ProA | 30.03.2013, 22:04 Uhr

Phoenix dominiert dank Faktor „26:8“

Endlich gab es für Phoenix Hagen auch auswärts mal wieder was zu feiern! Immerhin elf Wochen nach dem Overtime-Drama von Gießen siegten die Feuervögel dank eines blitzsauberen Schlussviertels klar mit 102:83 (48:48) bei den New Yorker Phantoms Braunschweig. Vor 3.026 Besuchern in der Volkswagen Halle war Davin White mit 23 Punkten bester Hagener Werfer.

Beste Stimmung im Phoenix-Block

Beste Stimmung im Phoenix-Block

Immer schön um die Ecke denken...

Immer schön um die Ecke denken...

Dass bei den Niedersachsen Leistungsträger Harding Nana aufgrund einer Schienbeinverletzung kurzfristig passen musste, wurde scheinbar eher für Phoenix-Trainer  Ingo Freyer als für sein Gegenüber Kostas Flevarakis zu einem Problem. „Lubos Barton, der für ihn gespielt hat, ist ein ganz anderer Typ. Er ist ein wesentlich bessere Werfer“, so Freyer.  Und der Tscheche hatte eine richtig guten Tag: Mit 21 Punkten und zehn Rebounds avancierte er zum besten Mann der Phantoms!

Die erste Hälfte verlief sehr ausgeglichen. Braunschweig warf gut aus der Distanz und konnte auch dadurch das hohe Tempo der Hagener mitgehen. Da Dino Gregory schnell zwei Fouls hinnehmen musste, setzten die Gäste einmal mehr auf die ganz kleine Variante. „Das war aber, abgesehen von der Foul-Problematik, sowieso geplant“, so Ingo Freyer. Sobald 2,21m-Hüne Nick Schneiders das Feld betrat, setzten die Hagener auf die Version ohne eigenen Center. Phoenix ging durch Mark Dorris mit 29:27 in Führung, Braunschweigs Dennis Schröder traf zum 44:39 für sein Team, doch zur Halbzeit stand 48:48 – so ausgeglichen eben, wie die stets enge Partie bis dahin war.

Nach dem Wechsel ging es zunächst so weiter: Barton traf per Dreier zum 54:50. Phoenix warf jetzt aber auch gut aus der Distanz und es kam phasenweise zum Shootout. Dreier Abe Lodwick, Dreier Jermaine Anderson, wieder Dreier Lodwick – Phoenix führte hauchdünn mit 65:64 (25.). Beide Teams kamen langsam in Foul-Probleme: Lodwick und der vor der Pause sehr starke Larry Gordon hatten ebenso wie Braunschweigs Schneiders und Eric Boateng bereits mit vier persönlichen Vergehen zu kämpfen. Ein Hypothek für den Schlussabschnitt, in den Hagen mit einer 76:75-Führung ging.

Was dann folgte, war der Traum eines jeden Trainers. Phoenix setzte sich blitzartig ab. „Wir haben gut verteidigt und konnten auch konditionell noch einmal zulegen“, freute sich Freyer anschließend. Adam Hess ließ die Gäste bis auf 86:75 davonziehen (34.). Die Gastgeber taten sich nun enorm schwer, geeignete Abnehmer für die eigenen Anspiele zu finden. Unter dem Druck der Hagener Defense gab es zahlreiche Ballverluste. Und so kam keinerlei Spannung mehr auf: Mark Dorris erhöhte auf 93:79 (37.), Davin White knackt per Dreier die Hundertermarke (100:81, 40.). Ingo Freyer: „Wir konnten in den letzten fünf Minuten noch weiter aufdrehen, dadurch ist der Sieg etwas höher ausgefallen.“

Zum Verhängnis wurde den Braunschweiger am Ende das böse Verhältnis von 26:8. So verloren sie nämlich nicht nur das letzte Viertel, sondern so endete auch der Turnover-Vergleich zu ihren Ungunsten. „Wir haben dadurch unser Ziel erreicht, viel mehr Würfe als der Gegner zu bekommen“, analysiert Ingo Freyer. Stimmt: Die Hagener warfen 77-mal auf den Braunschweiger Korb, umgekehrt war das nur 58-mal der Fall. Einen besonderen Dank schickte Freyer dann noch in Richtung der Hagener Anhänger: „Mit zunehmender Spielzeit hat man fast nur noch unsere Fans gehört. In der relativ dunklen Halle waren sie mit ihren gelben Sachen außerdem prima zu sehen!“

New Yorker Phantoms Braunschweig: Barton (21/3, 10 Reb.), McElroy (15/2), Schröder (15/2), Anderson (11/2), Schneiders (9), Pigram (6), Mittmann (3/1), Boateng (2), Land (1), Kulawick.

Phoenix Hagen: White (23/3), Bell (18/1), Dorris (15), Lodwick (14/3), Gordon (14/1), Hess (12/1), Gregory (4), Wendt (2), Kruel.

Zuschauer: 3.026

Stationen:  8:11 (5.), 23:19 (10.), 32:29 (15.), 48:48 (20.), 67:65 (25.), 75:76 (30.), 77:87 (35.), 83:102 (40.).

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