ProA | 11.01.2014, 23:29 Uhr

Chance gegen MBC vertan: 40 Minuten Offensivkrampf

Die Hinrunde endete für Phoenix Hagen mit einer herben Enttäuschung. Nach einer verkrampften Vorstellung unterlag die Mannschaft von Ingo Freyer am 17. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mit 73:80 (38:44) gegen den Mitteldeutschen BC. Vor allem in der Offensive ließen die Gastgeber dabei viele Wünsche offen.

Larry Gordon: 18 Punkte, 15 Rebounds

Larry Gordon: 18 Punkte, 15 Rebounds

Fabian Bleck im Kampf um den Ball

Fabian Bleck im Kampf um den Ball

Ex-Feuervogel Malte Schwarz kam auf 11 Zähler

Ex-Feuervogel Malte Schwarz kam auf 11 Zähler

Von Beginn an zogen die Hagener zum Korb, ließen dabei aber die nötige Entschlossenheit vermissen. Statt leichten Punkten und Freiwürfen profitierte der MBC von diese Spielweise. Die Weißenfelser reboundeten im ersten Viertel entschieden besser und kontrollierten darüber die Partie. Offensiv spielte die Wölfe einfach, aber sehr effektiv. Über den erfahrenen Point Guard Marcus Hatten inszenierten sie immer wieder Pick-and-roll-Varianten, die insbesondere im ersten Viertel zum Erfolg führten. Auch weil die Hagener die nötige Aggressivität vermissen ließen, setzte sich der MBC nach zehn Minuten bis auf 31:21 ab. Bezeichnend: Hatten wurden im ersten Viertel fünf Rebounds gestattet.

Defensiv konnte Phoenix im weiteren Spielverlauf deutlich zulegen. Offensiv ließen die Hagener allerdings selbst beste Chancen liegen. Die Gastgeber wirkten zum Ende der Hinrunde müde. Nur Larry Gordon fand seinen Rhythmus und wurde im Angriff zu einer Konstanten. Obwohl die Feuervögel sich in die Partie zurückkämpfen konnten, wurde es mehr und mehr zum Spiel der verpassten Chancen. Phoenix Hagen durfte mit dem 38:44 zur Pause sehr zufrieden sein. Es hätte wahrlich schlimmer sein können zu diesem Zeitpunkt.

Doch es sollte schlimmer werden. Henry Dugat verkürzte zwar auf 44:48 (22.). Doch während Hagen sich offensiv mehr und mehr in Einzelaktionen verzettelte, hatte der MBC jetzt seine beste Phase. Phoenix machte es den Gästen allerdings auch leicht, sich durch Martins Meiers bis auf 63:48 absetzen (28.). Zu einfalls- und kraftlos wirkte das eigene Spiel. Die Hagener zitterten den Ball nur noch in den gegnerischen Korb, selbst Freiwürfe wurden zur Herkulesaufgabe.

Ingo Freyer versuchte es nach der Pause mit einer kleinen Rotation. Nur die sechs Hagener US-Boys kamen jetzt noch zum Einsatz. Trotz eines Dreiers von Malte Schwarz zum 69:56 (34.) sollte Phoenix noch seine Chancen erhalten. Das lag auch daran, dass beim MBC die Kräfte schwanden und Hagen nun endlich den Rebound dominierte. Doch es gelang ihnen einfach nicht, die eigenen Offensivaktionen mit der nötigen Energie vorzutragen. Dennoch holte Phoenix auf, weil neben Gordon auch Henry Dugat sein Scorer-Gen wiederentdeckte. Der Guard verkürzte auf 63:71 (36.), 69:73 (39.) und auf 73:76 (40.). Es war unfassbar: Trotz der schwachen Vorstellung hätte Phoenix die Partie bei konsequenterem Abschluss der Angriffe in den letzten fünf Minuten noch drehen können.

Doch diesmal lügen die Zahlen nicht: Phoenix traf nur einen von 16 Dreiern, nur 30 von 76 Feldwürfen, nur zwölf von 19 Freiwürfen. Zu wenig, um gegen einen gefestigten Mitteldeutschen BC  noch für die Wende zu sorgen. So bescherte Phoenix Hagen sich und den 3.145 Fans in der ausverkauften ENERVIE Arena mit der zehnten Niederlage im 17. Spiel einen ausgesprochen unschönen Abschied in die so nötige Allstar-Pause.

Trainerstimmen:
 
Ingo Freyer: „Wir haben sehr schlecht angefangen, was Aggressivität und Intensität angeht. Im ersten Viertel haben wir katastrophal verteidigt, danach waren wir defensiv okay. Wenn man nur einen von 16 Dreiern trifft und auch die anderen Wurfquoten schwach sind, dann kann man nicht gewinnen. Ich war nicht damit zufrieden, wie einige Spieler heute aufgetreten und in die Partie gegangen sind. Das war eine gute Gelegenheit für uns. Die Niederlage schmerzt, mit sieben Siegen aus der Hinrunde können wir nicht ganz zufrieden sein. In der Pause müssen wir etwas verändern, um unsere Aggressivität zurückzugewinnen.“

Silvano Poropat: „Das war eine Wahnsinnsatmosphäre hier und ein unglaublich intensives Spiel. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft über die gesamten 40 Minuten. Wir wollten das Tempo kontrollieren, das ist uns gelungen. Außerdem konnten wir die Turnover minimieren. Hagen hat zudem sehr schlecht von der Dreierlinie getroffen, das war wichtig für uns. Es war ein großer Erfolg für den MBC. Acht Siege aus der Hinrunde sind eine gute Leistung.“

Phoenix Hagen: Dugat (21), Gordon (18, 15 Reb.), Bell (16/1), Gregory (6, 3 BS), Dorris (5), Ramsey (4), Kruel (3), Wendt, Khartchenkov, Bleck.

Mitteldeutscher BC: Hatten (16, 9 Reb.), Coloiaro (14, 9 Reb.), Kovacevic (13/1), Schwarz (11/2), Pantelic (10/1, 9 Reb.), Meiers (8, 4 BS), Parker (6), Leutloff (2), Hain.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Stationen: 13:11 (5.), 21:31 (10.), 29:35 (15.), 38:44 (20.), 46:56 (25.), 51:63 (30.), 60:69 (35.), 73:80 (40.).

Boxscore | Bildergalerie

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets