ProA | 31.12.2013, 16:08 Uhr

Klare Niederlage täuscht über großen Kampf hinweg

Der Silvesterknaller blieb aus. Bei ALBA BERLIN unterlag Phoenix Hagen in einem ereignisreichen Spiel trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd letztlich klar mit 79:107 (43:56). 8.105 Zuschauer, die zu ungewohnter Stunde die o2 World besuchten, brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

Steven Wriedt übernahm für Ingo Freyer

Steven Wriedt übernahm für Ingo Freyer

Mark Dorris & Co lieferten einen großen Kampf

Mark Dorris & Co lieferten einen großen Kampf

David Bell musste mit fünf Fouls raus

David Bell musste mit fünf Fouls raus

Zahlreiche Fans begleiteten ihr Team

Zahlreiche Fans begleiteten ihr Team

Der Ballast des ersten Viertels war eine schwere Last. Phoenix Hagen verdaddelte gleich zehn Bälle, geriet mit 0:11 in Rückstand und verlor zu allem Überfluss Trainer Ingo Freyer, der nach zwei Technischen Fouls der Halle verwiesen wurde (8.). Co-Trainer Steven Wriedt übernahm an der Seitenlinie. Die Berliner warfen ungemein hochprozentig (4/5 Dreier) und setzten sich bis zur Viertelpause auf 40:23 ab.
 
Ein wenig brauchten die Feuervögel, um sich von diesem Schock zu erholen. Der starke Leon Radosevic stellte das Ergebnis auf 47:25 (14.). Doch die Gäste kamen nun besser in die Partie. Mit großer Leidenschaft stemmten sich die Hagener gegen die Niederlage. Mit mehr Sicherheit im eigenen Spiel und großem Willen verkürzte Phoenix durch Larry Gordon bis auf 41:52 (19.). Berlin ging mit einem 56:43-Vorsprung in die Kabine.
 
David Bell eröffnete die zweite Hälfte mit einem Dreier und setzte damit ein Zeichen. Phoenix machte seine Sache jetzt prima, wirkte unglaublich engagiert und war ganz stark beim Rebound. Sichere Freiwürfe und wichtige Offensivrebounds ließen den Berliner Vorsprung weiter schmelzen (64:58, 27.). Angeführt von Leon Radosevic bekamen die Gastgeber jetzt wieder Oberwasser. Die Hagener verloren offensiv nun den Rhythmus. Levon Kendall sorgte mit seinen Punkten zum 74:59 wieder für einen komfortablen ALBA-Vorsprung zur Viertelpause.
 
Der Schlussabschnitt begann bitter für Phoenix: Ole Wendt kassierte ein Unsportliches Foul, David Bell schied nach seinem fünften persönlichen Vergehen aus. Mit einem 18:1-Run machte Berlin den Sack nun zu (82:59, 31.). Am Ende kassierten die Feuervögel eine für einen Berlin-Ausflug übliche 79:107-Klatsche, ohne schlecht gespielt zu haben. Diesmal täuscht das Resultat über den Spielverlauf hinweg!
 
Trainerstimmen:
 

Sasa Obradovic: „Hagen hat mit seiner Art und Weise, Basketball zu spielen, einen guten Job gemacht. Sie geben niemals auf, aber darauf waren wir vorbereitet. Trotz schwierigem Spielplan hat mein Team Charakter gezeigt und verdient gewonnen.”

Ingo Freyer: „ALBA hat zurecht gewonnen, aber ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein Kompliment machen. Sie hat alles gegeben, gut gekämpft und über weite Strecken alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben alles in unserer Macht stehende versucht und darauf können wir aufbauen. Dass wir mit 30 Punkten verloren haben zählt nicht, sondern das Herz, was wir gezeigt haben, zählt.“

ALBA BERLIN: Redding (22/3), Radosevic (17), Hammonds (12/1, 6 Ass.), Stojanovski (12), Kendall (12), Logan (9/3), King (6), Wohlfarth-Bottermann (5), Jagla (5/1), Akpinar (4), Schultze (3/1), Fülle.

Phoenix Hagen: Dorris (18/1, 7 Reb.), Gordon (13), Dugat (10), Bell (10/2), Ramsey (9), Gregory (6), Krume (5/1), Khartchenkov (4), Wendt (2), Geske (2), Kruel, Bleck.

Zuschauer: 8.105

Stationen: 14:9 (5.), 40:23 (10.), 47:29 (15.), 56:43 (20.), 62:52 (25.), 74:59 (30.), 89:66 (35.), 107:79 (40.).
 
Fotos: Jörg Laube, Sebastian Sendlak
 
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