ProA | 18.04.2014, 01:04 Uhr

Defensivschlacht endet mit Hagener Sieg

Dank eines hart erkämpften 66:63 (33:37) über die FRAPORT SKYLINERS hat sich Phoenix Hagen die kleine Chance auf den Einzug in die Beko BBL Playoffs erhalten. Vor 3.145 Zuschauern in der ausverkauften ENERVIE Arena behielt David Bell am Ende von der Freiwurflinie die Nerven und avancierte mit 17 Punkten zum Top-Scorer.

Larry Gordon kam auf 15 Punkte

Larry Gordon kam auf 15 Punkte

Roma Galloway setzte Phoenix zu

Roma Galloway setzte Phoenix zu

"Gut gemacht, David!"

"Gut gemacht, David!"

Frankfurt konnte nach Verletzungen wieder auf Konstantin Klein und Kevin Bright zurückgreifen. Vom Sprungball an machten sich beide Mannschaften das Leben mit aggressiver Defense schwer. Die SKYLINERS profitierten zu Beginn von einem blendend aufgelegten Ramon Galloway, der im ersten Viertel 11 Punkte erzielte. Phoenix verlor zu viele Bälle, um Kontrolle über die Partie zu erlangen. Dank guter Reboundarbeit endete das erste Viertel 14:14.

Im Fokus der Gäste stand es auch, David Bell aus der Partie zu nehmen. Der Hagener Guard kämpfte sich mit zunehmender Spielzeit und mit eisernem Willen aber in die Partie. Mit seinen ersten Punkten glich Bell zum 24:24 aus (16.). Beide Teams versuchten auch durch viele Wechsel, den Druck in der Verteidigung hochzuhalten. Elf Spieler standen auf jeder Seite in der Rotation. Und: Beide Mannschaften setzten dabei verstärkt auf junge deutsche Spieler. In einer nie unfairen, aber doch beinhart geführten Partie erlangten die Frankfurter nun die Rebound-Hoheit. Insbesondere am offensiven Brett gestatteten die Hagener den Gästen zu viele zweite Möglichkeiten. Bezeichnend: Phoenix Hagen verteidigte den letzten Frankfurter Angriff stark, Jacob Burtschi scheiterte mit dem Dreier – und Roman Galloway beendete die erste Hälfte per Tip-in zum 33:37.

Defensiv konnten die Feuervögel unmittelbar nach Wiederbeginn noch einmal zulegen. Einen störte das aber wenig. Jacob Burtschi versenkte zwei schwere Distanzwürfe: Ein Dreier fand trotz eines Fouls das Ziel, der zweite fiel aus acht Metern in den Hagener Korb. Es wurde brenzlig für die Mannschaft von Phoenix Hagen. Frankfurt hatte sich auf  44:34 abgesetzt (23.). Doch Phoenix verteidigte mit hoher Intensität weiter und fand so auch offensiv wieder zurück ins Spiel. Larry Gordon war maßgeblich an der Aufholjagd beteiligt; der Forward verkürzte per Freiwurf auf 45:46 (27.). David Bell brachte Hagen im Anschluss die Führung zurück (47:46). Neben der starken Verteidigungsleistung konnte Phoenix nun nicht nur den Gegner zu Ballverlusten zwingen, sondern auch die eigenen Turnover minimieren.

Defense blieb weiterhin Trumpf. Die Feuervögel konnten an diesem Abend nur selten Akzente von der Dreierlinie setzen (4/14). Zum Fastbreak-Spiel kam es auch nicht, weil Frankfurt gut beim Offensivrebound war und ausgesprochen wach bei der Transition-Defense wirkte. So mussten sich die Hagener jeden Punkt hart verdienen – und darum unbedingt einen Punkt weniger kassieren als Frankfurt. Mit immer stärker werdender Verteidigung kompensierten die Hagener die zehn Würfe mehr, die Frankfurt zur Verfügung standen. Mit Konstantin Klein und Jared DuBois verloren die SKYLINERS zwei Aufbauspieler mit dem fünften Foul. Dino Gregory nutzte ein Zuspiel von David Bell in der Schlussminute per Sprungwurf zum 62:61. Der Rest war Defense – und David Bell. Mit vier Freiwürfen zum 66:61 sicherte der Amerikaner den 14. Saisonsieg der Feuervögel. Jacob Burtschi scheiterte noch mit zwei Dreierversuchen, das war’s.

Der 66:63-Sieg war ein Verdienst der geschlossenen Verteidigungsleistung und der hohen Intensität. Mit am Ende nur zwölf Ballverlusten und den etwas besseren Wurfquoten machte Phoenix Hagen die Unterlegenheit beim Rebound wett. Zur Schlüsselfigur wurde in einer echten Defensivschlacht mit zunehmender Spielzeit immer mehr David Bell, der die Verantwortung übernahm und am Ende die Nerven beim Freiwurf behielt.

Trainerstimmen:

Ingo Freyer: „Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen, unsere Defense war solide. Wir haben aber Galloway nicht in den Griff bekommen. Offensiv hatten wir Probleme mit Ballverlusten, zudem haben wir zu viele Offensivrebounds zugelassen. In der zweiten Hälfte war unsere Verteidigung dann über die gesamte Zeit stark. Wir waren ballsicherer und hatten Galloway besser im Griff. Darum haben wir nur 26 Punkte nach der Pause zugelassen. David Bell hatte den Ball oft in der Hand, das war gut. Er hat wiederholt bewiesen, dass er auch ohne Dreier unser Top-Scorer sein kann. Am Ende war das Momentum dann auf unserer Seite. Wir haben heute zwei Teams gesehen, die sehr gut verteidigt haben.“

Gordon Herbert: „Es ist immer gut, in Hagen zu spielen. Die Atmosphäre ist fantastisch für Basketball. Wir waren heute sehr kampfstark, waren defensiv gut und haben einige wichtige Schüsse getroffen. Am Ende haben wir dann ein paar Fehler gemacht. Die Hagener Verteidigung war insbesondere in den letzten fünf Minuten stark.“
 
Phoenix Hagen:
Bell (17), Gordon (15/2, 9 Reb.), Gregory (13), Dugat (7/1), Ramsey (7, 3 BS, 3 St.), Dorris (5/1), Bleck (2), Geske, Krume, Kruel, Wendt.

FRAPORT SKYLINERS: Galloway (15/3), Burtschi (12/3), Robertson (11/1), Barthel (9/1, 9 Reb.), DuBois (6), Klein (5/1), N’Diaye (4), Voigtmann (1), Merz, Bright, Nolte.

Zuschauer:
3.145 (ausverkauft)

Stationen: 5:5 (5.), 14:14 (10.), 22:22 (15.), 33:37 (20.), 41:44 (25.), 52:49 (30.), 56:59 (35.), 66:63 (40.).

Boxscore | Bildergalerie

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets