ProA | 06.04.2013, 23:15 Uhr

Phoenix Hagen beendet Trier-Trauma

Mit einem wichtigen 93:86 (51:40)-Sieg kehrte Phoenix Hagen von Beko BBL-Spiel bei der TBB Trier zurück. Vor 4.925 Zuschauern in der Arena Trier profitierten die Feuervögel von einem straken ersten Viertel, das sie mit 33:22 gewinnen konnten. Diesen Vorsprung verteidigten die Hagener bis zur Schlusssirene. Erfreulich: Auch der direkte Vergleich ging an Phoenix (Hinspiel: 78:83).

Mark Dorris gegen Nate Linhart

Mark Dorris gegen Nate Linhart

Die Fans erlebten den 7. Auswärtssieg

Die Fans erlebten den 7. Auswärtssieg

Trotz der zusätzlichen Belastung durch das Spiel in Bonn am Mittwoch kamen die Hagener bestens in die Partie. Adam Hess brachte Phoenix mit 12:7 in Führung (4.). Trier blieb aber zunächst im Spiel, weil die Mannschaft von Henrik Rödl sehr gut aus der Distanz warf. Nate Linhart brachte den TBB per Dunking mit 15:12 in Führung (5.). Doch die Verteidigung der Gäste zeigte die gewünschte  Wirkung. Trier verdaddelte viele Bälle und kam nur noch von der Dreierlinie zu Punkten. Phoenix setzte sich mit seinem schnellen Spiel jetzt rasch ab und überzeugte zudem beim Offensivrebound. Ein Tip-In von  Ole Wendt sorgte für den 33:22-Vorsprung nach zehn Minuten.

Auch im zweiten Viertel fanden die Trierer zunächst kein Mittel gegen die Hagener Defense. Der starke Dino Gregory baute die Führung mit fünf schnellen Punkten bis auf 45:28 aus (15.). Mit Dreiern blieben die Gastgeber aber im Spiel:  Jarrett Howell verkürzte auf 34:54. Hagen tat sich offensiv jetzt schwerer, kontrollierte die Partie aber weiterhin und nahm ein 51:40 mit in die Kabine. Die Mannschaft von Ingo Freyer erzwang bis hierhin zwölf Ballverluste und kam zu zehn Würfen mehr als Trier.

Als Andreas Seiferth, über den in der zweiten Halbzeit viel lief, gleich nach Wiederbeginn auf 44:51 verkürzen konnte, nahm Hagen eine Auszeit. Phoenix legte anschließend wieder zu und kam zunächst durch Adam Hess zum 68:51 (27.) und dann durch Mark Dorris‘ Dreier sogar zu einem 71:53. Allerdings hatten die Feuervögel nun verstärkt Probleme beim Ballvortrag. Zwei Turnover brachte Trier nach 30 Minuten wieder auf 59:71 heran.

Das letzte Viertel wurde dann hakelig für die Gäste. Phoenix verlor jetzt Ball um Ball. „Das waren Konzentrationsprobleme. Es ist einfach unglaublich schwer, über 40 Minuten gleich aufmerksam zu bleiben, insbesondere bei unserem Stil“, so Freyer. Trier drückte seinerseits aufs Tempo und verkürzte durch Jermaine Bucknor auf 66:73 (33.).  Als Vitalis Chikoko nach einem weiteren Hagener Ballverlust zum 69:75 traf, drohte die Partie zu kippen. Doch wieder war es Mark Dorris, der einen ganz wichtigen Dreier zum 82:71 versenkte; David Bell erhöhte anschließend von der Freiwurflinie auf 84:71 (37.). Ingo Freyer: „Wir haben es diesmal besser gemacht als in Bonn. Wir haben die Partie nach der Pause entschieden, weil wir etwas anders gespielt haben. Natürlich stellen sich die Gegner im Laufe eines Spiels besser auf uns ein.“

Trier gab allerdings zu keinem Zeitpunkt auf, forcierte weiter Hagener Ballverluste und stoppte die Uhr mit schnellen Fouls. Doch der Rückstand war einfach zu groß. Phoenix blieb cool von der Freiwurflinie und gewann am Ende sogar den direkten Vergleich, weil Dino Gregory wenige Sekunden vor dem Ende per Dunking zum 93:86 traf. „Gerade diesen letzten Angriff haben wir nach der Auszeit klasse gespielt“, freut sich Freyer. Trotz vieler Ballverluste nach dem Seitenwechsel war es ein verdienter Hagener Sieg im dritten Spiel binnen acht Tagen, dessen Fundament bereits im ersten Viertel gelegt wurde. „Ich bin sehr zufrieden. Vor allem, weil wir endlich in Trier gewonnen haben, das war einfach mal fällig!“

Trainerstimmen:

Henrik Rödl, Headcoach der TBB Trier: „Glückwunsch an Hagen, sie sind in den letzten Wochen mit einem unglaublichen Selbstvertrauen aufgetreten. Heute haben sie immer, wenn wir mal dran waren, die Big Points gemacht. Wir haben am Ende zu viele Chancen liegen gelassen, um das Spiel noch zu drehen. Ich bin natürlich enttäuscht, weil wir die Möglichkeit gehabt hätten, hier zu gewinnen. Jetzt müssen wir unsere Chance am Mittwoch in Weißenfels suchen.“

Ingo Freyer, Headcoach von Phoenix Hagen: „Das war mental für uns ein ganz anstrengendes Spiel. Wir wussten das vorher, aber dass es so hart werden würde, habe ich nicht erwartet. Wir haben das auch nicht über 40 Minuten durchgehalten, in der ersten Halbzeit hat es noch geklappt. Wir wollten aus den drei Auswärtsspielen zwei Siege mitnehmen, wir konnten gegen Braunschweig und Trier gewinnen, so sind wir in der Tabelle da geblieben, wo wir vor den Auswärtsspielen waren, damit bin ich natürlich zufrieden.“

TBB Trier: Seiferth (18), Linhart (15, 8 Reb., 6 Ass., 4 St.), Howell (13/3, 6 Ass.), Saibou (10/1), Mönninghoff (9/3), Stewart (6/2), Chikoko (6), Bucknor (5/1), Harper (4).

Phoenix Hagen: Bell (19/3), Gregory (17), Dorris (16/3), White (12/1), Hess (10), Gordon (10), Wendt (5), Lodwick (4), Kruel.

Zuschauer:  4.925

Stationen: 15:16 (5.), 22:33 (10.), 31:45 (15.), 40:51 (10.), 51:66 (25.), 59:71 (30.), 71:77 (35.), 86:93 (40.).

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