ProA | 02.03.2013, 20:03 Uhr

Schlechte Quote bringt klare Niederlage

Ohne Chance war Phoenix Hagen beim 70:80 (24:42) bei den s.Oliver Baskets aus Würzburg. Vor 3.140 Zuschauern in der s.Oliver Arena warfen die Gäste lausig und konnten erst im Schlussabschnitt Ergebniskosmetik betreiben – und immerhin den direkten Vergleich noch gewinnen.

Larry Gordon war Hagens Top-Scorer

Larry Gordon war Hagens Top-Scorer

Fabian Bleck erzielte seine ersten Punkte

Fabian Bleck erzielte seine ersten Punkte

Phoenix Hagen hatte von Beginn an Probleme, offensiv ins Spiel zu finden. Defensiv und beim Rebound solide, hatten die Feuervögel mit zunehmender Spielzeit auch durch die Größennachteile Schwierigkeiten. Center Chris McNaughton, dem im ersten Viertel neun Punkte gelangen, brachte Würzburg eine 19:11-Führung. Hagen kam jetzt etwas besser ins Spiel, konnte aber durch zahlreiche Fehlwürfe und Ballverluste kein echtes Kapital daraus schlagen. Ein Dreier von David Bell brachte die Gäste immerhin wieder bis auf 21:18 heran (12.).

Aus einer Phase mit wenigen Punkten kam Würzburg dann entschieden besser heraus. Frank Robinson erhöhte per Dreier auf 31:20. Die Hagener hingegen mussten für jeden Punkt beinhart arbeiten, kamen in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte zu keinem einzigen Feldkorb und gerieten so immer weiter ins Hintertreffen. Bezeichnend:  Maurice Stuckey beendete die erste Hälfte mit einem Dreier zum 42:24. Die gute Rebound-Arbeit und sichere Freiwürfe konnten die 13 Hagener Ballverluste und die schwache Feldwurfquote von 21 Prozent bei weitem nicht kompensieren.

Auch nach dem Wechsel hatte Phoenix die Partie defensiv durchaus im Griff, fand aber offensiv nie einen Rhythmus. Es blieb bei einzelnen Aktionen wie dem Dreier von David Bell zum 49:36 (27.), ins Laufen kam die Mannschaft von Ingo Freyer aber nie richtig. Und so konnte ein Mann den Sack bereits im dritten Viertel zu machen: Würzburgs Guard Maurice Stuckey versenkte drei Dreier nacheinander zum 63:41 (29.) – das war’s.

Im Schlussabschnitt waren dennoch zwei Ereignisse erwähnenswert. Fabian Bleck kam zu seinem fünften Einsatz in der Beko BBL und nutzte die acht Minuten zu sechs Punkten. Es waren seine ersten Zähler in der deutschen Beletage überhaupt. Und dann war da noch Trainer Ingo Freyer, der seine Spieler 36 Sekunden vor dem Ende beim Stande von 80:65 in einer Auszeit an den direkten Vergleich erinnerte. Das Hinspiel gewannen die Feuervögel mit 78:64. Adam Hess und Larry Gordon haben besonders gut zugehört und verkürzten noch bis auf 80:70. Phoenix gewann das Schlussviertel mit 27:15.

Letztendlich haben die Hagener die Partie bereits in der ersten Hälfte verloren, weil sie einfach zu schwach warfen und zu viele Bälle verloren haben.  Das lief nach der Pause besser, doch da war es bereits zu spät für eine Wende. Dafür sorgte spätestens Maurice Stuckey mit seinen Distanzwürfen. Phoenix Hagen traf am Ende nur 34 Prozent seiner Feldwürfe und war nach dem Wechsel zudem beim  Rebound unterlegen..

Trainerstimmen:

Marcel Schröder: „Es war ein sehr wichtiges Spiel für uns, weil wir uns für die Playoffs qualifizieren wollen. Wir wollten unbedingt gewinnen und auch das Hinspiel wettmachen, in dem uns die Hagener dominiert haben. Das ist uns über weite Strecken auch gelungen, vor allem mit unserer Verteidigung. Wir konnten den nötigen Druck aufbauen, die schlechte Wurfquote und die 19 Ballverluste der Hagener sind Ausdruck davon. Vor allem in der Anfangsphase haben wir uns auch gegen die Zonenverteidigung der Hagener ganz gut aus der Affäre gezogen, da sind wir ein Stück weiter gekommen als in noch in Oldenburg. Mo Stuckey hat dann in der zweiten Halbzeit gezeigt, was er kann. Ich bin nicht damit zufrieden, wie wir das Spiel beendet haben. Es war mehr als möglich, auch den direkten Vergleich zu gewinnen. Es ist enttäuschend und mehr als ärgerlich, dass wir nach einer insgesamt sehr guten Leistung den direkten Vergleich in den letzten beiden Minuten noch so aus der Hand gegeben haben.“

Ingo Freyer: „Mit so einer Quote kann man leider nicht bestehen. Wenn du in allen Bereichen so schlecht wirfst, dann verlierst du so ein Spiel. Auf der anderen Seite hat Maurice Stuckey mit 19 Punkten in 11 Minuten ein ganz großes Spiel gemacht. Wir sind natürlich hierher gefahren, um das Spiel zu gewinnen. Aber wir haben sehr viele Flüchtigkeitsfehler gemacht und uns außerdem 19 Ballverluste geleistet. Das sind dann gleich mehrere Aspekte, mit denen man kein Spiel gewinnen kann.“

s.Oliver Baskets: Stuckey (19/5), Robinson (18/1), McNaughton (11, 8 Reb.), Lenzly (11), Clay (7), Boone (5), King (4), Little (3/1), Henneberger (2), McIntosh.

Phoenix Hagen: Gordon (15/1, 8 Reb., 4 St.), White (11/1), Hess (9/1), Lodwick (8/2), Bell (6/2), Bleck (6), Wendt (6), Dorris (5), Gregory (4), Schoo.

Zuschauer: 3.140 (ausverkauft)

Stationen: 6:4 (5.), 19:13 (10.), 28:20 (15.), 42:24 (20.), 46:30 (25.), 65:43 (30.), 72:52 (35.), 80:70 (40.).

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