ProA | 22.12.2013, 19:40 Uhr

Gute Phoenix-Vorstellung in Bamberg

Trotz einer ansprechenden Leistung unterlag Phoenix Hagen beim Deutschen Meister Brose Baskets mit 93:104 (48:51). Vor 6.800 Zuschauern in der ausverkauften brose ARENA konnten sich die Bamberger erst in den Schlusssekunden entscheidend absetzen.

Niklas Geske spielte zwölf Minuten

Niklas Geske spielte zwölf Minuten

Keith Ramsey musste verletzt zuschauen

Keith Ramsey musste verletzt zuschauen

Die Phoenix-Fans waren stolz auf ihr Team

Die Phoenix-Fans waren stolz auf ihr Team

Bamberg spielte ohne Philipp Neumann, der kurzfristig nach Oldenburg gewechselt war. Dafür gab Nationalspieler Elias Harris sein Debüt. Ingo Freyer musste zwangsläufig seine Rotation verändern. Keith Ramsey fiel mit einem Bänderriss aus, zudem litt Ole Wendt unter der Woche an einer Grippe. Da die Feuervögel auch schnell in Foul-Probleme auf den kleinen Positionen kamen (David Bell, Mark Dorris, Henry Dugat), rückten die Nachwuchsspieler Niklas Geske und Moritz Krume früh in de Rotation.

Die Brose Baskets bemühten sich von Beginn an, ihre große körperliche Überlegenheit auszuspielen. Maik Zirbes gelang das zunächst nicht – Phoenix konnte sich durch David Bell bis auf 13:5 absetzen. Mit D’Or Fischer kam viel Energie von der Bamberger Bank. Der erfahrene Center brachte sein Team erstmals in Führung (14:13, 8.). Die Brose Baskets, die zu Beginn müde wirkten, waren jetzt auch defensiv besser unterwegs. Die Hagener hatten nun riesige Probleme gegen die lange Garde der Gastgeber. Elias Harris traf zum 22:17. Die Mannschaft von Chris Fleming führte nach zehn Minuten mit 24:21.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzte sich Bamberg schnell ab. Maik Zirbes baute den Vorsprung bis auf 31:21 aus (12.). Doch Phoenix behielt die Ruhe, schloss sicher ab und kam durch Henry Dugat wieder auf 31:30 heran (13.). Gegen den größer werdenden Druck der Bamberger Defense hatten die Hagener jetzt erstmals Probleme im Spielaufbau. Die Baskets kamen so zu Schnellangriffen. Karsten Tadda beendete einen Zwischenspurt per Dreier zum 45:36 (17.). Doch Phoenix wehrte sich nach Kräften. Als Bell, Dorris und Dugat mit drei Fouls auf die Bank beordert wurden, gab es ein ungewöhnliches Line-up: Ole Wendt, Niklas Geske, Larry Gordon, Moritz Krume und Dino Gregory machten ihre Sache prima. Krumes Dreier kam nur Bruchteile einer Sekunde zu spät – sonst hätte es mit der Pausensirene 51:51 gestanden.

Mark Dorris und Henry Dugat kassierten unmittelbar nach Wiederbeginn ihr jeweils viertes Foul. Phoenix Hagen spielte dennoch weiter beachtlich. Dreier von David Bell und Nikita Khartchenkov brachten die Gäste auf 60:65 und 63:69 heran (27.). Jamar Smith war es, dessen Punkte den Bambergern jetzt die Führung sicherten. Angeführt vor Elias Harris, der am Korb nicht zu stoppen war, gingen die Brose Baskets mit einem 79:70 in den Schlussabschnitt.

Ingo Freyer brachte jetzt seine erste Fünf zurück. Mit zunehmender Spielzeit beschlich den Betrachter das Gefühl, dass da etwas gehen könnte für die Gäste. Zwar erlaubten sich die im Spielvortrag sonst sehr sicheren Hagener jetzt den einen oder anderen Ballverlust, doch richtig absetzen konnte sich Bamberg deshalb nicht. Im Gegenteil: Larry Gordons Dreier brachte Phoenix bis auf 87:82 heran (35.). Beim Stande vom 92:88 folgte eine Schlüsselszene: Mark Dorris scheiterte mit einem Korbleger. Elias Harris nutze die Gunst des Augenblicks und baute den Vorsprung mit vier schnellen Punkten entscheidend auf 97:88 aus (30.).

Letztendlich war die körperliche Unterlegenheit der Gäste in Brettnähe zu groß. Mit einem optimalen Spiel in der Offensive – und davon waren die Feuervögel an diesem Abend gar nicht so weit entfernt – wäre jedoch vielleicht sogar eine Überraschung drin gewesen. Zwei oder drei Ballverluste und Fehlwürfe zu viel nahmen den Hagenern im Schlussviertel diese Chance. Erhobenen Hauptes konnten sie aber allemal das Feld verlassen!

Trainerstimmen:
 

Chris Fleming: „Die Bedingungen waren heute natürlich schwer nach dem Aus in der Euroleague. Das war für uns nicht einfach zu verdauen. Hagen spielt sehr opportunistisch. In einigen Momenten konnten wir uns absetzen, aber Hagen ist durch ihren Kampfgeist immer dran geblieben. Am Ende war es wichtig, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit gut im Griff hatten. Wir lagen stets in Führung und haben unseren Vorsprung gut verteidigt. In den letzte drei Minuten haben wir das Spiel gut verwaltet. Wir haben den Vorteil unserer Innenspieler gut genutzt. Elias Harris gibt uns Qualität. Er konnte bisher nur eine Trainingseinheit absolvieren, besitzt aber einen guten Basketball-IQ. Er ist ein sehr mobiler Spieler mit einer guten Athletik, wir können viel von ihm erwarten.“

Ingo Freyer: „Glückwunsch an Chris und sein Team. Wir haben stark gespielt und die Partie lange offen gehalten. Am Ende waren wir fast auf zwei Punkte dran, dann haben wir einen eins gegen null Korbleger verlegt. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben gut umgesetzt und waren sehr konzentriert. Unterm Korb waren wir nicht so stark wie Bamberg, das haben sie sehr gut mit Elias Harris, Maik Zirbes und D‘or Fischer ausgenutzt. Wir hatten heute den Nachteil, nur einen Center zur Verfügung zu haben, weil uns mit Keith Ramsey der Backup-Center gefehlt hat. Wir waren wirklich nah dran hier zu gewinnen, ein riesen Kompliment an meine Mannschaft.“


Brose Baskets: Harris (25), Zirbes (16), Fischer (15, 8 Reb. 3 BS), Smith (13/3), Gavel (11/1), Sanders (8), Goldsberry (5/1), Jacobsen (5/1), Wright (3), Tadda (3/1, 6 Ass.).

Phoenix Hagen: Gordon (21/1), Bell (20/4), Gregory (15), Dorris (13), Dugat (11/1), Wendt (7), Khartchenkov (6/2), Kruel, Geske, Krume.

Zuschauer: 6.800 (ausverkauft)

Stationen: 5:10 (5.), 24:21 (10.), 40:32 (15.), 51:48 (20.), 67:60 (25.), 79:70 (30.), 90:84 (35.), 104:93 (40.).
 
Boxscore | Bildergalerie

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets