ProA | 25.10.2014, 23:11 Uhr

Feuervögel gehen gegen Oldenburg baden

Ein bitterer Abend für Phoenix Hagen: Mit 83:122 (40:59) unterlagen die Feuervögel den Donnervögeln der EWE Baskets Oldenburg am 6. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL). 3.145 Zuschauer in der ausverkauften ENERVIE Arena sahen ein Spiel, das der Gegner früh für sich entscheiden konnte und am Ende auch in der Höhe verdient gewann. Bei den Hagenern überzeugte vor allem Keith Ramsey, der mit 24 Punkten noch vor den Oldenburger Werfern Topscorer wurde.

David Bell erzielte die letzten Punkte des Spiels

David Bell erzielte die letzten Punkte des Spiels

Todd Brown beim Dunking

Todd Brown beim Dunking

Jenkins und Neumann streiten sich um den Ball

Jenkins und Neumann streiten sich um den Ball

Das Personal:

Bei den EWE Baskets Oldenburg kehrte Nemanja Aleksandrov zurück. Der Power Forward war beim Spiel gegen die WALTER Tigers Tübingen vor einer Woche umgeknickt und hatte im Eurocup-Spiel in Prag gegen Nymburk am Dienstag pausiert. Dafür fehlte Point Guard Maurice Stuckey (Innenbanddehnung), der sich ebenfalls gegen Tübingen verletzt hatte. Phoenix Hagen musste auf Fabian Bleck (Bänderriss) verzichten. In der Starting Five der Hagener stand Power Forward Moritz Krume, Kapitän David Bell kam von der Bank.

Der Spielverlauf:

Vor Spielbeginn zelebrierten die Fans beider Mannschaften mit einer besonderen Choreografie ihre Fanfreundschaft. Auf dem Parkett entwickelte sich deswegen aber noch lange kein Freundschaftsspiel: Von Beginn an gaben beide Mannschaften Vollgas. Die ersten Punkte der Partie sicherte sich Hagens Keith Ramsey (1.). Nach dem Ausgleich durch Aleksandrov sorgte Adam Chubb für die 4:2-Führung (2.), die Oldenburg auch erst einmal nicht wieder hergab. Nachdem Philipp Neumann mehr als zwei Minuten vor Ende des ersten Viertels zum 13:24 getroffen hatte (7.), blieben beide Teams zunächst ohne Treffer. Ballverluste und Fehlwürfe auf beiden Seiten prägten die letzten zwei Minuten des ersten Viertels.

Dafür ging es im zweiten Viertel gleich rasant los: Robin Smeulders und Neuzugang Tywain McKee erhöhten auf 13:29 (11.). Für Phoenix traf Larry Gordon (12.). Oldenburg scorte aber weiter zuverlässig. Nach einem erfolgreichen Wurf von Chubb traf Chris Kramer doppelt und besorgte so das 35:15 (14.), die bis dahin höchste Führung für Oldenburg. Phoenix Hagen ließ sich aber niemals hängen: Zamal Nixon und Kapitän Bell per Dreier (15.) ließen die Fans jubeln. Mit einem Dreier von Todd Brown (16.) verkürzten die Feuervögel den Rückstand auf 29:43. Ein 9:0-Lauf der Oldenburger sorgte dann allerdings für Ernüchterung. Brown brachte zum Abschluss des zweiten Viertels einen weiteren Dreier im Netz unter (20.). Mit 40:59 ging es dann in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel behielten die Oldenburger die Oberhand: Paulding traf jeweils einmal für zwei und für drei (21.), McKee erhöhte auf 40:66 (22.). Die Partie blieb sehr punktereich. Vor allem McKee und Aleksandrov bewiesen ein sicheres Händchen. Kurz vor Ende des dritten Viertels erhöhte Julius Jenkins mit einem Freiwurf zum 63:93 die Führung der Oldenburger erstmals auf 30 Punkte (30.). Trotz des klaren Rückstands feierten die Hagener Fans ihre Mannschaft.

In den letzten zehn Minuten des Spiels machten die Oldenburger weiter das Spiel und bauten ihre Führung aus. Smeulders knackte mit seinem Treffer zum 65:101 die magische 100-Punkte-Marke (33.). Die Feuervögel waren nun auch mit ihren Kräften am Ende, sodass die Oldenburger das Ergebnis in die Höhe treiben konnten. Den Schlusspunkt setzte aber Hagens Kapitän David Bell mit zwei erfolgreichen Freiwürfen zum Endstand von 83:122. Noch lange nach dem Spiel feierten die Fans beider Teams gemeinsam.

Das Fazit:

Am Ende einer fairen und dennoch leidenschaftlichen Partie mussten die Feuervögel einsehen, dass die EWE Baskets Oldenburg ihnen in vielen Belangen überlegen waren. Mit einem in der Breite als auch in der Spitze besser besetzten Kader dominierten die Gäste von Beginn an das Spiel. Auch athletisch war Oldenburg stark und setzte sich unter den Körben durch. So gelangen den Donnervögeln mehr als doppelt so viele Rebounds wie den Feuervögeln (20:41) und doppelt so viele Assists (16:32). Den Hagenern unterliefen dagegen doppelt so viele Turnovers (18:9). Oldenburgs Topscorer Aleksandrov brachte das Kunststück fertig, bei 23 erzielten Punkten eine Trefferquote von einhundert Prozent aus dem Feld zu erreichen. Nur ein einziger Freiwurf misslang ihm.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Das war ein schweres Spiel für uns. Oldenburg hat unsere Schwächen unter dem Korb gnadenlos ausgenutzt. Das war sehr frustrierend für meine Mannschaft. Ich kann meinem Team aber keinen Vorwurf machen. Alle haben gekämpft und alles gegeben. Oldenburg war einfach eine Nummer zu groß heute.“

Sebastian Machowski (EWE Baskets Oldenburg): „Ich bin wunschlos glücklich mit dem Auswärtssieg und mit der gezeigten Leistung. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute fokussiert gespielt, waren nah an den Hagener Schützen dran und haben insgesamt sehr gut verteidigt. Unsere Offensivleistung war sehr konzentriert. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft, insbesondere nach den Eurocup-Strapazen unter der Woche.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – EWE Baskets Oldenburg 83:122 (40:59)

Phoenix Hagen: Ramsey (24/2), Brown (18/5), Bell (17/5), Nixon (6, 7 Ass.),
Gordon (5/1), Igbavboa (5), Krume (4), Geske (4), Tolaj.

EWE Baskets Oldenburg: Aleksandrov (23/2), McKee (20/3, 9 Reb., 8 Ass.),
Chubb (12), Paulding (11/1), Jenkins (11/2), Zwiener (11/1), Neumann (11),
Kramer (9), Smeulders (9), Lockhart (3/1), Wimberg (2).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Oliver Krause, Nesa Kovacevic, Radeesh Kattur

Technischer Kommissar: Volker Coners

Stationen: 8:16 (5.), 13:24 (10.), 23:41 (15.), 40:59 (20.), 52:78 (25.), 63:93 (30.), 68:107 (35.), 83:122 (40.).

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets