ProA | 30.04.2015, 22:04 Uhr

Phoenix schließt die Saison trotz Niederlage auf Platz 13 ab

Phoenix Hagen hat die Saison 2014/2015 der Beko Basketball Bundesliga auf dem 13. Tabellenplatz abgeschlossen. Daran änderte auch die 87:66 (42:38)-Niederlage am letzten Hauptrundenspieltag bei den Basketball Löwen Braunschweig nichts. Vor 2.364 Zuschauern in der Braunschweiger Volkswagen Halle kämpften sich die Feuervögel nach zweistelligem Rückstand bis auf einen Punkt zurück. Letztlich mussten sie sich aber dennoch deutlich geschlagen geben. Wieder einmal setzte Phoenix-Headcoach Ingo Freyer stark auf die eigene Jugend.

Larry Gordon zieht hoch zum Korb

Larry Gordon zieht hoch zum Korb

Niklas Geske gegen Abromaitis und Joyce

Niklas Geske gegen Abromaitis und Joyce

Hagener Fans on tour: Sowohl die Tornados ...

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... als auch die G-Blocker reisten mit

... als auch die G-Blocker reisten mit

Das Personal:

Die Basketball Löwen Braunschweig mussten auf Shooting Guard Trent Lockett (Handgelenksverletzung) verzichten. Den Feuervögeln fehlte wie bereits in den letzten vier Partien Kapitän David Bell (Ellbogenverletzung). Auch Zamal Nixon (Magen-Darm-Grippe) war nicht einsatzbereit, sodass Freyer nur vier Importspieler zur Verfügung standen. Dafür waren die Nachwuchsspieler Jonas Grof und Marcel Keßen wieder an Bord, die am Sonntag mit einem Sieg der Phoenix Juniors gegen die Young Dragons den Einzug in das NBBL TOP4 in eigener Halle am 16. und 17. Mai gesichert hatten.

Der Spielverlauf:

Die Partie begann sehr ausgeglichen und mit vielen Führungswechseln. Kyle Visser eröffnete das Spiel mit einem Sprungwurf aus der Halbdistanz. Die Feuervögel gingen nach den Treffern von Todd Brown zum 2:3 (2.), Dino Gregory zum 8:9 (4.) und 11:13 (6.) sowie von Larry Gordon zum 13:15 (7.) in Führung. Mehr als drei Punkte Vorsprung konnte Phoenix sich jedoch nicht erarbeiten. Immer wieder kam Braunschweig zurück. Zum letzten Mal im ersten Viertel lagen die Feuervögel vorne, als Jonas Grof nach Assist von Niklas Geske einen sehenswerten Dreier zum 17:18 im Korb unterbrachte (8.). Danach geriet die Hagener Offense ins Stocken. In der Defense ließen sie zu leichte Abschlüsse für die Braunschweiger um Top-Scorer Tim Abromaitis und Spielmacher Dru Joyce zu. Mit 27:18 nach Korbleger von Abromaitis endete das erste Viertel.

Erst nach über einer Minute im zweiten Spielabschnitt gelang es Fabian Bleck per Freiwurf, den viertelübergreifenden 12:0-Lauf der Hausherren zu stoppen. Doch auch danach blieb Braunschweig spielbestimmend, erreichte bis in die Mitte des Viertels hinein immer wieder eine zweistellige Führung. Die Feuervögel ließen insbesondere von der Dreierlinie die Treffsicherheit vermissen. Nach Vissers Freiwurf zum 42:28 (17.) übernahmen die Feuervögel die Partie. Sie verzichteten jetzt weitestgehend auf Wurfversuche aus der Distanz und suchten sich den Weg durch die Braunschweiger Verteidigung. Die Schüsse, die sie nahmen, saßen, und so schmolz der Vorsprung der Löwen, die knapp vier Minuten nicht trafen, auf vier Zähler.

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst so ausgeglichen zu wie zu Beginn der Partie. Phoenix schnupperte jetzt am Ausgleich. Nach Geskes Korbleger zum 49:48 (25.) waren die Hagener nur noch einen Punkt von den Gastgebern entfernt. Doch die gaben noch einmal Gas und setzten sich wieder ab. Abromaitis sorgte mit einem Dunking zum 58:48 für die erneute zweistellige Führung (27.). Bei den Feuervögeln standen mit Niklas Geske, Jonas Grof, Fabian Bleck und Marcel Keßen zwischenzeitlich vier junge deutsche Spieler gleichzeitig auf dem Parkett. Kurz darauf wurde Geske durch Moritz Krume ersetzt, es blieb also bei den vier Nachwuchsspielern. Die letzten zehn Minuten begannen beim Stand von 62:53.

Im Schlussviertel schien Dino Gregory per Korbleger nach Offensiv-Rebound zu einer Aufholjagd wie gegen Bonn anzusetzen. Doch die Braunschweiger ließen sich das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen. Mit viel Sicherheit im Abschluss schraubten sie ihren Vorsprung in die Höhe. Dominique Johnson sorgte mit dem Korbleger zum 84:62 für den größten Abstand der Partie (39.). Bei den Feuervögeln lief offensiv nicht mehr viel, aus dem Feld trafen sie kaum noch. Die letzten sechs Hagener Punkte waren Freiwürfe von Geske. Den 87:66-Endstand besorgte Johnson per Dreier.

Das Fazit:

Für beide Mannschaften ging es am letzten Hauptrundenspieltag nicht mehr um viel. Phoenix Hagen hatte besonders an den schwachen Wurfquoten zu knacken. Nur zwei von 17 Dreiern trafen die Feuervögel. Auch aus der Nahdistanz sah es nicht viel besser aus: Der Quote von 47 Prozent standen 59 Prozent bei den Braunschweigern gegenüber. Da half es auch nicht, dass Phoenix von der Freiwurflinie mit 83 zu 71 Prozent deutlich sicherer war. Bei den Feuervögeln übernahmen die jungen deutschen Spieler wieder viel Verantwortung. Allen voran schritt Niklas Geske, der mit knapp dreißig Minuten Spielzeit von allen Akteuren am längsten auf dem Feld stand. Jonas Grof stellte mit über 20 Minuten Einsatzzeit ein Career-High auf. Auch Fabian Bleck, Marcel Keßen, Moritz Krume und Arber Tolaj bekamen ihre Einsatzzeiten. Top-Scorer der Partie wurde Braunschweigs Tim Abromaitis mit 23 Punkten, während bei Hagen Dino Gregory mit 16 Zählern bester Werfer war.

Die Trainerstimmen:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): „Es war heute eine gute Gelegenheit, noch einmal tief in die Bank zu gehen und allen Spielern die Chance auf Minuten zu geben. Und ich hoffe, es war für die Fans ein unterhaltsames Spiel. Ich muss aber meinen Jungs ein Kompliment machen, was die ganze Saison anbelangt. Das Team hat einen guten Job gemacht. Sicherlich tut es weh, dass am Ende sieben Punkte zum Playoff-Einzug gefehlt haben. Das zeigt allerdings auch nur, wie knapp es letztendlich war. Wir beenden die Saison auf dem neunten Platz und das war nahe am Maximum von dem, was wir erwarten durften.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Glückwunsch an Braunschweig, sie haben heute verdient gewonnen. Wir haben heute unter den Voraussetzungen und mit den schlechten Quoten keine Chance gehabt. Die Trefferquoten lagen bei 37 Prozent für uns und 51 Prozent für die Löwen. Außerdem waren 18 Ballverluste zu viel. Und wenn man alleine auf die Wurfquoten schaut, dann geht die Niederlage mit 20 Punkten Differenz am Ende auch in Ordnung.“

Die Statistik:

Basketball Löwen Braunschweig – Phoenix Hagen 87:66 (42:38)

Basketball Löwen Braunschweig: Abromaitis (23/2), Visser (14), Allen (12), Adler (10/2), Joyce (7/2, 10 Ass.), McElroy (5/1), Pluskota (5), Johnson (5/1), Simon (3/1), Bogdanov (3), Gertz, Theis.

Phoenix Hagen: Gregory (16, 7 Reb.), Geske (14), Gordon (10, 8 Reb.), Brown (7/1), Grof (7/1), Bleck (5), Ramsey (3, 10 Reb.), Keßen (2), Igbavboa (1), Krume (1), Tolaj.

Zuschauer: 2.364

Schiedsrichter: Toni Rodriguez Soriano, Anne Panther, Michael Gutting

Technischer Kommissar: Ingo Holsten

Stationen: 11:11 (5.), 27:18 (10.), 33:24 (15.), 42:38 (20.), 53:48 (25.), 62:53 (30.), 77:60 (35.), 87:66 (40.).

 


 
 
 
 

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