ProA | 12.04.2014, 22:57 Uhr

Auswärtserfolg im Party-Dome von Vechta

Einen hart erkämpften Auswärtssieg sicherte sich Phoenix Hagen bei RASTA Vechta. Vor 3.140 Zuschauern im ausverkauften, stimmungsgeladenen RASTA Dome gewannen die Feuervögel mit 75:67 (39:36) beim Schlusslicht. Larry Gordon war mit 22 Zählern bester Hagener Werfer.

Phoenix feierte den vierten Auswärtssieg

Phoenix feierte den vierten Auswärtssieg

Ole Wendt im Duell mit Richard Williams

Ole Wendt im Duell mit Richard Williams

Larry Gordon war mit 22 Punkten Top-Scorer

Larry Gordon war mit 22 Punkten Top-Scorer

Phoenix begann die Partie mit Niklas Geske und Nikita Khartchenkov in der Startformation. Im Kampf um den Klassenerhalt warfen die Gastgeber von Beginn an alles in die Waagschale. Überlegen beim Rebound und mit einem starken Brandon Bowman setzten sie sich auf 17:7 ab (6.). „Wir waren zu Beginn nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt. Es ist einfach etwas unglücklich gelaufen“, sagt Phoenix-Coach Ingo Freyer. Larry Gordon blies zur Aufholjagd: Sieben Punkte des Hagener US-Amerikaners brachten Phoenix zurück in die Partie. Keith Ramsey stellte kurz vor Ende des ersten Viertels per Dunking die 20:19-Führung sicher.

Der zweite Abschnitt verlief ebenso ausgeglichen. Zunächst hatten die Gastgeber meist leichte Vorteile. Erneut war es Bowman, der zum 28:24 traf (15.). Phoenix kämpfte sich jetzt aber gut zurück. Die Gäste zeigten sich verbessert beim Rebound, trafen wichtige Dreier (Ole Wendt, Larry Gordon) und schafften durch Ballgewinne die Wende. Henry Dugat stopfte den Ball nach einem Steal zum 34:34 in den Korb (19.). Nach einem weiteren Ballgewinn beendete David Bell die erste Hälfte mit einem Korbleger zum 39:36 für Phoenix Hagen. Beste Werfer bis hierhin: Brandon Bowman (16 Punkte) und Larry Gordon (14). „Wir sind ruhig geblieben und haben sehr konzentriert gearbeitet. Darum hatte ich eigentlich immer ein gutes Gefühl“, so Freyer.

Im dritten Viertel konnte sich Phoenix ein wenig absetzen. Keith Ramsey erhöhte auf 49:42 (17.). Doch Vechta blieb seinem Ruf treu: Der Aufsteiger gab niemals auf und ging mit allem, was im Tank war, zum Rebound. Dennoch sah es danach aus, als ob Phoenix Hagen die Partie vorzeitig entscheiden könnte. Das lag vor allem an Henry Dugat, der zu Beginn des Schlussviertels mit heißer Hand einen Zwischenspurt einläutete. Zwei Dreier des Guards ließen die Mannschaft von Ingo Freyer auf 60:47 enteilen (32.).

Doch wie gesagt: Aufgeben ist nicht RASTA-Style. Nach einer Auszeit von Pat Elzie ackerte sich Vechta mit intensiver Defense und herausragenden Rebounds – am Ende waren es 51 – wieder an Phoenix heran. Viel Energie gab dem Team in dieser Phase Max Weber. Der Flügelspieler verkürzte auf 55:62 (36.). Vechta suchte jetzt den schnellen Abschluss. Jacob Doerksen punktete zum 63:66 (39.). Kurz vor dem Ziel traf die Gastgeber ein Dreier von Larry Gordon mitten ins Herz. Eine Minute vor der Schlusssirene machte der Hagener Top-Scorer (22 Punkte) den Sack zu. Vechta wehrte sich weiter, schloss schnell ab, foulte – an der 67:75-Niederlage konnte das aber nichts mehr ändern.

Phoenix Hagen feierte einen verdienten Auswärtssieg. Die Gäste spielten  sehr konstant und gewannen alle vier Viertel knapp. Die Unterlegenheit beim Rebound (51:33!)  machte Phoenix durch bessere Wurfquoten und tieferes Scoring wett. Drei von 21 Dreierversuchen waren zu wenig für Vechta, um im Abstiegskampf nach dem Strohhalm greifen zu können.

Trainerstimmen:
 

Patrick Elzie:„Erstmal gratuliere ich Ingo und Hagen zum verdienten Sieg. Ich hatte unsere Mannschaft anders erwartet als heute. Wir hatten Chancen, aber haben sie nicht genutzt. Bei so einer Wurfquote ist es schwierig zu gewinnen. Auch wenn wir wieder, wie die ganze Saison schon, ein gutes Rebounding hatten. Aber die Wurfquote von der Drei-Punkte-Linie und aus dem Feld, die 'Unforced Errors', bei 'Drei gegen Einen' haben wir den Ball ins Aus geschmissen oder nicht gefangen. Ich bin ein bisschen sprachlos, muss ich sagen. Wir müssen uns den Mund abwischen und ich hoffe, dass wir am Donnerstag besser spielen.“

Ingo Freyer: „Ich war sehr gespannt, habe viel gehört von der Halle und wie Vechta zuhause spielt. Ich bin beeindruckt wie laut es war, es hat richtig Spaß gemacht. Gerade mit unseren vielen Fans war es ein richtiger ‚Battle', das haben wir auf der Bank und auch auf dem Spielfeld gemerkt. Wir sind nicht gut gestartet. Aber ich hatte nie ein schlechtes Gefühl. RASTA hat hoch geführt, aber wir sind noch im ersten Viertel zurückgekommen und haben jedes Viertel gewonnen. Ich denke, unsere Defense war gut, wir haben sie um ihre Stärken beraubt und haben sie zu vielen Ballverluste gezwungen. Das hat uns viele Fastbreaks ermöglicht, sodass wir aus der Nahdistanz besser abgeschlossen haben als sonst. Ich bin also froh. Der MBC hat verloren, wir haben immer noch eine Chance auf die Playoffs, die wir nutzen sollten und wir haben nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.“

RASTA Vechta: Bowman (22/1, 8 Reb.), Williams (13/2), Doerksen (8), Weber (6), Mädrich (5), Igbavboa (4), Stückemann (3), Butts (2), Rudowitz (2), Conroy (2), Krause.

Phoenix Hagen: Gordon (22/3, 8 Reb.), Dugat (19/2), Bell (9), Ramsey (8, 3 St.), Wendt (8/1), Gregory (6), Khartchenkov (3/1), Dorris, Geske, Krume.

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)

Stationen: 14:7 (5.), 19:20 (10.), 28:26 (15.), 36:39 (20.), 42:45 (25.), 46:51 (30.), 53:62 (35.), 67:75 (40.).
 
Fotos: Christian Becker

Boxscore

 


 
 
 
 

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