ProA | 03.11.2013, 18:30 Uhr

Bei den Bayern: Klar verloren, aber nie aufgegeben

Ohne Chance war Phoenix Hagen letztlich bei Beko BBL-Spitzenreiter FC Bayern Basketball. Teuer verkauft hat sich die Mannschaft von Ingo Freyer trotz einer 73:91 (31:54)-Niederlage aber vor allem nach der Pause, als die Hagener bis zur Schlusssirene um ein respektables Ergebnis kämpften.

Chevon Troutman kam auf 22 Punkte

Chevon Troutman kam auf 22 Punkte

Auszeit Phoenix Hagen

Auszeit Phoenix Hagen

Steffen Hamann gegen Mark Dorris

Steffen Hamann gegen Mark Dorris

Schnell setzten sich die Bayern, die am Donnerstag noch bei Euroleague-Champion Piräus nur knapp mit 83:88 verloren hatten, durch Boris Savovic auf 10:2 ab (4.). Angeführt von Larry Gordon, schlugen die Hagener jetzt aus der Distanz zurück. Ole Wendt brachte Phoenix zwischenzeitlich sogar mit 13:10 in Führung (7.). Danach spielten die Bayern allerdings gnadenlos ihre hohe Qualität und enorme Tiefe im Kader aus. Yassin Idbihi stellte das Ergebnis zur Viertelpause auf 25:15.

Mit hohe Wurfquoten zogen die Bayern den Gästen den Zahn. Allein neun Dreier (bei 19 Versuchen) fanden in der ersten Hälfte ihr Ziel. Das Problem für die Phoenix-Defense: Oft hatten die Münchener fünf Spieler auf dem Feld, die von der Dreierlinie punkten können. Talent Paul Zipser erhöhte durch zwei erfolgreiche Distanzwürfe auf 50:27 (19.) und stellte die Weichen für die 54:31-Pausenführung der Bayern.

In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts an den Kräfteverhältnissen. Robin Benzing traf zum 67:36 (27.), bevor die Hagener wieder besser ins Spiel kamen. Sichere Freiwürfe und Dreier von David Bell und Nikita Khartchenkov ließen die Gäste auf 71:50 verkürzen (30.). Die Bayern zogen noch einmal an, gingen durch Heiko Schaffartzik mit 82:52 in Führung (34.). Sehr positiv: Die Hagener schenkten die Partie nicht ab, verteidigten aggressiv und nervten den Favoriten so noch einmal. Nach Larry Gordons Korb zum 84:64 nahm Svetislav Pesic eine Auszeit (37.).

Phoenix gewann weiter viele Bälle, gestaltete so das Ergebnis freundlicher und holte sich Selbstvertrauen für das Heimspiel gegen Bremerhaven am kommenden Sonntag. Am Ende blieb trotz der 73:91-Niederlage die Erkenntnis, die zweite Halbzeit mit 42:37 gewonnen zu haben. An dem klaren Spielausgang änderte das freilich nichts – der Hagener Seele tat’s aber gut.

Trainerstimmen:
 

Svetislav Pesic: „Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben 35 Minuten eine gute Einstellung gezeigt und all das umgesetzt, was wir uns für das heutige Spiel vorgenommen haben. Wir haben jetzt mit Malaga und Berlin zwei wichtige Spiele vor uns. Da ist so ein Erfolgserlebnis natürlich wichtig.“

Ingo Freyer: „Wir hatten eine sehr gute zweite Halbzeit, in der wir uns auf unsere Defense verlassen konnten. Wir haben bestimmt, was Bayern macht und auch in der Offensive waren wir strukturierter. Die erste Halbzeit war natürlich schwach. Wir waren zunächst dran und konnten die ersten Spielminuten ausgeglichen gestalten, dann haben wir im Angriff allerdings einige schlechte Entscheidungen getroffen. Wenn man hier in München erstmal mit zehn oder mehr Punkten zurückliegt, ist es schwierig wieder heranzukommen.“
 
FC Bayern Basketball: Troutman (22), Taylor (15/3), Benzing (12/2), Savovic (9/1), Bryant (6, 11 Reb.), Schaffartzik (6/2), Thompson (6), Zipser (6/2), Staiger (5/1), Delaney (2), Idbihi (2), Hamann.

Phoenix Hagen: Gordon (21/3), Dugat (16), Bell (13/3), Wendt (8/2), Dorris (5), Gregory (5), Khartchenkov (5/1), Ramsey, Kruel, Bleck, Geske, Fritze.

Zuschauer: 5.238
 
Stationen:
10:7 (5.), 25:15 (10.), 39:23 (15.), 54:31 (20.), 65:36 (25.), 73:50 (30.), 84:54 (30.), 91:73 (40.).

Boxscore

Fotos: FC Bayern Basketball

 


 
 
 
 

Facebook 

 
 
 

Tweets