Würfe von außen. Ich bin ein wenig enttäuscht vom Auftreten meiner Mannschaft. Ich hätte mir gewünscht, dass wir physischer spielen, gerade unter dem Korb.“

Die Statistik:

ratiopharm ulm – Phoenix Hagen 95:73 (47:43)

ratiopharm ulm: Günther (25/4, 8 Ass.), Rubit (20, 7 Reb.), Morgan (15/1), Kane (13/1, 9 Ass.), Butler (9/1), Brown (6), Krämer (3/1), Brembly (2), Neumann (2), Ferner, Arco, Rohwer.

Phoenix Hagen: Elliott (20/5, 7 Reb.), Bell (9, 6 Ass.), Hess (9/1), Geske (8, 4 St.), Grof (8), Jefferson (7/1), Klassen (7, 11 Reb.), Mann (5/1), Smith.

Stationen: 11:14 (5.), 23:27 (10.), 40:38 (15.), 47:43 (20.), 56:49 (25.), 75:58 (30.), 85:64 (35.), 95:73 (40.).

Zuschauer: 6.200 (ausverkauft)

Galerie: ratiopharm ulm – Phoenix Hagen

 


 
 
 
 

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