ProA | 08.10.2015, 00:19 Uhr

Bayern am Ende einfach zu stark

Klar verloren, aber mit donnerndem Applaus verabschiedet: 3.145 Zuschauer in der ausverkauften Arena am Ischeland sahen eine Halbzeit lang eine herausragende Vorstellung von Phoenix Hagen, bevor der FC Bayern München nach der Pause keine Fragen mehr aufkommen ließ. Die Bayern siegten am Ende mit 97:82 (45:57).

Brandon Jefferson gegen Alex Renfroe

Brandon Jefferson gegen Alex Renfroe

Dusko Savanovic gegen Ivan Elliott

Dusko Savanovic gegen Ivan Elliott

J.J. Mann gegen Paul Zipser

J.J. Mann gegen Paul Zipser

Tolle Choreographie vor dem Spiel

Tolle Choreographie vor dem Spiel

Das Personal:

Bei Phoenix Hagen gab Tommy Lee Smith als Ersatz für den verletzten D.J. Covington sein Debüt. Die Bayern spielten ohne die verletzten Bryce Taylor, Maximilian Kleber und Vasilije Micic. Für Phoenix starteten Brandon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott, Adam Hess und Owen Klassen. Die Bayern begannen mit Alex Renfroe, K.C. Rivers, Nihad Djedovic, Dusko Savanovic und John Bryant.

Der Spielverlauf:


Nach einem Fehlstart (0:6) spielten sich die Hagener in einen Rausch. Insbesondere Adam Hess traf aus allen Lagen. Sein Dreier ließ Phoenix bis auf 23:13 enteilen (7.). Weil auch Owen Klassen gut im Spiel war, hatten die Gäste aus München große Schwierigkeiten mit den Feuervögeln. Teamgeist, Tempo, Kampfkraft und Wurfgewalt machten die körperlichen,  athletischen und individuellen Nachteile wett. Mit Standing Ovations verabschiedeten die Fans ihr Team beim Stande von 30:21 in die Viertelpause.

Die Bayern versuchten jetzt verstärkt, die große körperliche Überlegenheit auszuspielen. Das gelang zunächst gut. Nihad Djedovic brachte die Bayern mit 37:36 in Führung (15.). Doch die Hagener bewiesen erneut Mut und Charakter. Adam Hess erhöhte per Floater auf 46:37, Brandon Jefferson per Dreier gar auf 51:39 (18.). Ungläubiges Staunen auf den Rängen: Phoenix Hagen führte zur Pause mit 57:45 und hatte sogar beim Rebound (19:13) klare Vorteile.

Die Ansprachen in der Bayern-Kabine waren in der Halbzeit und nach dem Spiel offenbar zum Mithören gedacht. 57 Gegenpunkte erschienen Svetislav Pesic total unakzeptabel. Ihre Wirkung verfehlten die Worte dann auch nicht. Die Bayern kamen mit enormer Aggressivität aus der Kabine. Gegen den gewaltigen Druck und die enorme Physis der Gäste wurde es für Phoenix von Minute zu Minute schwerer. Nach 26 Minuten war es soweit: Djedovic traf aus dem Fastbreak zum 64:63 für die Bayern.  Die wenigen freien Hagener Würfe fielen jetzt nicht mehr. Bayern setzte sich zur letzten Viertelpause bis auf 74:65 ab.

Nun war es um Phoenix Hagen geschehen. Bei hoher Foulbelastung schwanden langsam die Kräfte. Die Bayern hatten den Hagener Rhythmus der ersten Hälfte nachhaltig zerstört.  John Bryant erhöhte nach 25 Minuten auf 85:67. Immerhin, ein kleiner Ritterschlag: Svetislav Pesic ließ seine Leistungsträger bis zum Ende Vollgas geben. Von den Youngstern erhielt nur Daniel Mayr zwei Minuten Einsatzzeit.

Das Fazit:

Phoenix Hagen begeisterte die Zuschauer mit einer hingebungsvollen Vorstellung, die Mut macht. Allerdings wurde nach dem Wechsel auch die ungeheure Qualität der Bayern überdeutlich, die weit entfernt ist von vielen Teams der Beko BBL. Körperlich, athletisch und von der individuellen Qualität war es nun ein Klassenunterschied. Phoenix Hagen hat sich jedoch mit dem Erfolg bei der Krombacher Challenge, dem Sieg beim  Mitteldeutschen BC und dem Spiel gegen die Bayern spürbar viele Sympathien bei den Fans zurückholen können. Diese Mannschaft macht bisher Spaß!

Die Trainerstimmen:


Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Es macht Spaß, gegen die Bayern zu spielen, um sich mit so einer Marke zu messen. Und es ist schön, eine Siegchance zu haben. Wir haben vor der Pause sehr gut gespielt. Wir hatten da eine Chance auf den Sieg. In der zweiten Hälfte war München dann zu aggressiv und körperlich zu stark für uns. Dem Druck konnten wir nicht über 40 Minuten standhalten.“

Svetislav Pesic (FC Bayern München): „Wir sind nicht alleine auf dem Spielfeld. Hagen hat mit viel Mut und Risiko gespielt. Hess hat im ersten Viertel vier Dreier getroffen, die wir eigentlich nicht schlecht verteidigt hatten. Wir haben in der zweiten Hälfte aber deutlich besser gespielt und diese schwere Aufgabe gelöst. Jetzt werden wir weiter daran arbeiten, damit wir unsere Team-Defense verbessern.“

Die Statistik:


Phoenix Hagen – FC Bayern München 82:97 (57:45)

Phoenix Hagen: Hess (24/4), Jefferson (14/2), Klassen (12), Bell (11/3), Geske (8/1), Mann (5/1), Elliott (4, 8 Reb.), Smith (2, 3 BS), Grof (2), Keßen.

FC Bayern München: Bryant (19), Savanovic (16/1), Djedovic (14/1), Gavel (14/2), Renfroe (13/1, 7 Ass.), Rivers (11/1), Zipser (5), Thompson (5), Mayr.

Stationen: 15:8 (5.), 30:21 (10.), 38:37 (15.), 57:45 (20.), 63:62 (25.), 65:74 (30.), 71:89 (35.), 82:97 (40.).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Galerie: Phoenix Hagen – FC Bayern München

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets