ProA | 31.01.2015, 21:19 Uhr

Bayern-Überlegenheit erdrückt Feuervögel

Chancenlos war Phoenix Hagen beim FC Bayern München. Der Deutsche Meister siegte vor 5.512 Zuschauern im Audi Dome auch in der Höhe verdient mit 124:79 (65:44). Die Gäste konnten den Bayern nach couragierter Anfangsphase ab Mitte des zweiten Viertels nichts mehr entgegensetzen.

David Bell war Hagens Top-Scorer

David Bell war Hagens Top-Scorer

Moritz Krume spielte zehn Minuten

Moritz Krume spielte zehn Minuten

Zamal Nixon sammelte acht Assists

Zamal Nixon sammelte acht Assists

Das Personal:

Die Bayern konnten nach der Rückkehr von Vasilije Micic und von Robin Benzing in Bestbesetzung antreten. Phoenix Hagen musste auf den verletzten Keith Ramsey (Bänderriss) verzichten. München begann mit Anton Gavel, Bryce Taylor, Nihad Djedovic, Dusko Savanovic und John Bryant. Hagen startete mit Zamal Nixon, Fabian Bleck, Todd Brown, David Bell und Dino Gregory.

Der Spielverlauf:

Phoenix Hagen begann mutig und mit enormen Tempo. David Bell traf nach 40 Sekunden zum 5:3. Die Gäste suchten weiter die ganz schnellen Abschlüsse und bestimmten damit zunächst den Rhythmus. Nachdem Urule Igbavboa einen Schnellangriff zum 24:21 abgeschlossen hatte, nahm Bayern-Coach Svetislav Pesic eine Auszeit (8.). Mit einer hohen Trefferquote aus der Distanz rissen die Münchner das Spiel nun an sich. Bayern führte nach zehn Minuten mit 34:28.

Die Gastgeber spielten überaus konzentriert und aggressiv. Phoenix Hagen war körperlich und beim Rebound hoffnungslos unterlegen. Keith Ramsey wurde schmerzhaft vermisst.  München wechselte munter durch und hielt den Druck, den es über das ganze Feld ausübte, über 40 Minuten sehr hoch. Die Hagener wirkten nun etwas unglücklich. Die Dominanz und die Wucht der Bayern an beiden Enden des Spielfeldes hinterließ auch in den Köpfen spürbar ihre Spuren. Phoenix schaffte es mit zunehmender Zeit nicht mehr, sich gegen diese Übermacht zu wehren. Auch die wenigen guten Wurfchancen ließen die Gäste nun ohne Selbstvertrauen liegen. Die Bayern setzten sich so zur Pause bis auf 65:44 ab.

Die Partie war damit durch. Bayern blieb in hohem Maße konzentriert und gab Phoenix keine Gelegenheit, sich wieder zu erholen. Ingo Freyer verteilte die Einsatzzeit auf alle zehn Spieler – und ließ in den letzten Minuten eine rein deutsche Fünf spielen. Am Ende wurde es eine Lehrstunde, die die hoch motivierten Bayern mit 124:79 für sich entscheiden konnten.

Das Fazit:

Der Mut zu Spielbeginn zahlte sich nicht aus. Die Hagener waren spielerisch, körperlich und mit zunehmender Spielzeit auch mental zu unterlegen. Das Rebound-Verhältnis von 46:27 für die Bayern steht exemplarisch für die Münchner Überlegenheit. Phoenix Hagen versäumte es dennoch, durch höhere Konzentration und Intensität das Ergebnis erträglicher zu gestalten. Klar wurde aber auch: Gegen fokussierte und wache Mannschaften mit der internationalen Qualität der Bayern können die Feuervögel nicht über ein komplettes Spiel bestehen.

Die Trainerstimmen:

Svetislav Pesic: „Nicht nur dieser Sieg war wichtig, sondern auch die Art und Weise, wie wir heute gewonnen haben. Hagen ist ein sehr offensives Team, das mit viel Risiko spielt. Es ist nicht leicht, diese Mannschaft zu kontrollieren. Wir haben uns allerdings von Minute zu Minute gesteigert, haben bis zum Ende sehr konzentriert gespielt, wenige Turnover produziert und gut gereboundet. In der Verteidigung waren wir mit Intensität dabei, das freut mich. Das Spiel hat uns sehr geholfen. Spieler wie Robin Benzing, Vasilije Micic oder auch Bryce Taylor, die lange verletzt waren, haben heute die Partie gut genutzt, um ihren Rhythmus zu stabilisieren.“

Ingo Freyer: „Wir haben versucht, schnell und aggressiv zu spielen. Das hat auch am Anfang ganz gut geklappt. Keith Ramsey haben wir heute schmerzlich vermisst. Der Ausfall war sehr schwer zu kompensieren, gerade was die Intensität betrifft. Man hat auch gesehen, dass München zu stark unter dem Korb war. Dem hatten wir nichts entgegenzusetzen. Wir haben versucht, die Intensität hochzuhalten, aber je länger das Spiel ging, umso schwerer wurde das.“

Die Statistik:

FC Bayern München: Taylor (19/4), Bryant (17/1, 9 Reb.), Savanovic (13), Benzing (12/1), Micic (11/2, 8 Ass.) Jagla (10/1), Stimac (9), Zipser (9), Schaffartzik (8/2), Djedovic (8/1), Gavel (8/1), Staiger.

Phoenix Hagen: Bell (13/2), Igbavboa (13), Brown (12/1), Gregory (10), Gordon (9/1), Geske (6), Nixon (6/1, 8 Ass.), Tolaj (4/1), Bleck (4), Krume (2).

Zuschauer: 5.512

Schiedsrichter: Dr. Andreas Schreiner, Henning Frölich, Nicolas Brendel

Technischer Kommissar: Robert Daumann

Stationen: 15:12 (5.), 34:28 (10.), 53:37 (15.), 65:44 (20.), 79:51 (25.), 87:60 (30.), 107:66 (35.), 124:79 (40.).

 


 
 
 
 

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