ProA | 14.02.2015, 20:41 Uhr

Phoenix fehlt gegen Artland das Durchhaltevermögen

Drachen schlagen Feuervögel: Phoenix Hagen war den Artland Dragons am 22. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 79:91 (39:41) unterlegen. Vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften ENERVIE Arena enteilten die Gäste aus Quakenbrück den Hausherren mit einem 17:0-Lauf im letzten Viertel.

Die Drachen schlugen die Feuervögel mit 91:79

Die Drachen schlugen die Feuervögel mit 91:79

Nixons Bilanz: 22 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals

Nixons Bilanz: 22 Punkte, 5 Rebounds, 4 Steals

Larry Gordon erzielte 17 Punkte

Larry Gordon erzielte 17 Punkte

Das Personal:

Phoenix Hagen ging ohne Verletzungssorgen in die Partie, sodass Headcoach Ingo Freyer personell aus dem Vollen schöpfen konnte. Artlands Trainer Tyron McCoy musste weiterhin auf den seit einigen Wochen verletzten Center Anthony King (Muskelbündelriss in der Wade) verzichten, für den Kenneth Frease zurückgeholt worden war.

Der Spielverlauf:

Artlands Lawrence Hill gewann den Sprungball, für die ersten zwei Punkte der Partie sorgte jedoch Feuervogel Zamal Nixon. Nach Hills verworfenem Korbleger hatte er sich den Defensiv-Rebound gesichert. Die ersten Minuten verliefen ausgeglichen. Die Dragons übernahmen nach Brandon Thomas' Dreier zum 6:7 erstmals die Führung (4.), doch die Feuervögel blieben dran. Nachdem auch Niklas Geske aus der Distanz getroffen hatte, holte sich Keith Ramsey die Hagener Führung zum 18:16 zurück (8.). Larry Gordon legte mit einem beherzten Dunking nach. Phoenix hielt den knappen Vorsprung, beim Stand von 23:20 endete das erste Viertel.

Der zweite Spielabschnitt begann zunächst mit Ballverlusten und Fehlwürfen auf beiden Seiten. Erst nach fast zweieinhalb Minuten fiel der Ball wieder ins Netz, als Andreas Seiferth per Korbleger einlochte (13.). Die Dragons kamen jetzt besser ins Spiel und übernahmen durch Dunking von Antonio Graves die Führung zum 25:27 (14.). Phoenix bekam Probleme mit der Quakenbrücker Zonenverteidigung, sodass Artland einen 9:0-Lauf starten konnte. Hagens Ramsey hatte eine starke Aktion, als er sich den Ball eroberte und unbedrängt zum 27:31 (16.) abschloss. Danach erarbeiteten sich die Dragons den bis dahin höchsten Vorsprung von sieben Zählern. Wieder ließen sich die Feuervögel nicht abhängen. Mit cleverem Spiel waren sie mehrfach nah dran am Ausgleich. Durch einen Dreier von Nixon ging es mit 39:41 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging es rasant und punktereich weiter. Larry Gordon wurde beim Korbleger von Seiferth gefoult und traf den Extra-Freiwurf zum 42:43 (22.). Zamal Nixon besorgte die erste Hagener Führung seit knapp zehn Minuten (23.). Die währte jedoch nur kurzzeitig. Quakenbrück machte jetzt stärker Druck und verschaffte sich einen ordentlichen Vorsprung. Durch einen Dreier von Antonio Graves zum 49:59 wurde die Führung erstmals zweistellig (26.). Nixon antwortete zwar ebenfalls mit einem Dreipunktewurf, doch kurz danach traf auch Hill aus der Distanz (27.). Zum Ende des dritten Viertels gaben die Feuervögel noch einmal richtig Gas. Mit einem Dreier von Brown zum 61:65 hielten sie den Anschluss und hatten Pech, dass Artlands Spielmacher David Holston mit der Sirene noch einen Dreier traf.

Mit einem Korbleger zum 63:68 eröffnete Kapitän David Bell die letzten Minuten. Defensiv ließ die Hagener Gegenwehr nun aber nach, Quakenbrück konnte sich immer deutlicher absetzen. Chad Toppert traf per Dreier zum 65:74 (32.). Nach Seiferths Dunking zum 65:81 nahm Phoenix-Headcoach eine Auszeit (35.). Den 17:0-Lauf der Dragons stoppte Urula Igbavboa erst mit seinem Wurf zum 67:88 nach über fünf Minuten Hagener Trefferflaute (37.). In den letzten Minuten gaben sich die Feuervögel trotz des hohen Rückstands von bis zu 23 Punkten nicht auf. Allein Larry Gordon holte noch acht Punkte innerhalb von anderthalb Minuten, so schmolz der Rückstand noch ein ganzes Stück. Mit 79:91 endete die Partie.

Das Fazit:

Lange hielten die Feuervögel gegen die Drachen sehr gut mit, kämpften sich immer wieder zurück. Erst im vierten Viertel machte Artland den Sieg mit einem 17:0-Lauf perfekt. Unter den Körben behielten die Quakenbrücker die Oberhand, gewannen den Rebound mit 44:29. Den Feuervögeln halfen auch die 18:6 Steals nicht zum Erfolg. Artland punktete vor allem aus der Distanz stark, traf 11 von 21 Dreiern. Stärkster Quakenbrücker war der Nationalspieler Andreas Seiferth, der mit 24 Punkten und acht Rebounds überzeugte. Lawrence Hill kam auf stolze 12 Rebounds. Bei den Hagenern war Spielmacher Zamal Nixon mit 22 Zählern bester Werfer.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir brauchen immer 100 Prozent, um in der ersten Liga ein Spiel gewinnen zu können. Wir haben im ersten Viertel zwar geführt, aber man hatte von außen nicht das Gefühl, dass wir heute den nötigen Energielevel aufbringen können. Ich mache deshalb keinem Spieler einen Vorwurf. In der Alltagsroutine kann man das leider nicht immer abrufen. Allerdings braucht man dann Automatismen, um sich zurück zu kämpfen. Das haben wir nicht geschafft, darum haben wir verloren. Es ist uns nicht gelungen, die großen Spieler der Dragons zu bekämpfen, obwohl wir das normalerweise eigentlich können. Die Artland Dragons haben große Qualität von der Dreierlinie, doch mit der nötigen Energie hätten wir heute trotzdem gewinnen können.“

Tyron McCoy (Artland Dragons): „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Wir hatten uns schon in den letzten Wochen verbessert, aber sind nicht dafür belohnt worden. Heute war das anders. Der Schlüssel war die gute Verteidigung, insbesondere beim Pick-and-Roll. Außerdem waren wir stark beim Rebound. Allerdings hatten wir sehr mit Ballverlusten zu kämpfen. Andreas Seiferth hat heute sein bestes Saisonspiel gemacht. Auch David Holston, der unter der Woche nicht viel trainieren konnte, hat wichtige Würfe getroffen.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – Artland Dragons 79:91 (39:41)

Phoenix Hagen: Nixon (22/2, 4 St.), Gordon (17/2), Ramsey (10, 5 St.), Igbavboa (10), Bell (9/1, 7 Ass.), Brown (6/2), Geske (5/1), Gregory, Bleck.

Artland Dragons: Seiferth (24, 8 Reb.), Hill (12/2, 12 Reb.), Holston (12/3), Graves (8/1, 5 Ass.), Doreth (8/2), Horner (8/1), Frease (8), Thomas (7/1), Toppert (3/1), McCray (1), Grünheid.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Clemens Fritz, Dr. Christof Madinger, Dominik Bejaoui

Technischer Kommissar: Peter George

Stationen: 8:12 (5.), 23:20 (10.), 25:31 (15.), 39:41 (20.), 47:54 (25.), 61:68 (30.), 65:83 (35.), 79:91 (40.).

 


 
 
 
 

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