ProA | 01.03.2015, 17:10 Uhr

Feuervögel zu nachlässig gegen treffsichere Ludwigsburger

Offensivstarke MHP RIESEN siegen in Hagen: Mit 79:95 (38:51) hat Phoenix Hagen die Partie des 24. Spieltags der Beko Basketball Bundesliga gegen die Gäste aus Ludwigsburg verloren. Vor 3.109 Zuschauern in der ENERVIE Arena bezwangen die RIESEN mit hoher Trefferquote und Durchsetzungsvermögen unter den Körben die Feuervögel, bei denen die jungen deutschen Spieler Bleck und Geske viel Verantwortung übernahmen.

Geske gegen zwei Ludwigsburger

Geske gegen zwei Ludwigsburger

Brockman holte 13 Punkte und zwölf Rebounds

Brockman holte 13 Punkte und zwölf Rebounds

Grof kam zu seinem zweiten Beko BBL-Spiel

Grof kam zu seinem zweiten Beko BBL-Spiel

Das Personal:

Hagens Headcoach Ingo Freyer konnte personell aus dem Vollen schöpfen. In der Starting Five standen neben David Bell, Keith Ramsey und Larry Gordon auch die Youngsters Niklas Geske und Fabian Bleck. Bei den MHP RIESEN Ludwigsburg pausierte Ex-NBA-Spieler Coby Karl. Auch Neuzugang Zach Morley, früher für ALBA BERLIN am Ball, kam noch nicht zum Einsatz.

Der Spielverlauf:

Ein Auftakt nach Maß: Nachdem Keith Ramsey den Sprungball gewonnen hatte, erzielte Niklas Geske mit einem Dreipunktewurf die ersten Punkte des Spiels. Auch Larry Gordon (3.) und David Bell (4.) trafen kurz darauf aus der Distanz. Da Phoenix intensiv verteidigte, kamen die RIESEN in der Anfangsphase nur zu einem Korberfolg. Ludwigsburgs Trainer nahm nach dreieinhalb Minuten beim Stand von 10:3 die erste Auszeit. Hagens Jonas Grof wurde zu seinem erst zweiten Beko BBL-Einsatz eingewechselt (6.). Die Feuervögel hielten weiter die Führung, doch die RIESEN kämpften sich heran. Exakt eine Minute vor Ende des ersten Viertels brachte Jon Brockman mit seinem Tip-in zum 16:17 erstmals die Gäste nach vorne.

Den Schwung aus den letzten Minuten des ersten Viertels nahmen die RIESEN mit in den zweiten Spielabschnitt: Michael Stockton traf zum 20:26 (11.), Brockman erhöhte den Vorsprung per Korbleger zum 21:28 auf sieben Punkte (12.). Phoenix traf in dieser Phase nur noch vereinzelt per Freiwurf. Erst nach über dreieinhalb Minuten scorten die Hausherren im zweiten Viertel durch Fabian Bleck wieder aus dem Feld (14.). Ludwigsburg kam jetzt besser durch die Hagener Verteidigung. Auf der Gegenseite blieb Phoenix glücklos im Abschluss, vor allem zu viele Dreier-Versuche gingen daneben. Bei insgesamt sieben Versuchen von fünf verschiedenen Spielern gelang nur Niklas Geske ein Wurf aus der Distanz zum 28:34 (16.). Bei Ludwigsburg dagegen saßen die Dreier, Kerron Johnson machte den Vorsprung der Gäste erstmals zweistellig (18.). Auch Hagen punktete durch Gordon und Brown jetzt wieder für drei (19.). Mit 38:51 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Feuervögel mit neuer Strategie, den Rückstand aufzuholen: weniger Würfe von der Dreierlinie, mehr Korbleger und und Würfe aus der Halbdistanz. Bleck traf zum 42:51 (22.), Gregory zum 44:53, Bell zum 46:55 (23.). Da auch Ludwigsburg kontinuierlich punktete, kamen die Feuervögel aber nicht näher als neun Punkte heran. Patrick Flomo stellte schließlich mit seinem Freiwurf zum 51:64 wieder den 13-Punkte-Abstand aus der Pause her (27.). Nach einem 8:0-Lauf markierte Kerron Johnson per Dreier zum 53:72 den mit 19 Zählern bis dahin höchsten Vorsprung der Ludwigsburger im Spiel (30.).

Die Wende gelang den Feuervögeln im letzten Viertel nicht mehr. Doch sie stemmten sich den Gästen weiter tapfer entgegen und lieferten noch einige sehenswerte Aktionen. So traf David Bell einen schönen Dreier zum 62:77 (34.). Aber auch die RIESEN lieferten offensiv weiter ab: Johnson erhöhte den Vorsprung auf 20 Punkte mit einem Korbleger zum 66:86 (36.). Für den Höhepunkt aus RIESEN-Sicht sorgte Waleskowski zum 69:91 (37.). Mit einem Freiwurf zum 79:95 setzte Hagens Fabian Bleck schließlich den Endstand.

Das Fazit:

Nach starken Anfangsminuten der Feuervögel enteilten die RIESEN den Hausherren im zweiten Viertel. Von da an lief Hagen hinterher und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Ausschlaggebend war unter anderem die Wurfquote aus der Distanz: 36 Prozent bei den Feuervögeln, starke 71 Prozent bei den Gästen, allerdings bei halb so vielen Versuchen. Auch von der Freiwurflinie waren die Ludwigsburger mit 84 zu 57 Prozent deutlich treffsicherer. Unter den Körben siegte Ludwigsburg mit 43 zu 23 Rebounds, alleine Jon Brockman holte sich zwölf Abpraller. Topscorer der Partie wurde Larry Gordon mit 24 Punkten.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir haben heute versucht, Ludwigsburg die Stärken zu nehmen. Das ist uns nur teilweise geglückt. Unter dem Korb ist Ludwigsburg normalerweise sicher beim Abschluss, das haben wir kontrolliert. Normalerweise ist der Distanzwurf nicht die Stärke von Ludwigsburg, aber das war heute anders. Es zeugt von hoher Qualität, wenn eine Mannschaft das dann trotzdem so lösen kann. Wenn alle Spieler des Gegners treffen, ist es natürlich schwer für uns. Wir haben Kennedy aus dem Spiel genommen, zumindest was das Scoring angeht. Hut ab vor Ludwigsburg, die Mannschaft hat hohe Qualität und verdient gewonnen.“

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Gratulation an meine Mannschaft. Nach einem schwachen Start gegen eine gut vorbereitete Hagener Mannschaft haben wir die Ruhe bewahrt. Offensiv waren wir stark, aber wir haben auch gut verteidigt. 71 Prozent von der Dreierlinie schießen wir natürlich nicht jede Woche. Wir haben gute Arbeit bei den Rebounds geleistet und Phoenix Hagen unter 80 Punkten gehalten. Wir haben jetzt zwölf Siege und zwölf Niederlagen, das ist eine gute Ausgangslage für die Playoffs.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – MHP RIESEN Ludwigsburg 79:95 (38:51)

Phoenix Hagen: Gordon (24/5), Bell (19/2), Geske (9/2, 8 Ass.), Ramsey (9, 8 Reb., 3 BS), Bleck (8), Brown (5/1), Gregory (4), Nixon (1), Grof, Krume.

MHP RIESEN Ludwigsburg: Johnson (22/2, 7 Ass.), Huff (20/3), Brockman (13, 12 Reb.), Stockton (11/2), Little (10), Waleskowski (6), Koch (4/1), McNaughton (4) Flomo (2), Kennedy (2, 8 Reb., 6 Ass.), Warech (1).

Zuschauer: 3.109

Schiedsrichter: Nesa Kovacevic, Steffen Neubecker, Henning Frölich

Technischer Kommissar: Volker Coners

Stationen: 12:7 (5.), 19:22 (10.), 25:32 (15.), 38:51 (20.), 48:60 (25.), 56:72 (30.), 66:84 (35.), 79:95 (40.).

 


 
 
 
 

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