ProA | 07.02.2015, 20:42 Uhr

Bärenstarker Bell lässt Phoenix in Göttingen jubeln

Ein Veilchen für die Veilchen: Mit 83:73 (36:28) hat Phoenix Hagen die BG Göttingen am 21. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga geschlagen. Vor 3.447 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena in Göttingen gerieten die Feuervögel über die vollen 40 Minuten nie in Rückstand. Dennoch war es eine hochspannende Partie, in der ein überragender David Bell mit 31 Punkten Topscorer wurde.

David Bell überragte mit 31 Punkten

David Bell überragte mit 31 Punkten

Khalid El-Amin war Göttingens bester Schütze

Khalid El-Amin war Göttingens bester Schütze

Fans und Spieler feierten den Sieg gemeinsam

Fans und Spieler feierten den Sieg gemeinsam

Geburtstagskind Freyer stimmte die Humba an

Geburtstagskind Freyer stimmte die Humba an

Das Personal:

Auf Seiten der Hagener begannen Zamal Nixon, Dino Gregory, Larry Gordon, David Bell und Todd Brown. Auch der zuletzt am Sprunggelenk verletzte Keith Ramsey war wieder einsatzbereit. Göttingens Headcoach Johan Roijakkers bot Raymar Morgan, Alex Ruoff, Khalid El-Amin, Dominik Bahiense de Mello und Ex-Feuervogel Dominik Spohr in der Starting Five auf.

Der Spielverlauf:

Phoenix Hagen startete gut in das erste Viertel. Knapp eine Minute war gespielt, als Dino Gregory mit einem sehenswerten Alley-oop nach Zuspiel von Larry Gordon die ersten zwei Punkte der Partie erzielte. Zweimal konnten die Göttinger ausgleichen, die Führung übernahmen sie jedoch nicht. Die Feuervögel starteten einen kleinen Lauf, zu dem der starke David Bell acht Punkte in Folge beisteuerte. Erst nach über drei Minuten konnten die Veilchen beim Stand von 6:13 durch Jamal Boykin wieder punkten (6.). In der Folge kämpften sie sich etwas heran und verkürzten den Rückstand bis zum Viertelende auf zwei Punkte.

Mit einem Dreier zum 16:21 eröffnete Hagens Kapitän Bell das zweite Viertel (11.). Beide Teams standen defensiv sehr kompakt. Nach der Hagener 25:20-Führung durch Bell (13.) vergingen mehr als zwei Minuten ohne einen einzigen Korb auf beiden Seiten. Dann ging es aber Schlag auf Schlag mit Korblegern von David Godbold, Urule Igbavboa und Alex Ruoff (15.). Durch Treffer von Geske, Gordon und Bleck setzte Phoenix sich jetzt deutlicher ab. Todd Browns Sprungwurf zum 26:36 bedeutete die erste zweistellige Hagener Führung im Spiel (19.). Ein Korbleger von Göttingens Spielmacher Khalid El-Amin nach einer schönen Einzelaktion markierte den Pausenstand von 28:36.

Die zweite Halbzeit begann aufgrund von technischen Problemen leicht verzögert. Als diese behoben waren, machte Göttingen den Hagenern Probleme: Boykin und Bahiense de Mello trafen aus der Distanz, was den Hagener Vorsprung auf zwei Punkte schmelzen ließ (23.). Nach je einem verworfenen Dreier von Brown und Gordon begann die stärkste Phase der Feuervögel. Offensiv ließen sie jetzt kaum etwas liegen, bauten die Führung auf elf Zähler aus. Spannend wurde es wieder gegen Ende des dritten Viertels, als erst Bahiense de Mello per Korbleger und schließlich Godbold per Dreier zum 54:60 trafen.

In den letzten zehn Minuten entwickelte sich eine Art integrierter Dreier-Contest: Zunächst brachte ein Dreier von Godbold die Halle zum Kochen (31.). Etwas später traf auch David Bell aus der Distanz (33.). Die Antwort von El-Amin folgte auf dem Fuß, und gut zehn Sekunden später scorte auch Larry Gordon von Downtown. El-Amin traf den nächsten Dreier zum 63:66 (34.), Bell punktete zur Abwechslung per Korbleger. Erneut traf El-Amin einen Dreier und brachte auch den Bonus-Freiwurf nach Foul von Bell im Korb unter (36.). Bis auf einen Punkt hatten sich die Veilchen herangekämpft. Richtig eng wurde es auch kurz darauf noch einmal, als El-Amin seinen bereits vierten Dreipunktewurf im letzten Viertel zum 70:72 im Netz versenkte (37.). Die Feuervögel blieben cool und tüteten mit Treffern von Ramsey, Brown und Nixon den Sieg ein, während bei den Hausherren jetzt das Wurfglück fehlte. Den Endstand zum 73:83 setzte Larry Gordon per Freiwurf.

Das Fazit:

Mit dem 83:73-Erfolg in Göttingen hat Phoenix Hagen bereits das siebte von elf Auswärtsspielen in dieser Saison gewonnen. Phoenix traf deutlich hochprozentiger als der Gegner, insbesondere aus der Distanz (50 zu 29 Prozent). Unter dem eigenen Korb war Hagen mit 37 Defensiv-Rebounds eine Macht. Kapitän David Bell entschied das Duell der Routiniers gegen Göttingens El-Amin für sich und konnte mit 31 Punkten und sieben Rebounds vollends überzeugen. Die Feuervögel sicherten sich nach der 88:93-Niederlage im Hinspiel in der ENERVIE Arena auch den direkten Vergleich.

Die Trainerstimmen:

Johan Roijakkers (BG Göttingen): „Hagen hatte es heute verdient zu gewinnen. Sie waren von Beginn an das bessere Team. Bell und Gordon, die beide zuvor in Holland gespielt haben, sind einfach schwer zu stoppen. Wir hatten kein Mittel gegen sie.“

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Ich bin natürlich sehr froh, dass wir dieses wichtige Spiel für uns entscheiden konnten. Wir haben beim letzten Auswärtsspiel in München eine ziemliche Packung bekommen. Uns lag sehr viel daran, erneut in unseren Rhythmus zu kommen und überhaupt gut zu spielen. Unsere Defense war heute sehr stark. Wir haben 40 Minuten konzentriert verteidigt. Über diesen Zeitraum habe ich das selten von meinem Team gesehen. Vielleicht ist das ein guter Schritt für die nächsten Spiele, da weiter zu machen, wo wir heute angefangen haben. Ich hebe ungern einen Spieler hervor, aber David Bell war heute über die gesamte Zeit der Kopf des Teams. Er hat einen großen Anteil daran, dass wir das Spiel in Göttingen gewinnen konnten.“

Die Statistik:

BG Göttingen – Phoenix Hagen 73:83 (28:36)

BG Göttingen: El-Amin (21/4), Morgan (14), Godbold (11/3), Bahiense de Mello (10/2), Ruoff (8, 7 Reb., 8 Ass.), Boykin (8/2), Njei (1), Spohr, Kulawick, Kamp, Onwuegbuzie.

Phoenix Hagen: Bell (31/5, 7 Reb.), Gordon (17/3, 12 Reb.), Gregory (8), Brown (8), Nixon (6, 7 Ass.), Ramsey (4, 7 Reb.), Igbavboa (4), Geske (3), Bleck (2).

Zuschauer: 3.447 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Toni Rodriguez Soriano, Steffen Neubecker, Armin Mutapcic

Technischer Kommissar: Claus-Arwed Lauprecht

Stationen: 6:13 (5.), 16:18 (10.), 24:27 (15.), 28:36 (20.), 40:49 (25.), 54:60 (30.), 63:68 (35.), 73:83 (40.).

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets