ProA | 04.01.2015, 19:14 Uhr

Phoenix startet mit Heimsieg gegen Tübingen ins neue Jahr

Was für ein Start ins Jahr 2015: Mit 90:81 (43:48) hat Phoenix Hagen die Partie am 17. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga gegen die WALTER Tigers Tübingen gewonnen. Vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften ENERVIE Arena feierten die Feuervögel ihren ersten sportlichen Heimsieg der Saison.

Die Spieler feierten nach dem Sieg

Die Spieler feierten nach dem Sieg

Dino Gregorys Bilanz: 11 Rebounds, 6 Punkte

Dino Gregorys Bilanz: 11 Rebounds, 6 Punkte

Zamal Nixon erzielte 19 Punkte

Zamal Nixon erzielte 19 Punkte

Das Personal:

Phoenix-Headcoach Ingo Freyer musste weiter auf Larry Gordon (Muskelfaserriss) verzichten. Die übrigen fünf US-Amerikaner standen in der Hagener Starting Five, während auf Seiten der Tübinger Branislav Ratkovica, Augustine Rubit, Michael Cuffee, Jimmy McKinney und Bogdan Radosavljevic begannen.

Der Spielverlauf:

Das erste Spiel des neuen Jahres begann schnell und standesgemäß: Keine vier Sekunden waren gespielt, da brachte David Bell seine Hagener in Führung. Tübingen ließ sich von diesem raschen Angriff jedoch nicht beeindrucken und startete einen 10:0-Lauf. Besonders die starken Neuzugänge Augustine Rubit und Jimmy McKinney überzeugten in der Anfangsphase. Nach gut zwei Minuten traf Todd Brown für Phoenix (3.). Zamal Nixon legte einen Dreier nach, Keith Ramsey brachte die Feuervögel wieder bis auf einen Punkt heran (4.). Doch die Tigers behielten im ersten Viertel die Oberhand, angeführt von Spielmacher Branislav Ratkovica. Dass Phoenix nie ganz den Anschluss verlor, war den sicheren Distanzschützen zu verdanken: Todd Brown traf zum 13:18 (8.), Niklas Geske zum 16:21 (9.). Mit zwei Freiwürfen von Tübingens Vladimir Mihailovic zum 18:25 endete das erste Viertel.

Im zweiten Spielabschnitt punktete zunächst Tigers-Center Anatoly Kashirov. Der 38-jährige Kaptän Aleksandar Nadjfeji sorgte mit seinem Treffer zum 18:29 nicht nur für die erstmals zweistellige Führung, sondern schrieb gleichzeitig Basketball-Geschichte: Der inzwischen mit einem deutschen Pass ausgestattete Power Forward machte sich zum erst zweiten Spieler in der Beko BBL, der die 5000-Punkte-Marke knackte. Durch Kashirov enteilten die WALTER Tigers sogar auf 13 Punkte (12.). Phoenix tat sich schwer mit dem Tübinger Spiel. Erst gegen Ende des zweiten Viertels gelang es den Feuervögeln, die Tiger etwas zu zähmen. In den letzten 24 Sekunden eroberte Ramsey den Ball von Michael Cuffee, Nixon spielte die Uhr herunter und zog während eines Treffers ein Foul. Den anschließenden Freiwurf verwandelte er, sodass es mit dem Stand von 43:48 in die Pause ging.

Phoenix kam deutlich frischer aus der Kabine und fand gut in die zweite Hälfte: Bell und Gregory scorten, für Tübingen traf Ratkovica. Zamal Nixon ließ den Rückstand auf einen Punkt schrumpfen (22.). Wenig später brachte Todd Brown mit seinem Dreier zum 53:52 die Hagener zum ersten Mal seit der ersten Minute in Führung und die Halle zum Jubeln (23.). Durch Kashirov übernahm Tübingen zwar erst einmal wieder die Führung, die Rubit auf fünf Punkte ausbaute. Doch das Spiel wurde jetzt insgesamt ausgeglichener. Gregory, Bell und Bleck brachten Phoenix mit 66:61 nach vorne, Cuffee verkürzte per Dreier.

Die letzten zehn Minuten begannen mit dem Ausgleich durch Tübingens Kashirov. Hagen ging durch Bell wieder in Führung. Mit zwei spektakulären Dreiern kurz hintereinander erhöhte der Phoenix-Kapitän auf 74:68 (32.). Michael Cuffee verkürzte auf zwei Punkte (34.). Nun nahm Phoenix wieder Fahrt auf: Durch Treffer von Brown, Nixon und Bleck stand es vier Minuten vor Schluss 81:72. Tübingens Coach Igor Perovic nahm eine Auszeit, die jedoch zunächst ohne sichtbaren Erfolg blieb. Stattdessen besorgte Ramsey die erste zweistellige Führung der Feuervögel (38.). Browns Dreier zum 90:79 machte den Sieg perfekt, den Endstand besorgte Tübingens McKinney.

Das Fazit:

Lange mussten die Fans darauf warten, zum Ende der Hinrunde klappte es endlich mit dem ersten sportlichen Heimsieg. Gegen die WALTER Tigers Tübingen wurden die Feuervögel auch für ihre Moral belohnt: Nach 13-Punkte-Rückstand kämpften sie sich zurück und drehten das Spiel. Mit einer starken zweiten Halbzeit legten David Bell und Co. den Grundstein für die erste Hagener Party in der ENERVIE Arena in dieser Saison. Topscorer der Partie wurde Todd Brown mit 20 Punkten.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Wir haben uns heute von Minute zu Minute mehr reingehängt und nach und nach unsere Intensität gesteigert. Trotz eines problematischen Starts hatte ich darum immer ein gutes Gefühl. Wir sind dann sehr gut aus der Pause gekommen. Entscheidend war, dass wir die Konzentration und Intensität bis zum Schluss hochgehalten haben. Ein großes Kompliment an alle meine Spieler. Die Hinrunde war mental und körperlich sehr anstrengend für uns. Wir haben am Ende noch das Beste daraus gemacht, das lässt für die Rückrunde hoffen.“

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): „Es war heute ein wichtiges Spiel für beide Teams. Wir waren am Anfang besser, hatten das Spiel unter Kontrolle und hätten zur Pause höher führen müssen. Nach dem Wechsel war Hagen dann aggressiver und hat auch besser geworfen. Wir haben hingegen gute Chancen in Korbnähe ausgelassen. Das hat Hagen bestraft. In so einem Spiel muss man 40 Minuten wach sein und darf sich keine Aussetzer erlauben.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – WALTER Tigers Tübingen 90:81 (43:48)

Phoenix Hagen: Brown (20/5), Nixon (19/1), Bell (16/3, 5 Ass.), Ramsey (11, 8 Reb., 5 St.), Bleck (10), Geske (8/1), Gregory (6, 11 Reb.), Tolaj, Igbavboa, Krume.

WALTER Tigers Tübingen: Rubit (18, 7 Reb.), Kashirov (16, 8 Reb.), McKinney (14/2), Cuffee (9/1), Ratkovica (7/1), Radosavljevic (6), Nadjfeji (6), Mihailovic (5), Albus, Jönke.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Boris Schmidt, Mathias Rucht, Henning Frölich

Technischer Kommissar: Volker Coners

Stationen: 10:15 (5.), 18:25 (10.), 27:38 (15.), 43:48 (20.), 53:58 (25.), 66:64 (30.), 79:72 (35.), 90:81 (40.).

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets