ProA | 28.12.2013, 23:11 Uhr

Phoenix-Feuerwerk beim Heimspielfinale 2013

Mit einer beherzten Defensivleistung sicherte sich Phoenix Hagen den Sieg im letzten Heimspiel des Jahres 2013. Gegen den Tabellendritten Artland Dragons gewannen die Feuervögel am Ende klar mit 87:74 (32:35), weil nach der Pause auch die Wurfquote besser wurde.

Henry Dugat und Mark Dorris jubeln

Henry Dugat und Mark Dorris jubeln

Keith Ramsey gab ein starkes Comeback

Keith Ramsey gab ein starkes Comeback

Henry Dugat bei der Humba

Henry Dugat bei der Humba

3.145 Zuschauer in der ausverkauften ENERVIE Arena sahen eine intensive Partie, in der die Quakenbrücker von Beginn an darum bemüht waren, ihre physischen Vorteile unter den Brettern auszunutzen. Mit guter Transition Defense versuchten die Dragons zudem, das schnelle Hagener Spiel zu unterbinden. Phoenix litt derweil unter der eigenen Abschlussschwäche: Auch die freien Würfen verfehlten konstant ihr Ziel. Insbesondere Larry Gordon haderte in der ersten Hälfte mit dem Zustand seiner Wurfhand.

In einem ausgeglichenen ersten Viertel führten die Dragons knapp mit 16:14, weil sie einfachere Würfe nahmen und diese hochprozentiger abschlossen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts fielen bei den Gästen dann auch noch die Dreier. Guido Grünheid traf zum 19:14, Chad Topper wenig später zum 26:14 (14.). Christian Hoffmann beendete den 12:0-Run der Quakenbrücker mit einem Korbleger zum 28:14. Viel Selbstvertrauen strahlte die Mannschaft von Tyron McCoy in dieser Phase gegen nun verunsicherte Hagener aus.

Bis auf 33:17 zogen die Artland Dragons davon (15.). Ingo Freyer brachte jetzt seinen Nachwuchs-Guard Niklas Geske in der Partie. In vier Minuten Einsatzzeit gab der 18-Jährige seiner Mannschaft viel Energie. Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung traf er aus der Distanz zum 23:33. Defensiv jagte er David Holston über das Feld. Phoenix war nun offensiv wieder voll da. Geske blieb es vorbehalten, mit einem Halbdistanzwurf den Pausenstand auf 32:35 zu stellen. Phoenix war wieder im Spiel – ein Verdienst der guten Verteidigung, die die Abschlussschwäche (26% Feldwürfe) kompensierte.

Die Gastgeber konnten die Energie über die Halbzeitpause retten. Henry Dugat stopfte den Ball nach einem Steal in den Ring und brachte Phoenix zum ersten Mal seit der Anfangsphase die Führung zurück (42:41, 23.). Mit schnellen Abschlüssen zwangen die Hagener den Dragons mehr und mehr ihr Spiel auf. Die Gäste hatten mit der aggressiven Phoenix-Verteidigung zu kämpfen. Auch die Nachteile unter dem Korb konnte die Mannschaft von Ingo Freyer durch beherzte Defensive nun wettmachen. Phoenix versäumte es in dieser Phase, sich weiter als bis auf 52:43 abzusetzen (27.).

Sieben Punkte von Mark Dorris sorgten dann für frischen Wind im Hagener Angriff. Ein Dreipunktspiel von Henry Dugat mit der Schlusssirene verhalf zu einem soliden 62:49-Vorsprung vor den letzten zehn Minuten. Mit 30:14 entschied Phoenix das dritte Viertel für sich. Die Schlüssel neben der Verteidigungsleistung: steigende Wurfquoten, mehr Versuche und viel Kontrolle beim Ballvortrag. Wie schon in Bamberg war es häufig Larry Gordon, der den Ball über die Mittellinie brachte.

Zu Beginn des letzten Viertels setzte Quakenbrück gleich ein Ausrufzeichen. Brandon Thomas vollendete per Dunking zum 62:53. Phoenix nahm offensiv nun den Fuß vom Gas und brachte sich dadurch selbst etwas aus dem Rhythmus. Doch die Hagener konnten sich auch in dieser Schwächephase auf ihre Verteidigung verlassen. Mit großem Willen stemmten sich die Feuervögel gegen die Aufholjagd der Dragons. David Holston, der von Niklas Geske bis Keith Ramsey fast alle Phoenix-Akteure als Verteidiger kennenlernen durfte, übernahm jetzt verstärkt als Scorer. Per Korbleger verkürzte er auf 72:64 (37.). Ein schwerer Wurf aus der Bewegung von Mark Dorris zum 75:66 und ein fast schon unverschämter Dreier von David Bell zum 78:66 (39.) beantworteten dann aber alle Fragen nach dem Sieger.

Phoenix Hagen gewann letztlich deutlich mit 87:74. Die Gründe für den Sieg waren auch an den Statistiken ablesbar. Phoenix hatte zehn Feldversuche und acht Freiwürfe mehr zu verzeichnen, leistete sich nur acht Ballverluste (Quakenbrück: 17) und gewann sogar den Rebound mit 44:43 bei ganz starken 16 Offensivrebounds. Ebenfalls wichtig: Die Hagener trafen in den richtigen Momenten aus der Distanz.
 
Trainerstimmen:
 

Ingo Freyer: „Wir waren heute defensiv sehr stark. Insbesondere unter dem Korb waren wir gut, obwohl die Dragons den Ball immer wieder dahin gebracht haben und dort besonders stark besetzt sind. Insgesamt kann man sagen, dass wir uns als Team entwickelt haben. So sind wir inzwischen auch in der Lage, Mannschaften wie Oldenburg oder Quakenbrück zu besiegen. Das war sehr wichtig für uns vor den beiden Auswärtsspielen in Berlin und Ulm.“

Tyron McCoy: „Wir haben heute 15 Minuten lang die Partie kontrolliert. Da haben wir unseren Basketball gespielt. Defensiv haben wir das umgesetzt, was wir tun wollten. Wir haben gut gearbeitet. Uns war natürlich bekannt, dass Phoenix Hagen von Runs lebt. Dabei haben ihnen sehr die Offensivrebounds und die zweiten Chancen geholfen. Letztlich haben wir uns nicht auf den Hagener Stil einstellen können mit der kleinen Aufstellung und Larry Gordon auf der Power-Forward-Position.“

Phoenix Hagen: Dorris (21/1), Dugat (17/2), Gordon (16/3), Bell (14/3), Gregory (8, 9 Reb.), Geske (5/1), Ramsey (4), Wendt (2), Khartchenkov, Kruel, Krume.

Artland Dragons: Holston (17/1), Frease (12, 9 Reb.), Hill (10), Topper (8/2), Thomas (8), King (7/1, 3 BS), Graves (5), Grünheid (3/1), Hoffmann (2), Wenzl (2), Njei.

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)
 
Stationen: 8:6 (5.), 14:16 (10.),17:33 (15.), 32:35 (20.), 49:43 (25.), 68:58 (35.), 87:74 (40).
 
Boxscore | Galerie

 


 
 
 
 

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