ProA | 03.04.2013, 22:11 Uhr

Bonn dreht die Partie nach dem Wechsel

Phoenix Hagen hat in Bonn eine gute Chance liegen gelassen. Nach starker erster Hälfe verloren die Feuervögel vor 5.450 Zuschauern im Telekom Dome noch mit 95:100 (59:39), weil sie sich im dritten Viertel einen Blackout leisteten.

Davin White war mit 22 Punkten Top-Scorer

Davin White war mit 22 Punkten Top-Scorer

Larry Gordon sammelte neun Rebounds

Larry Gordon sammelte neun Rebounds

Die Baskets konnten erstmals nach seiner Bänderverletzung wieder auf Benas Veikalas zurückgreifen. In einem engen ersten Viertel setzten sich die Bonner zunächst auf 10:6 ab (6.). Die Hagener kamen jetzt aber offensiv immer besser ins Rollen und warfen hochprozentig. Adam Hess erzielte die 15:14-Führung, Mark Dorris sorgte für das 26:25 nach zehn Minuten.

Im zweiten Abschnitt strotzten die Gäste dann nur so vor Selbstvertrauen. Phoenix bekam die Partie immer besser in den Griff, weil es viele Bälle erkämpfte und die Bonner mit seiner Defensive vor Probleme stellte. Vorne fielen die Dreier – so wie der von Abe Lodwick zum 36:26 oder der von Larry Gordon zum 45:36 (17.). Einzig die Bonner Offensivrebounds taten in dieser Phase etwas weh. Davin White, dem vor der Pause 17 Punkte gelangen, führte sein Team zu einem komfortablen 59:39-Halbzeitstand, als er die erste Hälfte mit einem Dreier beschloss. Das zweite Viertel gewann Hagen mit 33:14.

Doch die Feuervögel versäumten es, unmittelbar nach Widerbeginn für Ruhe zu sorgen. Stattdessen taute Robert Vaden auf, versenkte drei schnelle Dreier und verkürzte so auf 48:61 (23.). Phoenix hatte den Rhythmus jetzt verloren.  Da Bonn nun sehr sicher traf, drehte sich die Partie binnen weniger Minuten. Erneut war es Vaden, der bis auf 59:63 verkürzte. Jared Jordan brachte Bonn per Dreier sogar in Führung (67:66, 30.). Hagen kam jedoch prompt zurück: David Bell und Larry Gordon trafen zum 71:67.

David McCray war der Mann, der Phoenix im letzten Viertel nahe an den Abgrund brachte. Der Bonner Guard erzielte acht Punkte in 50 Sekunden. Die Baskets zogen bis auf 83:76 davon (35.). Eine Auszeit von Ingo Freyer brachte Phoenix aber wieder zurück. Adam Hess und Dino Gregory besorgten den 83:83-Ausgleich. Dann die vielleicht entscheidenden Situationen: Phoenix erkämpfte sich den Ball, leistete sich binnen weniger Sekunden aber gleich zwei Ballverluste, die Jordan und McCray mit Punkten zum 87:83 bestraften.

Das Spiel blieb nun eng – und wurde am Ende von der Freiwurflinie entschieden. Die Baskets trafen ausgesprochen sicher, foulten selbst auch schnell – und spielten den Vier-Punkte-Vorsprung so in den letzten 30 Sekunden souverän herunter, den Benas Veikalas mit Spieleende bis auf 100:95 ausbauen konnte. Phoenix Hagen verlor die Partie letztlich im dritten Viertel, als es in neun Minuten 21 Punkte abgab. Als die Feuervögel wieder zurück im Spiel waren, entschieden Nuancen über den Ausgang.

Trainerstimmen:

Michael Koch: „Es gab in der ersten Halbzeit zwei Dinge, die mir nicht gefallen haben und die wir nach dem Seitenwechsel verändert haben. Erstens haben wir in der Verteidigung nicht die nötige Intensität aufs Feld gebracht, wodurch Hagen zu vielen einfachen Korblegern gekommen ist. Zweitens ist es uns nicht gelungen, im Angriff simpel zu spielen, beziehungsweise den Ball schnell genug laufen zu lassen. Unsere kraftaufreibende Spielweise in der zweiten Hälfte hat sich aber bezahlt gemacht - und das trotz unserer kurzen Rotation. Hier muss ich unserem Athletiktrainer ein ausdrückliches Lob aussprechen. Am Ende haben wir die Würfe kreieren können, die Hagen in der ersten Hälfte hatte.““

Ingo Freyer: „Wir hatten schon mehrere solcher Spiele in Bonn - meist mit dem besseren Ende für die Baskets. Unsere erste Hälfte war sehr gut. Auch die zweite Halbzeit hat mir prinzipiell gefallen, nur war Bonn noch einen Tick besser. Am Ende haben Kleinigkeiten darüber entschieden, dass wir nicht mit einem Sieg nach Hause fahren konnten. Mit Blick auf die Playoffs stehen wir natürlich nicht unter Druck, aber wenn wir uns tabellarisch schon so weit oben befinden, wollen wir an den ersten acht Plätzen auch dran bleiben.“

Telekom Baskets Bonn: McCray (23/5), Jordan (17/3, 15 Ass.), Weems (17/1), Vaden (15/5), Wohlfarth-Bottermann (11), McLean (8), Veikalas (5/1), Mangold (3/1), Ensminger (1).

Phoenix Hagen: White (22/2), Gregory (15, 8 Reb.), Bell (14/3), Hess (14/2), Dorris (12), Gordon (9/1, 9 Reb.), Lodwick (7/1), Wendt (2), Kruel.

Zuschauer: 5.450

Stationen: 10:6 (5.), 25:26 (10.), 29:40 (15.), 39:59 (20.), 54:61 (25.), 67:71 (30.), 83:79 (35.), 100:95 (40.).

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